Moin AInauten,

Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters.

Kurz was Faszinierendes vorweg: Anthropic hat diese Woche in Claude reingeschaut und eine Art inneren Notizzettel gefunden, auf dem das Modell mitdenkt, ohne es auszusprechen!

Sie nennen es J-Space. Ziemlich wild, aber wir Menschen machen etwas ähnliches.

Die Forscher konnten dieses stille Denken sogar triggern. Als sie mitten in einer Aufgabe den Begriff „Spinne" gegen „Ameise" tauschten, kippte Claudes Antwort von acht auf sechs Beine 😁 ...

Wir lernen immer mehr, wie diese Modelle tatsächlich funktionieren, um irgendwann die Dauerbrennerfrage zu klären: Wird die AI bewusst?

So spannend das auch ist, für unseren Alltag ändert es erstmal nichts.

Daher hier die eher praktischen Themen diese Woche:

  • 📱 Claude Cowork jetzt auf Web + Mobile: die AI arbeitet, während dein Laptop zu ist

  • 🔌 Warum wir nur noch Tools mit MCP nutzen und du das auch machen solltest

  • 🏛️ Harari: AIs sind geborene Bürokraten. Ein Denkanstoß zum Abschluss

Los geht's!

Diese Ausgabe wird dir präsentiert von:

📱 Claude Cowork jetzt auf Web + Mobile: die AI arbeitet, während dein Laptop zu ist

Bleiben wir gleich bei Anthropic. Hunderte AINAUTEN sind mittlerweile durch unser AI-Mitarbeiter Bootcamp gegangen und arbeiten seitdem mit Claude Cowork oder Codex.

Wir selbst sowieso, jeden Tag.

Und wenn es eine Beschwerde gab, die wir in den live Q&As immer wieder gehört haben, dann diese: Cowork klebt am Rechner.

Du musstest am Desktop sitzen, die Dateien mussten lokal liegen, und wenn du den Laptop zugeklappt hast, war Feierabend. Auch für die AI.

Genau das ist seit dieser Woche vorbei!

Kurzer Reminder für alle, die Cowork noch nicht im Detail kennen: Das ist der Modus, in dem Claude nicht nur mit dir chattet, sondern richtig arbeitet.

Es erledigt Aufgaben über deine Tools und Ordner hinweg, erstellt Dateien, bearbeitet sie, arbeitet Listen ab.

Ein AI-Mitarbeiter eben, kein Chatbot.

Er kann mit den richtigen Instruktionen am Rechner praktisch alles machen, was du auch kannst.

Anthropic hat Cowork diese Woche auf Web und Mobile gebracht. Vorher gab es das nur in der Desktop-App.

Das ist kein kleines Update! Es ändert die Art, wie du damit arbeitest:

  • Cowork läuft jetzt in der Cloud. Laptop zu, Claude macht weiter.

  • Du kannst Aufgaben vom Handy aus starten, zwischendurch draufschauen und das Ergebnis abholen, wo immer du gerade bist.

  • Geplante Tasks laufen, ohne dass irgendein Gerät von dir an sein muss.

Damit du nicht mit falschen Erwartungen reingehst, muss man ehrlicherweise zwei Dinge dazu sagen:

Erstens: Deine lokalen Dateien kann nur die Desktop-App anfassen. In der Cloud arbeitet Cowork mit deinen verbundenen Tools weiter - wie zum Beispiel Google Drive, Mail, Kalender, Web und Co. Nicht mit deiner Festplatte.

Zweitens: Das Ganze rollt gerade aus, zuerst für Max-Nutzer, die anderen Pläne folgen. Falls du es bei dir noch nicht siehst, hab ein paar Tage Geduld.

So legst du mit Claude Cowork los

Du startest ganz einfach: Claude-App auf dem Desktop oder claude.ai öffnen, im Eingabefeld von Chat auf Cowork umschalten, Aufgabe geben.

Und dann eben auch mal vom Handy mit der App checken, wie weit die Maschine ist. Du musst einfach nur schauen, dass du die aktuellsten App-Versionen nutzt.

Unser Take: Das ist der Assistent, auf den viele gewartet haben!

Hier entsteht gerade der Assistent, den viele sich seit den Anfängen der AI wünschen.

Einer, den du unterwegs per Handy ansprichst, der deinen Kontext und deine Tools kennt und der arbeitet, während du im Meeting sitzt, beim Mittagessen bist, mit deinen Lieben Zeit verbringst oder schläfst.

Wir sind noch nicht ganz da. Aber die Richtung ist jetzt unübersehbar.

Klar, Techies machen das schon eine Weile mit Claude Code auf einem VPS oder einem Mac Mini, der immer an ist.

Aber Claude Cowork macht es jetzt endlich auch tauglich für die Masse.

Wenn du das bisher nicht nutzt, ist das ein guter Moment, um es auszuprobieren. Es ist eine neue Art des Arbeitens.

Gleichzeitig ist diese Entwicklung mit der stärkste Punkt für unser nächstes Thema. Denn wenn dein Claude Cowork (z. B. über MCP) mit all deinen Tools verbunden ist, kann er auch ohne dich für dich arbeiten.

🔌 Warum wir nur noch Tools mit MCP nutzen und du das auch machen solltest

Wir alle arbeiten täglich mit vielen Software-Tools. E-Mail, Videobearbeitung, Projektmanagement usw. Manche nutzen wir mehr, manche weniger.

In den letzten Monaten haben wir unsere Tool-Welt radikal umgebaut. Und wenn wir überlegen, ein neues Tool einzuführen, muss bei uns eine Bedingung erfüllt sein: Es muss einen MCP haben.

Nehmen wir ein Beispiel aus den letzten Wochen, um dir den Grund dahinter zu zeigen: Den Webseiten & Funnel Builder Onepage, der schon seit Langem unser Partner ist.

Vor zwei Wochen haben wir dir die neue Onepage AI 2.0 gezeigt: Du beschreibst deine Seite, die AI baut sie Section für Section auf, und du kannst danach alles ganz ohne Code anpassen. Alles sehr cool und mächtig.

Und hier schließt sich der Kreis, wenn wir wieder auf das Thema von vorhin zurückzukommen. Den Onepage MCP.

Kurz für alle, die bei "MCP" aussteigen: Ein MCP ist eine Art Universalstecker für AI.

Er verbindet deine AI (zum Beispiel Claude) direkt mit dem Tool, sodass der Agent direkt selbst damit arbeiten kann. Kein Copy-Paste, kein Hin-und-Her und du musst dich dafür gar nicht mehr jedes Mal einloggen.

Auf Onepage bezogen heißt das konkret: Du baust deine Landingpages und ganze Funnels direkt aus Claude, Codex etc. heraus.

Du sagst im Chat, was du willst, und die Seite entsteht in deinem Onepage-Account.

Wer uns länger liest, weiß: Wir haben unsere eigenen Server längst an Claude gehängt, die Maschine kann auf all unsere Webseiten zugreifen und dort Änderungen direkt vornehmen.

Nur ist so ein Setup meist ziemlich technisch. Bei Onepage funktioniert genau das out-of-the-box, ohne Gefrickel.

Und wie immer: deutsches Unternehmen, DSGVO-konform, in Deutschland gehostet.

Jetzt kommt der Teil, der für uns der eigentliche Gamechanger ist.

Bei den meisten AI-Baukästen hängst du fest, sobald die Maschine fertig ist. Willst du danach eine Kleinigkeit ändern, musst du wieder prompten, der AI zum zehnten Mal erklären, was du eigentlich meinst, und dann hoffen, dass sie nichts anderes kaputt macht.

Bei Onepage nicht. Alles, was Claude oder die Onepage AI baut, kannst du hinterher als Nicht-Techie einfach im Editor anpassen. Reinklicken, Text ändern, Button umfärben, Bild tauschen, fertig. Du bist nicht der Maschine ausgeliefert, sondern nimmst das Steuer, wann immer du willst.

Genau deshalb ist Onepage für Funnels und Landingpages gerade eins unserer Lieblingstools für Nicht-Techies. Und der MCP hebt das nochmal eine Stufe höher.

Wie das in der Praxis aussieht?

Hier ein konkretes Beispiel. Wir haben Claude nur diesen einen Prompt geschickt:

Kannst du mal eine alternative Newsletter-Homepage bauen? 
Du kennst ja unsere ainauten.com. 
Schau sie dir an und bau eine coole Alternative in Onepage.
Gern ins Consulting-Projekt.

Mehr war das nicht.

Ein paar Minuten später lag eine fertige, gebrandete Landingpage in unserem Onepage-Account. Hero, Claim, E-Mail-Feld, Zahlen-Sektion, alles im AInauten-Look. Und was uns nicht passt, ändern wir mit zwei Klicks direkt an der Section (links im Bild).

Warum das bei uns so schnell geht: Claude weiß über unser Second Brain praktisch alles über uns. Unsere Projekte, unsere Marke, unseren Ton.

Wir mussten der Maschine nicht erklären, wie AInauten aussieht oder klingt. Sie wusste es längst und hat es über den MCP direkt in Onepage gegossen.

Genau da steckt ein großer Hebel in Sachen MCPs: Deine AI kennt deinen Kontext, und über MCP setzt sie dieses Wissen sofort in deinen Tools um. Vom Gedanken zur fertigen Seite, ohne Umweg.

So richtest du den Onepage-MCP ein (2 Minuten):

In Claude fügst du einen neuen Connector hinzu und gibst als URL https://mcp.onepage.io/ ein.

Dann bestätigst du einmal mit deinem Onepage-Account, dass Claude zugreifen darf.

Das war's. Ab jetzt fragst du Claude einfach "was kannst du für mich in Onepage machen?" und legst los. Und das geht nicht nur mit Claude, sondern mit jedem AI-Tool, das MCPs unterstützt.

Ein Detail, das uns richtig gefreut hat: Die MCP-Nutzung geht nicht auf die AI-Credits, die du bei Onepage sonst dazukaufst. Das heißt, dass du hier mit AI arbeiten kannst, ohne dein Credit-Budget zu verbrennen.

Wenn du also Landingpages oder Funnels baust und kein Techie bist, ist das gerade der smarteste Weg, den wir kennen. Du kannst das Ganze hier einmal kostenlos ausprobieren!

🏛️ Harari: AIs sind geborene Bürokraten

Kommen wir zum Abschluss noch kurz zu einem Denkanstoß.

Yuval Noah Harari hat vor ein paar Wochen in Oxford einen Vortrag gehalten, der gerade im Netz rumgeistert. Die Kernthese ist nicht neu, er erzählt sie seit ein paar Jahren. Aber er hat sie selten so scharf formuliert.

Seine Logik: Menschliche Macht beruht auf Massen-Kooperation. Und die läuft über Bürokratie. Also Recht, Finanzen, Verwaltung. Alles aus Worten gebaut.

Und jetzt der Punkt: AIs sind geborene Bürokraten. Kein Anwalt kann alle Gesetze auswendig. Eine AI schon.

Damit sind sie prädestiniert, genau diese Prozesse zu übernehmen. Harari wörtlich: AI-Banker entscheiden über deinen Kredit, AI-Verwalter über deinen Uni-Platz, AI-Richter über deine Strafe.

Man muss Hararis Doom-Ton nicht teilen. Wir tun es allerdings mehr und mehr… Die Beobachtung, wo AI zuerst echte Macht bekommt, nämlich in den unsichtbaren Verwaltungsprozessen und nicht bei den Robotern, resoniert irgendwie.

Unsere pragmatische Haltung dazu kennst du: Genau deshalb lohnt es sich, JETZT zu verstehen, wie diese Systeme funktionieren. Wer sie bedienen kann, erlebt sie nicht nur passiv.

Falls du am Wochenende eine Stunde hast, der Talk lohnt sich.

So, das war's für heute. Wir lesen uns bei der nächsten Ausgabe.

Vielen Dank, dass du dabei bist. Bis nächste Woche.

Reto & Fabian von den AInauten

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