Moin AInauten,

Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters.

Kurz vorweg zwei Anthropic-News, dann lassen wir dich in Ruhe (Montag war ja schon voll damit):

  1. Wenn du das liest, sollte Fable 5 wieder verfügbar sein. Yay!

  2. Claude Sonnet 5 ist da und liegt bei Knowledge Work fast auf Opus-Niveau.

Heißt für dich: Für den Großteil deiner Alltagsarbeit mit Claude Cowork & Co. reicht ab jetzt Sonnet. Wir haben es getestet und es funktioniert wirklich gut, und gerade wer nur die 20 Euro im Monat bezahlt, kann dadurch deutlich mehr mit Claude arbeiten.

Jetzt aber rein zu den Themen heute. Erst viel, viel Praxis zum Ausprobieren, einen kostenlosen Skill gibt es auch noch dazu, und zum Abschluss ein gesellschaftliches Thema.

Hier die Themen im Detail:

  • 🎨 Großartige AI Videos, Avatare und mehr mit diesem Tool

  • 🔮 Ein cooler Weg mit AI die richtigen Entscheidungen zu treffen (+ gratis Skill)

  • 😿 Geht das goldene AI-Zeitfenster für Berater & Agenturen zu?

Los geht's!

🎨 Großartige AI-Videos, Avatare und mehr mit diesem Tool

Falls du in unserer Community bist, hast du es letzte Woche schon mitbekommen. Wir beschäftigen uns gerade wieder einmal tief mit AI-Videos.

Hier tut sich im Moment so viel, dass es sich lohnt wieder reinzuschauen und auch einiges zu testen.

Da wollen wir natürlich alle AINAUTEN mitnehmen. Letzte Woche sind wir wieder einmal tief in das Tool Higgsfield eingetaucht.

Es ist eins der mächtigsten Video-Tools am Markt, weil es nicht nur ein Modell ist, sondern eine komplette Plattform, über die du auf quasi alle relevanten Modelle zugreifen kannst.

Das Team dahinter ist unglaublich schnell, agil und kreativ. Laufend kommen neue Features raus und wir wollen dich in dem Beitrag vielleicht einmal inspirieren, es selbst zu testen.

Das Ganze ist natürlich viel zu umfangreich für den Newsletter, deshalb haben wir auch noch einen kompletten Deep Dive zu Higgsfield dazu geschrieben.

Der Supercomputer: ein ganzes Kreativ-Team im Chat

Am schnellsten und einfachsten sieht man, wie mächtig Higgsfield sein kann, an einem Feature: dem Higgsfield Supercomputer.

Der Supercomputer ist im Prinzip der ultimative kreative Agent. Er kann von A bis Z alles entwickeln. Basierend auf einem simplen Prompt.

Du tippst z.B. ein Briefing in normaler Sprache ein ("Mach mir eine Kampagne für Produkt X").

Der Supercomputer plant die Schritte selbst, wählt die passenden Modelle, lässt mehrere Teilaufgaben parallel laufen und liefert am Ende fertige Assets.

Wie du oben siehst, haben wir gesagt:

  • Mach bitte einen 30 Sekunden UGC Spot für ein Vitamin C Serum

  • Starte davor bitte, indem du 3 Referenzbilder des Produktes erstellst

  • Einen UGC Charakter erstellst (Sophie)

  • Mach dann alles zu einem coolen TikTok Video mit Voiceover, Subtitles etc.

Daraufhin läuft der Supercomputer los und erstellt alle Assets. Von Character, Product, Product Shots, Skript für das UGC-Video und das Video selbst.

Erster Versuch, unglaubliche Qualität. Kinderleicht umzusetzen...

Das zeigt, was Higgsfield alles kann.

Egal ob du für dein Produkt ein Fotoshooting oder Produktbilder für den Online-Shop machen willst oder dir einen eigenen AI-Avatar erstellen willst, der immer gleich aussieht und aus dem du sogar UGC-Videos machen kannst.

Alles und mehr ist auf Higgsfield möglich.

Oben siehst du einmal ein paar Elemente von unserem neuen AINAUTEN Avatar Nik und auch ein paar Product Shots, mit denen wir gerade spielen.

Letzter genialer Punkt: Higgsfield hat einen MCP bzw. eine CLI, und du kannst das Tool somit bequem mit Claude, Codex etc. verbinden und dir die Sachen erstellen lassen.

So legst du los & unser Take

Am besten startest du direkt mit dem Higgsfield Supercomputer.

Einfach Account erstellen, Plan auswählen und per Chat rumspielen. Dank neuem Sonnet 5-Modell ist der jetzt auch schneller und billiger.

Wichtige Downsides:

Wie jedes Tool ist auch Higgsfield weit weg von perfekt.

  • Alles was mit Video zu tun hat, ist einfach teuer. 50 Euro im Monat hat man schnell weg.

  • Deutsche Sprache in den Videos funktioniert so semi.

  • Englisch ist perfekt, hoffentlich deutsch auch bald.

Trotzdem ist es ein super cooles Tool, mit Unmengen kreativer Vorlagen und mächtigen Features. Wie gesagt, mehr dazu inkl. kurzem Video-Walkthrough in unserer Community.

Nächste Woche machen wir dann weiter mit weiteren Möglichkeiten in Sachen AI Video. Hier lernen wir gerade selber extrem viel Neues und teilen es schon bald.

🔮 Ein cooler Weg mit AI die richtigen Entscheidungen zu treffen (+ gratis Skill)

Wenn du uns schon länger liest, weißt du, wir lieben es, mit AI Strategien zu machen und uns coachen zu lassen.

Hierzu übertragen wir super gerne Konzepte, für die es früher teure Trainer, Coaches und einen ganzen Tag Teamworkshop gebraucht hätte.

Heute also ein weiterer in der Reihe (LLM Council und Multi-Persona Panel von uns kennst du ja wahrscheinlich schon).

Hier also das Setting: Du hast einen Plan, fragst deine AI "ist das gut?", und sie findet zehn Gründe, warum es großartig wird.

Du fühlst dich bestätigt, legst los, und Wochen später fliegt dir genau das um die Ohren, was rückblickend offensichtlich war.

Das liegt daran, dass Sprachmodelle dir standardmäßig zustimmen. Sie wollen dich glücklich machen.

Der heutige Praxis-Hack umgeht dieses Problem.

Wir nutzen dafür eine bewährte alte Technik: Das Premortem.

Statt hinterher zu fragen "Was ist schiefgelaufen?", drehst du die Zeit vor: "Es ist ein Jahr später. Der Plan ist gescheitert. Erzähl mir, wie er gestorben ist."

Dieser eine Satz macht den Unterschied.

Die AI hört auf, deinen Plan schönzureden, und beschreibt jeden Weg, auf dem er auseinanderfällt.

Mit Ausfallgeschichte, versteckter Annahme und den Frühwarnzeichen, auf die du achten solltest usw.

Das ist keine Spielerei. Die Methode kommt von Gary Klein, veröffentlicht in der Harvard Business Review. Kahneman (Nobelpreis, "Schnelles Denken, langsames Denken") nannte sie seine wertvollste Entscheidungstechnik.

Wir haben sie inzwischen für zwei strategische Ausrichtungs-Entscheidungen der AInauten benutzt, und sie hat uns blinde Flecken gezeigt, die wir sonst übersehen hätten.

Ob wir bzw. die AI richtig lagen, sehen wir in ein paar Monaten. ;)

So funktioniert es:

Damit du es sofort umsetzen kannst, haben wir ein komplettes Setup für dich fertig gemacht.

In unserem Stil und einen Tick schärfer als die Versionen, die gerade rumgehen: mit einem "was haben wir übersehen?"-Gegencheck und klaren Kill-Kriterien.

Bekommst du hier kostenlos zum Runterladen:

Im Download sind zwei Varianten. Eine für Claude Code & Co. als Skill, die dir einen fertigen Report als Datei baut.

Und eine zum Reinkopieren für Chatbots. Nimm die, die zu dir passt.

Großartig sind solche Skills natürlich, wenn du schon ein Second Brain hast, weil die Maschine dann immer alles an Kontext hat und mit einbeziehen kann.

Viel Spaß und schick uns gerne deine Erfahrungen.

😿 Geht das goldene AI-Zeitfenster für Berater & Agenturen zu?

Kommen wir zum Abschluss noch zu einem Thema, das gerade viele Berater, Dienstleister und Agenturen umtreibt.

Der alte Deal in der Dienstleistung war simpel: Kluge Leute stecken Stunden in schwierige Probleme, und der Kunde zahlt für diese Stunden.

Die letzten Monate waren für viele wirklich goldene Zeiten:

  • Die AI Tools rund um Claude Cowork & Codex wurden richtig nützlich

  • Dadurch war die Arbeit um ein x-Faches schneller erledigt

  • Die Kunden waren aber nach wie vor bereit, alte Stundenmengen zu bezahlen

Das Ganze ändert sich jetzt mehr und mehr.

Das Wall Street Journal schreibt, dass die großen Beratungen weg von der Stundenabrechnung wollen, weil AI viel Arbeit schneller und billiger macht.

Nein, sie wollen natürlich nicht. Sie müssen. Die Kunden wissen, dass alles leichter geworden ist, und wollen es deshalb billiger. ;)

Die abrechenbare Stunde bestraft die Schnellen. Wer effizienter wird, kann weniger Wert abrechnen.

Die großen Beratungen merken es auch schon und bauen um:

  • Deloitte hat den eigenen Beratern eine Kurve gezeigt, nach der klassische, stundenbasierte Beratung bis 2035 als Marktanteil stark schrumpft.

  • Bei McKinsey hängt schon über ein Viertel der weltweiten Honorare am Ergebnis statt an Stunden. "We're doing more performance-based arrangements with our clients", sagt der UK-Chef.

  • Fast alle testen gerade Festpreise pro Projekt oder ergebnisabhängige Modelle.

Was also tun?

Der kurzfristige Weg für alle Dienstleister ist wohl weg von der Stundenabrechnung, hin zu Festpreis-Paketen mit klar definierten Zielen und Ergebnissen.

Oder in einigen Fällen können auch 100 % Performance-orientierte Deals Sinn machen.

Wir machen in unseren Performance Marketing Kampagnen z.B. immer Performance Deals. CPL, CPA, also die Kunden bezahlen pro Kundenanfrage oder pro Verkauf.

Wir gehen voll ins Risiko. Im Online Marketing geht das, aber natürlich nicht überall.

Gleichzeitig haben 100 % erfolgsabhängige Deals auch oft Schwächen, wenn sie falsch gemessen werden.

Unser Take

Es ist wie immer eine Frage der Incentives.

  • Die abrechenbare Stunde bestraft die Schnellen. Wer effizienter wird, kann weniger Wert abrechnen.

  • "Wir zahlen pro geschlossenem Ticket" belohnt Tempo und lädt zu Abstrichen bei der Qualität ein.

Fakt ist, das Zeitfenster der genialen Arbitrage geht zu. Berater, Dienstleister und Agenturen müssen sich anpassen.

Wir glauben aber, dass es positiv ist. Wenn alle Beteiligten maximal incentiviert sind, Projekte erfolgreich zu machen, ist das sinnvoll.

Aber es wird auch für alle komplexer.

Wenn Dienstleister mehr ins Risiko gehen, kann es aber auch dazu führen, dass die Margen deutlich steigen.

(Deshalb machen wir seit über 10 Jahren bei unseren Performance Marketing Kampagnen 100 % Performance-basiert, weil es sich unterm Strich rechnet, ins Risiko zu gehen.)

So, das war's für heute. Wie immer hoffen wir, es war etwas dabei, das dich weiterbringt.

Bis nächste Woche.

Reto & Fabian von den AInauten

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