
Hi AInauten,
Willkommen zum Deep-Dive für diese Woche. Am Montag ging unser Newsletter zu Claude Code raus. Danach hat unser Postfach kurz auf “Terminal-Mode” umgestellt: Fragen, Screenshots, Erfolgsmomente, Setup-Drama, alles mit dabei.
Wir schenken dir diesen Guide!
Und weil “Neues Jahr, neues Glück” nicht nur ein Kalenderspruch sein muss, gibt’s von uns ein kleines Geschenk für dich: Diesen Ultimate Guide schicken wir heute an alle AInauten, ganz ohne Paywall … wäre einfach zu schade, wenn das Thema bei “klingt spannend” stehen bleibt, statt bei “läuft bei mir”.

Du kannst kostenlos starten
Und wichtig: Du musst dafür jetzt kein extra Claude-Abo abschließen. Das Setup-Prinzip funktioniert genauso mit ChatGPT Codex von OpenAI oder Gemini CLI von Google - je nachdem, was du ohnehin nutzt oder abonniert hast.
Dieser 4000-Wörter-Guide soll dir zeigen, wie du deinen eigenen Super Assistant aufsetzt, egal mit welchen AI-Anbietern du arbeitest. Und Spoiler: Da wir ziemlich verliebt in Claude Code sind, nehmen wir das heute als primäres Beispiel - aber wie gesagt, vom Konzept her funktioniert das bei allen gleich.
Dieses Thema wird uns von nun an begleiten
In unserer AI Automation Community drehen wir das Ganze dann noch weiter auf, mit echten Experimenten und Vorlagen, die nicht nur motivieren, sondern dir messbar Arbeit abnehmen.
Aber jetzt erstmal zurück zu den Basics, mit einer Warnung: es ist ein Monster-Deep-Dive. Aber wir versprechen dir, dass dein Zeitinvestment mehr als belohnt wird! Und du kannst auch einfach zu dem Thema reinspringen, das dich interessiert.
So ist der Post aufgebaut:
Die drei Gesichter von Claude: Web, Desktop, CLI
- Claude Web: Der bequeme Standard
- Claude Desktop: Dein AI-Kollege am Arbeitsplatz
- Claude Code (CLI): Die eigene AI-Werkstatt im TerminalWarum CLI-Zugriff so mächtig ist, auch ohne Tech-Background
Quickstart: Deine erste Reise mit Claude Code CLI
Prompt-Ideen für Einsteiger & Fortgeschrittene
Praxisbeispiele: AI-Automation im echten Leben
Safety First: Wie Claude Code dich schützt
Claude vs. Codex vs. Gemini: Was geht ohne Abo?
Nützliche Links, Ressourcen & Community
Unser Take: Mit Claude Code wird 2026 zu deinem Jahr!
Legen wir los!
Was dich erwartet - und das Video zum Einstieg
Zum Einstieg gleich mal ein Video als Überblick - oder lies einfach weiter, your choice!
Wir schauen uns alle drei „Gesichter“ von Anthropics Claude an: Claude Web, Claude Desktop und Claude Code (CLI = Command Line Interface). Was können sie, wo liegen die Vor- und Nachteile, und welcher passt zu deinem Workflow?
Damit siehst du die Unterschiede ganz praktisch, wann der Browser reicht (Ideen, schnelle Antworten), wann die Desktop-App besser ist (Projekt-Kontext, Arbeiten mit Dateien) und wann Claude Code im Terminal seine echte Stärke ausspielt (nah an deinem System, echte Umsetzung statt nur Text).
Klingt erstmal nerdig – ist aber ziemlich genial. Keine Angst, wir bleiben auf Augenhöhe – auch wenn wir hier und da ein bisschen ins Rabbit Hole abtauchen.
Dabei klären wir auch, warum der Terminal-Zugriff auf ein LLM so mächtig sein kann und wagen den Blick über den Tellerrand zu OpenAI Codex CLI und Google Gemini CLI: Wie unterscheiden sie sich, und was geht ohne Claude-Abo?
Die drei Gesichter von Claude: Web, Desktop, CLI
Stell dir Claude als AI-Buddy vor, den du auf unterschiedliche Weise treffen kannst:
🌐 Claude Web: Das Browser-Interface – quasi wie ein Hotelzimmer.
└> Use Case: Schnelle Fragen, Ideensammlung, Chatten.💻 Claude Desktop: Die installierbare App – deine eigene Wohnung.
└> Use Case: Planung, Recherche, Schreiben mit Kontext.🖥️ Claude Code CLI: Das Terminal – deine eigene Werkstatt.
└> Use Case: Coding, Automatisierung, individuelle Workflows.
Schauen wir uns die drei gleich mal genauer an – und was sie jeweils besonders macht.

ℹ️ Takeaway: Web = schnelle Fragen, Desktop = Arbeiten mit Kontext, CLI = echte Automation. Je näher am System, desto mächtiger.
Claude Web: Der bequeme Standard
Claude.ai im Web ist der wohl bekannteste Zugang. Du loggst dich ein und chattest im Browser wie mit ChatGPT.
Vorteile: Kein Setup, sofort verfügbar auf jedem Gerät mit Internet. Perfekt, um schnell mal eine Idee auszuprobieren oder einen Text zu generieren. Die Oberfläche ist simpel: links deine bisherigen Chats (Threads), rechts der Chat-Verlauf.
Limitierungen: Die Browser-Sandbox lässt Claude wenig Spielraum, was Aktionen auf deinem Rechner angeht. Dateien hochladen geht begrenzt, aber auf dein Dateisystem kann Claude Web nicht zugreifen – Sicherheitsgründe.
Auch Integrationen in andere Apps sind limitiert (einige Tools kannst du über Connectors und MCPs ansteuern, aber es ist umständlich).

Denk an unser Hotelzimmer: gemütlich, aber du darfst die Möbel nicht verrücken. Für einfache Q&As und Content-Generierung ist das okay.
Doch sobald du Claude als aktiven Assistenten in deine Arbeit einbinden willst (z.B. Ordner durchsuchen, Dateien ändern), stößt du mit dem Web-Interface an Grenzen.
Use Cases:
Brainstorming von Content-Ideen und Gliederungen
Schnelle Recherche-Fragen beantworten lassen
Texte umformulieren, übersetzen, zusammenfassen
Klar, all das klappt im Browser wunderbar. Aber was, wenn du parallel an mehreren Projekten arbeitest und jeweils eigenen Kontext brauchst? Oder Claude an deine lokalen Dateien soll? Hier kommt Claude Desktop ins Spiel.
Claude Desktop: Dein AI-Kollege am Arbeitsplatz
Claude Desktop ist die offizielle Desktop-App von Anthropic für macOS und Windows. Im Kern holt sie den Chat aus dem Browser auf deinen Rechner – mit ein paar Extras. Stell es dir als Kollaborations-Büro mit Claude vor, mit mehr Nähe zu deinem Rechner.
Was kann die Desktop-App?
Schnellzugriff: “Quick Entry” per Shortcut, Claude kurz aufpoppen lassen, ohne Browser-Tab suchen.
Arbeiten mit lokalem Kontext: Dateien, Screenshots, Arbeitsmaterialien sind in der Praxis oft einfacher reinzubekommen als im Browser (weil du schon “am Rechner” bist).
Claude Code in der App: Claude Code ist inzwischen auch in der Desktop-App verfügbar, für Sessions parallel und je nach Setup sogar in Remote-Umgebungen.
Keine “Autopilot-Automation”: Der Desktop bleibt primär Chat-gesteuert, echte Workflows und Automatisierung geht damit nur eingeschränkt.
Claude-Code-Tab in Claude Desktop: Die Integration in Claude Desktop ist (noch) nicht so mächtig wie der reine CLI-Einsatz im Terminal. Wer die volle Power des Claude Code CLI gewohnt ist, vermisst in der Desktop-App einige Funktionen.
Use Cases: Claude Desktop eignet sich vor allem fürs Ausarbeiten von Ideen und Konzepten, tiefe Recherche, Content-Produktion mit lokalem Material (Notizen, Screenshots, Dateien) und als schnell erreichbarer Co-Worker im Hintergrund per Shortcut, während du ganz normal weiterarbeitest.
Kurz gesagt: Claude Desktop schlägt die Brücke zwischen gemütlichem Chat im Browser und der Hardcore-Automation im Terminal. Für viele „Tech-Interessierte, aber nicht Voll-Nerds“ könnte das der Sweet Spot sein.
Verständlich, nicht jeder mag sofort ins Terminal hüpfen. Trotzdem: Das Terminal ist wie eine Abkürzung - sobald du sie kennst, nimmst du sie immer 😉.
Claude Code (CLI): Die eigene AI-Werkstatt im Terminal
Willkommen in der Werkstatt - jetzt wird’s ernst! Claude Code CLI ist das mächtigste Gesicht von Claude – ein AI-Agent im Terminal, das direkt auf deinem Rechner lebt.
Hier wird nicht nur gechattet, hier wird wirklich gearbeitet: Dateien werden angelegt und editiert, Befehle ausgeführt, ganze Projekte aufgebaut – alles gesteuert durch deine natürlichen Sprachbefehle.
Klingt abgefahren? Ist es auch. Claude Code CLI (Command Line Interface) fühlt sich ein bisschen an, als hättest du einen ultra-fleißigen AI Automation Engineer auf deinem Computer sitzen, der genau das tut, was du sagst. Nur dass er nie müde ist, immer besser wird und selbst Routinejobs klaglos erledigt.

Was macht Claude Code so besonders?
Volle Integration in deine Umgebung: Das Terminal-CLI-Tool läuft in dem Ordner, in dem du es startest, und kennt deine Dateien dort. Du sagst „Erstelle mir eine Zusammenfassung aller TODOs" – und Claude schreibt und speichert die Datei direkt. Kein Copy-Paste nötig.
Skills – Rezepte für deine Workflows: Skills sind wie Kochrezepte für Claude: Einmal aufschreiben, immer wieder nutzen. Ein Meeting-Summary-Skill zieht automatisch die Kernpunkte aus Transkripten – ohne dass du jedes Mal alles neu erklärst. Skills lassen sich teilen und anpassen (haben wir hier ausführlich vorgestellt).
Agents – deine spezialisierten Praktikanten: Stell dir Agents vor wie Teammitglieder mit Spezialgebiet. Der eine macht nur Reviews, der andere nur Recherche – und keiner quatscht dem anderen dazwischen. Du delegierst, sie liefern, dein Hauptchat bleibt übersichtlich.
MCP – der VIP-Pass zur Außenwelt: MCP (Model Context Protocol) ist Claudes Tor zu externen Tools: Kalender, Google Drive, Slack, GitHub. Du entscheidest, welche Tür aufgeht und wie weit. Fertige Connectoren gibt's von Anthropic, OpenAI und der Community – oder du lässt Claude einen eigenen bauen.
CLAUDE.md – dein Onboarding-Dokument: Die CLAUDE.md ist wie ein Briefing für einen neuen Mitarbeiter. Einmal schreiben, nie wieder wiederholen. Claude liest diese Datei automatisch ein und weiß: „Das ist dein Projekt, so ticken wir hier." Global für allgemeine Präferenzen, projektspezifisch für Details.
Kurz: Mit Claude Code wird deine AI zum konfigurierbaren Werkzeug. Du kannst Verhalten, Regeln und Abläufe über Slash-Commands (z.B. /help, /plan, /undo) und Hooks so einstellen, wie es zu deinem Workflow passt.
Zwischenfazit: Du siehst, Claude Code ist mächtig … fast schon unheimlich mächtig. Unsere ersten Gehversuche damit waren mind-blowing, dazu gleich mehr.
ℹ️ Takeaway: Du beschreibst das Was, Claude erledigt das Wie. Wie ein Schweizer Taschenmesser, das dir auch noch sagt, welches Werkzeug du brauchst.
Warum CLI-Zugriff so mächtig ist – auch ohne Tech-Background
Die größten Bedenken von Nicht-Techies beim Thema CLI: “Muss ich da coden können? Das ist doch Terminal-Kram!” Die Bedenken verstehen wir absolut, uns ging es ähnlich.
Aber hier kommt die Überraschung: Gerade weil du bei Python oder Bash nur Bahnhof verstehst, kann das Terminal Gold wert sein. Warum?

1. Du sprichst, die AI handelt: Im Web oder Desktop schreibst du vielleicht: “Claude, erstelle mir mal eine Liste aller Bild-Dateien in meinem Ordner.” Claude würde antworten: “Ich kann in der Web-Version nicht deinen Ordner durchsuchen.”
Im Terminal könntest du aber sagen: “Liste alle PNGs im images Ordner auf und verschiebe sie in einen neuen Ordner Screenshots.” – Claude Code hat die Erlaubnis (sofern du ja sagst) und führt diese Aufgabe direkt aus.
Die AI weiß, wie man Dateien auflistet und verschiebt (das ist Routine) und macht das nach deiner natürlichen Sprachbeschreibung. Das Prinzip bleibt: Du beschreibst das Was, Claude erledigt das Wie.
2. Knowledge-Base bauen: Unser absoluter Lieblings-Use Case ist ein persönliches Second Brain, lokal und smart! Mit Obsidian + Claude Code ersetzt du Evernote, Notion & Co. komplett. Deine Notizen gehören dir, Claude hilft beim Organisieren, findet Verbindungen, erinnert an Dinge – und das Beste: Kein Vendor-Lock-in, Markdown bleibt für immer. Mehr dazu bei den Praxisbeispielen!
3. Lernfaktor und Feedback: Du fragst “Warum hast du X gemacht?” und Claude liefert dir Kontext. Es ist wie ein geduldiger Lehrer, der beim Machen erklärt. Du wirst staunen, wie viel du beiläufig lernst.
4. Effizienz und Multi-Step Workflows: In der Desktop/Web-Welt müsstest du für komplexe Aufgaben oft in mehreren Runden hin- und her. Im Terminal kannst du mit Skills/Agents Multi-Step auf Knopfdruck haben.
Statt Chat-Ping-Pong ("recherchiere mal", "jetzt schreib Entwurf", Copy-Paste in Word...) automatisieren Skills komplette Pipelines. Ein Content-Pipeline-Skill macht in einem Rutsch: recherchieren → Entwurf schreiben → Grammatik checken → Markdown exportieren. Du startest, lehnst dich zurück. Multi-Step auf Knopfdruck.
5. Keine Ablenkung, pure Produktivität: Terminal heißt auch: Fokus! Keine GIFs, keine Likes, kein UI-Schnickschnack.
Manche sagen, es fühlt sich zen an, mit Claude im Terminal zu arbeiten. Du verfällst weniger ins „noch schnell Mails checken“ oder Katzenvideos, weil du in deiner Session bleibst. Dein Dopamin musst du dir woanders holen, zum Beispiel von erledigten Tasks.
Unser Tipp: Gib dem Terminal eine Chance! Die Einstiegshürde ist niedriger, als du denkst. Und die Belohnung ist ein wahrer Produktivitäts-Turbo.
ℹ️ Takeaway: Terminal-Angst? Unbegründet. Du redest, Claude handelt. Ende der Geschichte.
Quickstart: Deine erste Reise mit Claude Code CLI
Genug Theorie – jetzt wird's praktisch. Wie fängst du konkret an? Wir führen dich Schritt für Schritt durch das Setup, es ist simpler, als gedacht.

Öffne das Terminal (macOS) oder die PowerShell (Windows) über die Systemsuche (Cmd+Leertaste bzw. Win-Taste), indem du den Namen eintippst und Enter drückst.
Kopiere anschließend den passenden Befehl von unten in das geöffnete Fenster und bestätige ihn mit Enter, um die Installation zu starten.

Claude Code installieren:
Für Mac & Linux gibt’s einen simplen Befehl im Terminal - einfach in den Apps das Terminal öffnen, und diesen Befehl ausführen:
curl -fsSL https://claude.ai/install.sh | bashWindows? PowerShell öffnen und:
irm https://claude.ai/install.ps1 | iexNach dem Befehl ist claude als Kommando verfügbar. Sprich: Sobald du das magische Wort “claude” eintippst, geht's los!
Login beim ersten Start: Wechsle in einen Ordner deiner Wahl (z.B. erstelle ClaudeTest auf deinem Desktop) und tippe claude. Jetzt öffnet sich im Terminal ein Login-Link – du authentifizierst dich mit deinem Claude/Anthropic Account (bezahltes Claude Abo nötig - oder du nutzt OpenAI Codex/Gemini CLI, dazu unten mehr). Danach kehrst du ins Terminal zurück und bist drin.
Interface verstehen: Du siehst wahrscheinlich einen Begrüßungstext im Terminal-Fenster von Claude Code. Ähnlich wie ein Chat wartet ein Prompt auf deine Eingabe. Probier ruhig gleich: help oder auch /help einzugeben – Claude Code zeigt dir verfügbare Befehle an. Du merkst, neben freien Anweisungen gibt es diese Slash-Commands für spezielle Aktionen.
Erster Befehl: Lass uns was Einfaches testen. Gib im CLI ein:
Erstelle eine Datei I-love-Claude.txt und erstelle mir eine Übersicht, was deine Befehle sind und wie du mich unterstützen kannst.Claude wird überlegen, eine Art Plan anzeigen und fragen, ob es die Datei anlegen darf. Tippe y (für Yes). Done, Datei erstellt. Du kannst nun im Finder prüfen, ob alles geklappt hat. Gratulation! Dein erster AI-gesteuerter File-Edit 🤖📝.
ℹ️ Takeaway: Ein Befehl, ein Login, fertig. Sag was du willst, Claude macht den Rest. Einfach anfangen, Perfektion kommt später.
Prompt-Ideen für Einsteiger & Fortgeschrittene
Um reinzukommen, hier ein paar konkrete Ideen, was du Claude Code fragen oder auftragen kannst – ganz ohne Coding-Vorkenntnisse.
Für den Einstieg:
Ordner aufräumen: “In meinem Ordner Downloads liegen viele PDFs und Bilder. Sortiere sie in Unterordner Bilder und PDFs.” Claude fragt pro Datei, das kannst du auch pauschal genehmigen.
Inhaltliche Analyse: “Im Ordner Umfragen sind 5 CSV-Dateien mit Feedback. Analysiere sie und erstelle eine Markdown-Datei Erkenntnisse.md mit deinem Fazit.”
E-Mail-Hilfe (experimentell): “Öffne meine emails.xlsx Datei und entwirf Antwort-Vorschläge für jede Zeile (Absender, Betreff, Inhalt). Speichere die Vorschläge in antworten.md.”
Brainstormer: “Lege eine Datei ideen.txt an. Ich nenne dir gleich 5 Themen, du machst jeweils 3 Unterthemen dazu. Thema 1: KI im Marketing, Thema 2: …”
Desktop-Detox: “Analysiere meinen Desktop-Ordner: Dateitypen, thematische Cluster, Dubletten/ähnliche Namen. Schlage eine saubere Struktur mit 5–8 Hauptordnern + Unterordnern vor (inkl. Benennungsregeln). Zeig mir erst den Plan. Nach OK: Lege die Ordner an und verschiebe die Dateien entsprechend. Erstelle desktop_cleanup_report.md mit “vorher/nachher” und “Rollback-Anleitung”.”
Für Fortgeschrittene:
Ordner auf Autopilot: Analysiere meinen Desktop ODER Downloads-Ordner. Schlage Automations-Regeln vor (z.B. PDFs -> Docs/Incoming, DMG -> Installers, Screenshots -> Images/Screenshots, …). Nach meinem OK: Lege die Zielordner an, sortiere den Bestand, und schreibe downloads_rules.md (Regeln + Beispiel). Optional: Erstelle eine Mac Automator Quick Action oder einen Cronjob/Task Scheduler Plan.
Personalisierte Skill-Vorschläge: “Hilf mir, wiederkehrende Aufgaben zu identifizieren und darauf basierend Skills vorzuschlagen, die mir Zeit sparen. Für jeden Skill: Name, Zweck, Input, Output, Risiken, Test-Case. Analysiere meine letzten Chat-Sessions (falls verfügbar) oder sag mir, wir ich dir meinen Chat-Export/Logs zur Verfügung stellen kann. Nach meinem OK: Erstelle die Skill-Ordner + SKILL.md und schlage einen 5-Minuten-Test pro Skill vor.”
Session-Protokoll: “Erstelle einen Skill und ein Command, um nach jeder Chat-Session automatisch ein kurzes Protokoll zu schreiben: Ziel, erledigt, offene Punkte, nächste Schritte, wichtige Pfade/Dateien. Speichere das in meinem Arbeitsverzeichnis in logs/sessions/YYYY-MM-DD.md. Erkläre mir, wie ich den Skill nutzen kann und zeige mir erst die Struktur, dann erstellen.”
Tool Leverage: “Prüfe, welche Programme auf meinem Rechner installiert sind und schlage mir 5 lokale Workflows vor, die ich mit Claude automatisieren kann.”
MCP-Radar: “Frag mich zuerst, welche Tools ich nutze und welche wiederkehrenden Aufgaben mich am meisten nerven. Schlage mir dann MCP-Setups vor und zeige Nutzen, Risiko und Testplan.”
Arbeits-Home Screen: “Erstelle mir ein persönliches Dashboard mit Task-Verwaltung für den Browser. Heute-Fokus, offene Aufgaben aus To-Do-Scans, zuletzt geänderte Dateien, wichtigste Projekte, Quick Links (Ordner/Docs), Notizen, … Das Ganze soll markdown-basiert sein. Erstelle mir passende Dateien mit für mich relevanten Inhalten. Aktualisiere es beim Start der Session. Wenn nötig, frag mich nach Projekten, Prioritäten, etc., bevor du es baust.”
Baue mir ein Side-Business-Experiment: “Entwickle eine Web- oder Software-Startup-Idee, mit der ich 1.000 Euro pro Monat auf Autopilot verdienen kann, und übernimm dabei die komplette Arbeit. Du sollst die Idee nicht nur generieren, sondern auch umsetzen. Ich möchte praktisch nichts tun müssen, außer einmal ein Programm auszuführen, das du mir gibst. Es soll keinerlei Programmierkenntnisse meinerseits erfordern - also stell sicher, dass alles zuverlässig funktioniert.”
ℹ️ Takeaway: Denke in Aufgaben, nicht in Befehlen. Der Rest ist Konversation mit Konsequenzen.
Praxisbeispiele: AI-Automation im echten Leben
Solche Prompts sind natürlich nur der Anfang von größeren Projekten. Wie sieht es aus, wenn man Claude Code wirklich in der Praxis einsetzt?

Hier ein paar inspirierende Fälle aus unserer Praxis, die zeigen, was möglich ist (wir arbeiten das gerade für unsere Community als Videos auf):
Markdown Knowledge Base + Q&A: Viele von uns sammeln Wissen in wüsten Ordnerstrukturen. Mit Claude Code erweckst du es zum Leben.
Beispiel: Du fragst "Welche Themen tauchen in meinen Meeting-Notizen immer wieder auf?" Claude durchsucht alle Dateien und erstellt eine Liste. Im Web-Chat sehr umständlich, im Terminal mit einem Prompt machbar.
Und mit der CLAUDE.md-Datei steuerst du, welcher Kontext immer dabei sein soll (z.B. „Beachte unsere Firmenrichtlinien"). Knowledge Management at its best, lokal und sicher.
Content Pipeline mit Obsidian & Claude: Stell dir vor, du schreibst einen Blog, Newsletter, Buch, whatever. Du sammelst Ideen in Obsidian als Markdown-Dateien. Normalerweise: alles durchgehen, strukturieren, Highlights rauspicken.
Bei uns läuft das automatisch: Browser-Erweiterung klicken → Seite wird als Markdown gespeichert → Claude erstellt Zusammenfassung und verschiebt die Datei an die passende Stelle. Mehrere Notizen zum gleichen Thema? Claude verlinkt sie automatisch. Deine Wissensbasis arbeitet für dich, ein echtes Second Brain!
E-Mail-Verarbeitung deluxe: E-Mails sind Fluch und Segen. Mit Claude Code + MCP kannst du Mails automatisch kategorisieren, priorisieren und in Markdown-Listen schreiben lassen (Stichwort: relevanten Kontext aufbauen). Ein autonomer Agent kann stündlich deinen Posteingang checken, Spam filtern, wichtige Mails taggen und auf Wunsch auch gleich Antwort-Entwürfe erstellen.
Oder: Du kommst aus dem Meeting, öffnest dein Postfach, schaust über das automatisch vorbereitete Protokoll mit TODOs und klickst nur noch auf Senden. Das Setup braucht etwas Konfiguration, aber ist absolut machbar.
Wir könnten noch Dutzende Beispiele aufführen. Wichtig ist: Das sind keine Demos mehr. Das ist unser Arbeitsalltag! Die einzigen Grenzen? Deine Vorstellungskraft.
ℹ️ Takeaway: Knowledge Base, Content-Pipeline, E-Mail-Automation – das ist produktiver Alltag, keine Demo.
Safety First: Wie Claude Code dich schützt (und du ihn zähmst)
Eine Frage, die bei solchen Themen sofort im Hinterkopf auftaucht: “Aber die AI kann ja meine Dateien ansehen, löschen oder sogar Code ausführen - ist das sicher?” Das ist ein berechtigter Punkt, aber es gibt mehrere Ebenen von Sicherheit.

Schauen wir uns diese im Detail an:
Ordner-Sandbox: Claude Code operiert nur im Startordner (und Unterordnern). Dein Systemverzeichnis bleibt tabu, solange du nicht explizit dorthin navigierst. Tipp: Lege für Experimente einen eigenen Projektordner an.
Approval-Prompts: Von Haus aus fragt Claude immer um Erlaubnis, bevor es Dateien ändert oder Befehle ausführt. Du gibst per y (yes) oder n (no) deine Zustimmung. Das nervt manchmal, ist aber ein vitales Sicherheitsnetz. Fortgeschrittene nutzen den Auto-Approve "YOLO"-Modus (You Only Live Once), aber das will gelernt sein.
Rewind-Funktion: Die eingebaute Zeitmaschine! Claude legt Checkpoints an, bevor es Dateien ändert. Mit /rewind (oder doppelt Esc) spulst du zurück. Die AI-Änderungen an deinen Dateien werden nachverfolgt und versioniert. Hinweis: Bash-Kommando-Änderungen werden NICHT getrackt! Wir haben Claude angewiesen immer ein Sicherheitskopie von allem zu machen.
GitHub-Backups: Git ist deine Zeitmaschine für Dateien – du speicherst "Schnappschüsse" (Commits) und springst bei Bedarf zurück. GitHub.com ist die Cloud-Version fürs Backup, aber Git funktioniert auch komplett offline, falls deine Daten den Rechner nie verlassen sollen. In beiden Fällen kann Claude das für dich managen: Branches anlegen, committen, pushen. Wir nutzen es so: Persönliche Config lokal, Vibe-Coding-Projekte in privaten Online-Repos.
Klare Grenzen durch Skills/Tools: Du entscheidest, was zugelassen ist. Gmail nur lesend? Kein Problem. Kein Internet-Zugriff ohne Web-Search-Skill? Standard. Claude zieht keine Daten, die es nicht soll.
Anthropic's AI-Constitution: Im Hintergrund gelten die Sicherheitsprinzipien von Anthropic (Constitutional AI). Claude wird keine gefährlichen Aktionen vorschlagen, und das ist gut so.
Summa summarum: Claude Code CLI ist mächtig, aber nicht unkontrollierbar.
Mit Bestätigungsfragen und Rewind hat man ein gutes Gefühl von “Ich hab den Finger auf dem roten Knopf”. Natürlich, ein gesundes Maß an Aufmerksamkeit schadet nie – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser …
Jetzt, wo wir wissen, was Claude Web, Desktop und Claude Code draufhaben, fragst du dich vielleicht: Für wen eignet sich was? Und vor allem, was bringt mir als tech-affiner Office Worker, Content Creator, Consultant oder Automatisierer der CLI-Zugang konkret?
ℹ️ Takeaway: Claude fragt um Erlaubnis, mit /rewind spulst du zurück.
Claude vs. Codex vs. Gemini: Was können die anderen und was geht ohne Abo?
Claude ist nicht der einzige Assistent im Terminal. Sowohl OpenAI als auch Google haben nachgezogen. Und alle drei sind sich vom Konzept her extrem ähnlich - jeder hat einfach seine eigene Persönlichkeit mit bestimmten Ausprägungen.

OpenAI Codex CLI: Der Bruder von Claude Code. Open-source, arbeitet mit GPT-Modellen, kann Dateien lesen/ändern/ausführen. Wir nutzen beide parallel. Der Vorteil: In ChatGPT Plus/Pro enthalten, kein extra Abo nötig.
Wenn du ohnehin einen bezahlten ChatGPT Account hast und einfach mal testen willst, ist das der günstigste Einstieg.
Die Installation ist simpel, danach einfach im Terminal “codex” eingeben.
npm i -g @openai/codexGoogle Gemini CLI: Google haut auf den Putz: bis zu 1 Million Tokens Kontext!
Du kannst mit einem Google-Konto loslegen und hast ein gewisses Freikontingent. Das senkt die Hürde enorm - es ist nicht mal eine Kreditkarte nötig, um mal AI im Terminal zu erleben. Einziger Haken: Prompts können fürs Training genutzt werden (opt-out möglich).
Nach der Installation startest du es mit “gemini”.
npm install -g @google/gemini-cliHinweis: Für Codex und Gemini CLI brauchst du Node.js. Falls das noch nicht installiert installiert ist, einfach auf nodejs.org die LTS-Version runterladen und installieren.
Die Entscheidung ist simpel: Was hast du bereits? Claude Pro/Max ab 20$/Monat, ChatGPT Plus 20$/Monat, Gemini kostenlos zum Testen. Alle drei wollen dasselbe: dich produktiver machen.
Nützliche Links, Ressourcen & Community
Du bist angefixt und willst tiefer eintauchen? Dann komm zu uns in die AI Automation Experts-Community oder tauche in die folgenden Ressourcen ein:
Offizielle Dokus & Repos: Lies die Claude Code Doku für einen Überblick und die Details zu Befehlen, Hooks, etc. Der Quellcode selbst liegt auf GitHub. Das ist spannend, wenn du mal unter die Haube schauen willst. Ähnlich gibt es die OpenAI Codex CLI Doku und das Codex GitHub-Repo (für die Techies).
Awesome Claude: Die Claude Community ist super aktiv. Schau mal auf awesomeclaude.ai vorbei. Das ist eine kuratierte Ressourcen-Sammlung mit Guides, Skills, Agents & Co. Dort findest du z.B. Skills Listen mit hunderten fertigen Skills (von PDF-Analyse bis Twitter-Bot) und Agents, um dein Terminal schnell aufzurüsten.
Anthropic Discord & Foren: Anthropic hostet einen offiziellen Entwickler-Discord. Hier tauschen sich Claude-Code-Nutzer aus, helfen bei Problemen, teilen coole Projekte. Auch Reddit hat ein aktives r/ClaudeCode, wo wir einige Einblicke gezogen haben.
YouTube & Blogs: Es gibt tolle Video-Tutorials, z.B. von Anthropic selbst (Claude Code Video Tutorials) und von vielen Nutzern, die Tricks wie Plan Mode oder Thinking Levels erklären. Natürlich sind auch wir dabei, für unsere AI Automation Community Erfahrungen und Tipps strukturiert aufzubereiten.
Unser Take: Mit Claude Code wird 2026 zu deinem Jahr!
Zum Schluss möchten wir betonen: Es sind spannende Zeiten, liebe AInauten! Was vor kurzem noch nach Sci-Fi klang, also ein AI-Assistent, der wirklich auf unserem Rechner mitwerkelt, ist nun Realität. Und es entwickelt sich rasant weiter.
Heute organisieren wir Notizen und Code mit Claude; morgen managen diese Agenten unseren halben Workflow, während wir mehr Zeit für kreative Arbeit haben. Wichtig ist, die Kontrolle und Verantwortung bleibt bei uns - und es fühlt sich wirklich an, als würden wir mit der AI zusammen an einem Strick ziehen und mit Siebenmeilen-Stiefeln davonrennen.
Die Möglichkeiten sind schlicht unglaublich (oder um es in AInauten-Manier zu sagen: krass geil 😜). Du kennst uns: Wir hypen nicht um des Hypes willen. Aber seit dem ChatGPT-Launch gab es für uns nichts Vergleichbares, das uns so begeistert hat.
Claude Web ist nett für den Einstieg, Claude Desktop bequem für den Alltag, aber Claude Code im Terminal rockt! Es lohnt sich, den Schritt zu wagen, auch wenn’s erstmal ungewohnt ist.
Und wir möchten nicht, dass du das Thema auf die lange Bank schiebst, sondern jetzt loslegst. Du verschaffst dir damit einen echten Vorsprung.
In diesem Sinne: Probier es aus, bastel, hab keine Angst vorm Terminal. Deine AI-Werkstatt wartet schon. Viel Spaß, und bis zum nächsten Rabbit Hole! 🚀
Bis bald,
Reto & Fabian von den AInauten
ℹ️ Takeaway: Terminal-AI ist kein Hype, sondern next-level Produktivitäts-Boost. Starte heute, lerne unterwegs.

… und wenn es dir gefallen hat, darfst du es auch gerne weiterleiten. 🫶

