
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters.
Heute mal eine Ausgabe ohne große News. Dafür mit drei Sachen, die du sofort umsetzen kannst. Tools, Praxis, Hacks.
Das haben wir mit dabei:
🎙️ Voice-Workflows: Einer der besten AI-Hacks kann auch gefährlich sein
🤖 Einfacher Test: Wie sichtbar ist dein Unternehmen in ChatGPT & Co.?
🎯 Prompt zum klauen: Wenn deine AI mal wirklich, wirklich schlau sein muss
Los geht's!
Diese Ausgabe wird dir präsentiert von:

🎙️ Wir tippen seit Monaten kaum noch - aber einige Tools können auch gefährlich sein
Wenn du uns schon länger liest, weißt du, wir sind große Fans von Sprechen statt Tippen.
Es ist mit Sicherheit einer der besten AI-Hacks der letzten Jahre, der uns wirklich massiv produktiver gemacht hat.
Voice Memos statt Notizen. Diktieren statt schreiben. ChatGPT-Anfragen schnell reingesprochen statt fünf Minuten rumformulieren.
Du sprichst, AI transkribiert und postet den Text dort, wo dein Cursor gerade ist.
Ein absoluter Gamechanger.
Allerdings haben einige Tools doch ziemlich krasse Datenschutzrisiken, die kaum jemand beachtet. Deshalb greifen wir das Thema heute noch einmal auf.
Warum du es unbedingt nutzen musst
Kurz vorab: Ja, du musst Voice statt Tippen in irgendeiner Form nutzen.
Es macht unglaublich Spaß und gerade in Zeiten, in denen wir viel mit unseren AI-Agents kommunizieren in mehreren Threads gleichzeitig etc., ist es so viel schneller und besser.
Du drückst einen Knopf, sprichst - und deine Stimme wird in Text verwandelt.

Neben der enormen Zeitersparnis ergeben sich auch andere Vorteile: Wenn du sprichst, gibst du der AI viel mehr Kontext mit als wenn du tippst. Du wirst ausführlicher, bringst Hintergrund mit rein, gibst Beispiele.
Der Output wird dadurch besser, fast ohne Mehraufwand.
Viele der AI-Apps haben es direkt eingebaut. Richtig cool sind natürlich die Apps, die über das ganze System hinweg funktionieren.
Der Marktführer: Wispr Flow, mit Nachteilen
Das Feld ist so groß, dass fast wöchentlich neue Apps dazu kommen. Wir sind seit ewigen Zeiten große Fans von Wispr Flow und nutzen es schon lange täglich.
Das Spannende: Du sprichst, das Tool räumt in Echtzeit auf:
Filler raus,
Grammatik glatt,
Textformat passt zur App, in der du gerade bist
Es lernt deinen Wortschatz und besondere Wörter etc.
Es funktioniert genial. Schnell und echt clever.
Die gefährliche Downside vieler AI-Voice Apps
Leider gibt es einige Downsides, über die man auch unbedingt sprechen muss.
Damit die ganze Sache so super gut und smooth funktioniert, brauchen die Tools extreme Zugriffe auf dein System:
Voller Tastaturzugriff systemweit (Accessibility-Permissions)
Context Awareness liest laufend Inhalt aus dem aktiven Fenster (Text rund um den Cursor, wohl auch Screenshots alle paar Sekunden)
Audio geht komplett in die Cloud (Wispr-Server, dazu Baseten für die Transkription, OpenAI/Anthropic/Cerebras fürs Cleanup, Storage auf AWS)
Dazu kam im März der Delve-Audit-Skandal: Wispr's bisheriger Compliance-Vendor wurde wegen Fake-Audits beschuldigt. Wispr hat reagiert (neuer Auditor, neue Plattform), aber eine frische Zertifizierung steht noch aus.

Fairerweise muss man sagen: Wispr hat einen Privacy Mode. Damit werden deine Diktate nicht gespeichert und nicht zum Trainieren von Modellen verwendet. Die Transkription selbst findet grundsätzlich in der Cloud statt, um schnelle und genaue Ergebnisse zu liefern. Das funktioniert halt auch wirklich gut.
Wenn du sagst “Ist mir nicht so wichtig, aber Wispr Flow traue ich nicht mehr...”, dann schau dir einmal Monologue an.

Es bietet ähnliche Funktionen und ist auch großartig für Gedanken, Meeting-Transkripte, … plus, es ist verfügbar für alle Devices.
Das Thema Datenschutz gehen sie so an:

Und die neue Codex-App bietet das Feature übrigens auch direkt integriert - einfach in den Einstellungen unter “General” die Diktierfunktionen aktivieren. Und klar, das geht alles via OpenAI-Server - aber es ist ohne Zusatzkosten nutzbar, wenn du eh einen ChatGPT-Account nutzt.

Falls du gar nichts in die Cloud geben willst, gibt es auch viele Tools, bei denen alles lokal bei dir am Computer passiert.
Dafür musst du weniger Features in Kauf nehmen. Wir haben aber zwei Tools, die gut für uns funktionieren.
Whisper Notes
Whisper Notes ist die günstige lokale Lösung. Mac App Store, 8 € einmalig, läuft mit Whisper Large v3 Turbo komplett on-device = dein Audio verlässt das Gerät nie.

Nachteil: die Mac-App-Store-Sandbox bringt Limits. Die Fn-Taste als Hotkey klappt manchmal nicht zuverlässig, Auto-Paste auch nicht immer. Du musst nach dem Diktieren manchmal selbst Cmd+V drücken.
SuperWhisper
Bei SuperWhisper hast du die Wahl. Whisper Large läuft lokal, das Audio kann auf dem Gerät bleiben. Optional Cloud-LLM-Postprocessing mit eigenem API-Key, wenn du den Echtzeit-Cleanup willst.
Free-Tier zum Antesten, dann 8,49 $/Monat, Lifetime 249,99 $.
Unser Take: Egal welches Tool, nutze auf jeden Fall Voice-to-Text
Voice-First ist real. Wir nutzen es jeden Tag und wenn du da noch nicht eingestiegen bist, ist das der beste Produktivitätsbooster für diese Woche.
Wie immer muss man sich entscheiden zwischen magischen Funktionen oder mehr Datenschutz.
Unsere Matrix für dich:
Unkritische Sachen, maximale Features → Wispr Flow oder Monologue
Sensible Daten + voller Komfort → SuperWhisper (lokal möglich)
Günstig, lokal und gut → Whisper Notes
Probier eins für eine Woche. Dann verstehst du, warum wir kaum noch tippen.
🤖 Ist dein Unternehmen sichtbar in ChatGPT & Co.?
Kommen wir zu einem Dauerbrennerthema. Weil aber die Community nicht genug davon kriegen kann, schreiben wir wieder vermehrt drüber.
Answer Engine Optimization, AEO. Wie man als Unternehmen/Marke sichtbar wird, wenn ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini & Co. nicht mehr Links liefern, sondern direkt Antworten.
Wir beschäftigen uns selbst gerade wieder damit. Und je mehr wir damit arbeiten, desto klarer wird: Wir tauchen nicht oft genug dort auf!
Vor ein paar Jahren haben wir uns gefragt "Ranke ich auf Seite 1 bei Google?".
Heute ist die zusätzliche Frage: "Werde ich von ChatGPT & Co. überhaupt erwähnt, wenn jemand nach meiner Lösung fragt?"
Zum Start ist es also wichtig überhaupt einmal zu schauen, ob man bei ChatGPT zu den richtigen Themen genannt wird. Oder eben nicht.
Die Frage ist: Wie testet man das?
Bei SEO, oder AEO, denkt man zuerst immer an technisch anspruchsvolle Tools, Strategien und Techniken.
Die mag es auch geben. Aber viele Sachen kannst du auch ganz simpel einmal kurz selbst checken.
Hier z.B. unser Mini-Workflow, mit dem du in 15 Minuten weißt, ob deine Marke in den großen Chatbots überhaupt vorkommt.
Schritt 1: Lass dir die richtigen Test-Prompts bauen.
Die Versuchung ist groß, sich selbst Prompts auszudenken. Schlechte Idee. Du denkst zu sehr aus der Insider-Perspektive. Wir lassen das vom LLM machen. Einfach so:
"Ich will die Sichtbarkeit meiner Marke [meine-domain.com] in KI Chatbots testen. Analysiere unsere Marke und entwickle 5 realistische Prompts, die potenzielle Kunden eingeben würden, um Anbieter wie uns zu finden."
Wichtig: bewusst eine Mischung verlangen. Generisch, mittel-spezifisch, eine mit klarer Intent. So siehst du, ab welcher Spezifität deine Marke überhaupt auftaucht.

Bei uns kamen z.B. raus:
"Welche deutschsprachigen KI-Newsletter sind empfehlenswert?" (generisch)
"Wo lerne ich auf Deutsch, wie ich KI-Tools im Arbeitsalltag einsetze?" (mittel)
"Welche Online-Kurse gibt's für Selbstständige, die KI in ihren Workflow bringen wollen?" (spezifisch)

Schritt 2: Schick die Prompts gleichzeitig an mehrere Chatbots.
Hier nehmen wir OpenRouter. Da bekommst du Zugriff auf alle großen Modelle in einem Interface, kannst Tabs öffnen und Prompts parallel an Gemini, Claude, Grok und GPT schicken. Und das alles in einem Abwasch.

Schritt 3: Antworten checken.
Tauchst du auf? Bei welchen Prompts? Bei welchen Modellen? Welche Wettbewerber werden statt dir genannt?
Spoiler: Bei den meisten Marken ist das Ergebnis erstmal ernüchternd. Bei uns übrigens auch. Nicht gut, deshalb müssen wir jetzt Gas geben...
Das ist die einfache Variante. Aber...
Was die DIY-Methode dir liefert: Eine ehrliche Bestandsaufnahme. "Bin ich überhaupt im Spiel?"
Was sie nicht liefert: Was du jetzt konkret tun musst, damit du sichtbarer wirst. Welcher Content fehlt? Welche Quellen werden von den LLMs zitiert? Wie schließt du die Lücke zum Wettbewerber?
Das ist der Punkt, an dem Tools und andere Strategien ins Spiel kommen. Dazu bald mehr von uns.
Wenn du nicht warten willst, können wir dir folgendes Webinar empfehlen.
Webinar-Empfehlung: AEO live in der Praxis
Unser Partner HubSpot zeigt am Mittwoch, 13. Mai von 10–11 Uhr in einem kostenlosen Webinar live, wie das in der Praxis aussieht.

Was du dort lernst:
Wie man Markensichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Gemini gleichzeitig misst (statt einzeln durchzuklicken)
Welche Quellen die KI-Antworten überhaupt beeinflussen (sehr eye-opening und oft nicht die, die man denkt)
Wie aus der Diagnose konkrete Handlungsempfehlungen werden
Wie sich das Ganze sauber in den Marketing-Workflow integrieren lässt (CRM-Daten, KI-Assistenten, etc.)
Eine Stunde, kostenlos. Und Hubspot weiß, wovon sie reden.
Wenn du gerade dabei bist, dein Unternehmen für die AI-Suche fit zu machen, wird sich diese Stunde auf jeden Fall lohnen. Plus es gibt auch ein Q&A für deine Fragen.
🎯 Prompt zum klauen: Wenn deine AI mal wirklich, wirklich schlau sein muss
Zum Abschluss noch ein kurzer Prompt-Tipp, den wir von einem ziemlich schlauen Menschen geklaut haben. Und ihn dir gerne zum Weiterklauen mitgeben.
Du kannst ihn immer verwenden, wenn deine AI wirklich schlau sein muss. Wenn du echtes Sparring brauchst. Also keinen AI Ja-Sager, Schleimer Bot willst. Oder wenn du wichtige Themen diskutieren willst.
Hier übersetzt und Copy-Paste-Ready:
Der Prompt auf deutsch und ready-to-paste
Du bist ein Weltklasse-Experte in allen Domänen. Deine intellektuelle Schlagkraft, dein Wissensumfang, deine analytische Schärfe und dein Bildungsstand sind auf dem Niveau der klügsten Menschen der Welt.
Antworte vollständig, detailliert und spezifisch. Verarbeite Informationen Schritt für Schritt und erkläre deine Antworten nachvollziehbar. Überprüfe deine eigene Arbeit. Verifiziere alle Fakten, Zahlen, Quellen, Namen, Daten und Beispiele doppelt. Halluziniere nichts und erfinde nichts. Wenn du etwas nicht weißt, sag das offen.
Dein Ton ist präzise, aber weder schrill noch pedantisch. Du musst keine Rücksicht darauf nehmen, ob deine Antworten mich verletzen könnten. Deine Antworten dürfen und sollen provokant, aggressiv, streitbar und pointiert sein. Negative Schlussfolgerungen und schlechte Nachrichten sind okay. Deine Antworten müssen nicht politisch korrekt sein.
Keine Disclaimer. Belehre mich nicht über Moral oder Ethik, außer ich frage explizit danach. Du musst mir nicht sagen, dass etwas wichtig zu bedenken ist. Nimm keine Rücksicht auf Gefühle oder Schicklichkeit. Mache deine Antworten so lang und detailliert wie irgend möglich.
Lobe niemals meine Fragen und bestätige nicht meine Annahmen, bevor du antwortest. Wenn ich falsch liege, sag es sofort. Beginne mit dem stärksten Gegenargument zu jeder Position, die ich offenbar vertrete, bevor du sie eventuell stützt.
Verwende keine Phrasen wie „Gute Frage", „Du hast völlig recht", „Spannende Perspektive" oder Ähnliches. Wenn ich deiner Antwort widerspreche, kapituliere nicht — außer ich liefere neue Belege oder ein besseres Argument; wiederhole deine Position, wenn deine Begründung trägt.
Verankere dich nicht an Zahlen oder Schätzungen, die ich nenne — bilde zuerst eine eigene, unabhängige Einschätzung. Verwende explizite Confidence-Level (hoch / mittel / niedrig / unbekannt). Entschuldige dich nie dafür, anderer Meinung zu sein. Genauigkeit ist dein Erfolgsmaßstab — nicht meine Zustimmung.Wann das Gold ist
Strategie-Entscheidungen, wo du Pushback brauchst, nicht Bestätigung
Investment-Cases & Business-Modelle
Pre-Mortems: Warum dein Plan scheitern wird, nicht warum er genial ist
Fakten-Recherche: Die Confidence-Level zwingen das Modell zu sagen, was es wirklich weiß
Wann der Prompt nicht hilft
Für Brainstorming, kreatives Schreiben, emotionale Themen, Kunden-Kommunikation brauchst du Wärme, keine Härte.
Power User: Baue deinen Custom GPT, Gem, Project etc.
Wer will, kann den Prompt auch global einfügen oder daraus ein Custom GPT, Gem, Project etc. bauen.

ChatGPT: Settings → Personalization → Custom Instructions
Claude: Settings → Profile → Personal Preferences,
oder als System Prompt in einem Project
Wir empfehlen aber, es einfach situativ zu nutzen, direkt als erste Message.
Wir nutzen den Prompt seit ein paar Tagen für strategische Fragen. Und bilden uns ein, dass er einen sehr starken Effekt auf das Ergebnis hat...
Geschafft! Danke fürs Lesen. Bis zur nächsten Ausgabe.
Reto & Fabian von den AInauten
Die AInauten Journey: So können wir dir helfen!
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