Moin AInauten,

Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters!

Kaputte Wochen sind manchmal erstaunlich ergiebig.

Bei uns: 32 Prozent Agenten-Budget verfallen, eine falsch gehende Uhr und Konzerttickets, an die wir plötzlich nicht mehr rankamen.

Am Ende hatten wir drei Lösungen und eine neue Ausgabe für dich: Restbudget sinnvoll nutzen, Geräte mit ChatGPT Work steuern und bessere Aufträge für autonomere Agents bauen.

Das haben wir heute für dich im Gepäck:

  • 🃏 Die Joker-Liste für dein Restbudget

  • 📲 So steuert dein Agent echte Geräte (…und hat unseren Abend gerettet)

  • 🤖 Agents sind bereit. Wir oft noch nicht.

Und falls du bei „Agents“ innerlich schon aussteigst: Gemeint sind Programme wie ChatGPT Work oder Claude Cowork, die eine Aufgabe nicht nur beantworten, sondern in mehreren Schritten für dich erledigen.

Los geht’s!

🃏 Die Joker-Liste für dein Restbudget

32 Prozent. So viel Wochenbudget hatten wir letztes Mal noch übrig, als der Reset kam und alles auf voll zurücksprang.

Fast ein Drittel. Nicht gespart. Nicht mitgenommen. Einfach zurückgesetzt. Das nervt!

Wer mit ChatGPT Work/Codex oder Claude Cowork/Code in der Desktop-App arbeitet, kennt die Nutzungsanzeige. Je nach Plan gelten Zeitfenster und Wochenlimits, die regelmäßig zurückgesetzt werden.

Das Kontingent kann weg sein, bevor du fertig bist. Oder du bist fertig und hast noch überraschend viel davon übrig.

Also haben wir überlegt, welche Arbeit wir kurz vor dem Reset noch sinnvoll erledigen lassen können.

Dazu kursiert gerade eine Ideenliste im Netz, die vor allem eine Frage stellt: Womit verbrenne ich den Rest? Dem sagt man auch “Tokenmaxxing”.

Halbe 3D-Games, Bilderserien, parallele Agentenschwärme. Nett, aber da liegt mehr drin.

Wir wollen lieber Arbeit erledigen, die sonst wieder eine Woche herumliegt. Deshalb haben wir uns die Joker-Liste ausgedacht!

Joker, die fast jeder brauchen kann

Die besten Joker sind unspektakulär. Genau deshalb bleiben sie liegen.

  • Projektfriedhof durchleuchten: Durchsuche einen ausgewählten Arbeitsordner nach halbfertigen Ideen, widersprüchlichen Versionen und Projekten ohne nächsten Schritt. Ergebnis: projektfriedhof.md mit Fundstellen, sicheren Vorschlägen und einem kleinen Aufräumplan. Sicherheit: nichts löschen oder verschieben.

  • Meeting-Schulden eintreiben: Geh einen Monat Protokolle und Transkripte durch. Sammle Zusagen, offene Punkte und Entscheidungen, die nirgends sauber festgehalten wurden. Ergebnis: offene-punkte-monat.md. Sicherheit: Unklares bleibt als ungeklärt markiert.

  • Agent-Pack schnüren: Finde in deinen Unterlagen Dinge, die du mehrfach ähnlich gelöst oder erklärt hast. Aus drei davon werden drei kleine Agents in agent-pack/ – als Checkliste, Vorlage oder Prompt. Jeder bekommt erlaubte Inputs, Stop-Regeln, Ergebnisformat und Testmaterial.

  • Second Brain anlegen: Aus freigegebenen Chats, Notizen und Projektordnern entsteht second-brain-YYYY-MM-DD/ mit Index, Strukturkarte, Vorlagen und Herkunftslinks. Als Test muss das Paket eine echte Frage aus deinem eigenen Material beantworten.

  • Content zweites Leben geben: Prüfe vorhandene Artikel, Präsentationen, Videos oder Newsletter. Finde starke Inhalte, die veraltet, schlecht verteilt oder für ein anderes Format geeignet sind. Ergebnis: content-recycling-plan.md. Sicherheit: nichts veröffentlichen oder umschreiben.

Der Prompt, der deine eigene Liste baut

Natürlich passen nicht alle Beispiele zu dir. Die wirklich guten Einträge liegen bei dir auf der Festplatte, und der Agent findet sie schneller als du.

Mit unserem ausführlichen AInauten-Joker-Listen-Prompt kannst du das System an deine Projekte, Ordner und Arbeitsweise anpassen.

Falls du zuerst reinschnuppern willst, nimm diese abgespeckte Version:

Bau mir eine Joker-Liste mit Aufgaben, die ich mit übrigem Wochenbudget unbeaufsichtigt laufen lassen kann. 

Geh dafür durch, was du über mich weißt: Projekte, Ordner, offene Threads, wiederkehrende Aufgaben, Notizen, installierte Tools. Die Beispiele unten sind nur Muster für Flughöhe und Formulierung, nicht für den Inhalt. 

Gib mir 15 für mich passende Vorschläge, jeweils mit erwartetem Ergebnis, geschätzter Laufzeit, benötigten Rechten (nur lesen, schreiben, Netz) und dem, was schiefgehen kann. Sortiere nach Nutzen pro Laufzeit und schreib alles nach joker.md.

[Hier die Beispiele von oben einfügen]

Damit die Liste nicht wieder einschläft

Eine Liste, die du von Hand pflegen musst, ist nach zwei Wochen tot. Der Trick ist, das Sammeln dem Agenten zu überlassen, der ohnehin dabei ist, wenn die Ideen entstehen.

Unser langes Joker-Prompt hilft dir deshalb beim Setup von drei getrennten Bausteinen: joker.md, einem optionalen Block für deine Custom Instructions und einem wiederkehrenden Vorschlags-Task. Erst nach deiner ausdrücklichen Freigabe richtet der Agent die gewählten Teile ein.

Die Custom Instructions erkennen während normaler Arbeit neue Kandidaten, können aber nicht zeitbasiert aufwachen. Dafür eignet sich zum Beispiel ein Task am Samstag um 08:00 Uhr (bei Claude Code sind das Routines, bei Codex heißen sie Automations). Der Task aktualisiert und sortiert die Liste. Welchen Joker du startest, entscheidest weiterhin du.

Für Coder ist auch Vox' täglicher Report interessant: sichere Nachtaufgaben finden und prüfen, aber weder Code noch Agenten automatisch starten.

Unser Take: Restbudget soll Altlasten in Entscheidungen verwandeln

Es geht ja nicht darum, möglichst viele Tokens zu verbrauchen. Dein Restbudget sollte vernachlässigte Arbeit in eine Datei verwandeln, mit der du am nächsten Morgen weiterkommst. Ein Agent, der drei Stunden arbeitet und nichts hinterlässt, hat versagt.

Lass längere Aufgaben außerdem laufend Zwischenergebnisse speichern. Wenn ein Lauf wegen des Limits abbricht, sollte nicht die komplette Arbeit verschwinden.

Nach dem Reset liegt im besten Fall ein getestetes Paket da, das du in der nächsten Woche wiederverwenden kannst.

Die Joker-Liste ist der Anfang. Wenn du Agents und Automationen bauen willst, die dir im Alltag wirklich Arbeit abnehmen, komm in die AI AUTOMATION EXPERT Community. Dort bekommst du konkrete Trainings, erprobte Use Cases und direkte Hilfe beim Umsetzen.

P.S. Und wenn dir diese Ideen nicht reichen, liegen in unserer Prompt-Datenbank 117 weitere Prompts, die du durchtesten kannst.

📲 So steuert dein Agent echte Geräte (…und hat unseren Abend gerettet)

Auf unserem Tisch steht ein kleines Gerät, das die Luftqualität misst. Läuft.

Einziges Problem: die Uhrzeit stimmt nicht!

Nach etwas Rumklicken am Display war klar: Dort läßt sie sich nicht umstellen.

Also haben wir das Gerät an den Mac gestöpselt und ChatGPT Work gefragt.

Ergebnis: USB lädt bei diesem Modell nur. Der eigentliche Bedienweg führt über die Temtop-App und Bluetooth. Nachdem wir das Kabel ans Google-Pixel-Smartphone umgesteckt und den Zugriff freigegeben hatten, hat ChatGPT Work die App installiert und zwei Klicks später ging die Uhr richtig.

Very nice!

Genau dabei kann ein Agent helfen. Er sucht die Brücke, über die ein Gerät oder Programm bedienbar ist: - Hersteller-App, Bluetooth, Kommandozeile, ADB, API, MCP ... und wie diese Schnittstellen alle heißen.

Wir haben dafür inzwischen einen dauerhaften Thread in ChatGPT Work. Festplatte aufräumen, VLC-Einstellung in der Video-App anpassen, Monitorprofile einrichten ... Der Thread kennt die Kiste auf jeden Fall besser als wir. 😁

Du kannst sogar deine WLAN-Abdeckung analysieren und optimieren lassen. In diesem Beispiel nutzt der Agent den /goal-Befehl, damit das Ergebnis und die Abnahmekriterien über den gesamten Lauf erhalten bleiben

Computer Use in ChatGPT Work / Codex kann deinen freigegebenen Screen bedienen, über mehrere Apps arbeiten und für App-Zugriff sowie weitere sensible Schritte nachfragen.

Claude Cowork arbeitet ebenfalls mit ausgewählten Ordnern, Tools und Bildschirmzugriffen.

Falls du gerade kein widerspenstiges Gerät herumliegen hast, kannst du ChatGPT Work auch deinen Computer untersuchen lassen.

Dafür haben wir unseren System-Hausmeister-Prompt gebaut.

Für ein konkretes Geräteproblem reicht oft schon dieser Start:

Ich möchte dieses Problem lösen: 
[Gerät/Software und konkretes Problem].

Finde heraus, über welche bedienbare Brücke die Lösung erreichbar ist: Hersteller-App, Bluetooth, USB-Datenverbindung, Treiber, ADB, Kommandozeile, API, MCP, ...

Prüfe, was über das angeschlossene Gerät gemacht werden kann. Bediene nur Apps und Oberflächen, für die ich die Freigabe erteile.

Halte vor Änderungen an Firmware, Zurücksetzen, Konten, Berechtigungen oder Daten an und frage mich. Wenn keine steuerbare Brücke existiert, sag es direkt und nenne den nächsten manuellen Schritt.

Gestern kam nämlich direkt der nächste Fall - und der war der eigentliche Abendretter: Die AXS-App mit all unseren Event-Tickets ließ uns auf dem Handy einfach nicht mehr rein 😱. Weder die App noch der mobile Browser funktionierten. Auf dem Desktop klappte der Login dagegen.

Dahinter steckten gleich zwei ineinandergreifende Probleme mit Passkey- und Passwortanmeldung.

Ganz ehrlich: Allein wären wir NIE im Leben darauf gekommen.

ChatGPT Work fand das Problem und fixte es. Tickets wieder da. Abend gerettet, Party on!

Unser Take: Such zuerst den Bedienweg

In beiden Fällen war das eigentliche Problem nicht das Gerät, sondern die Frage, über welchen Weg man überhaupt drankommt und was der gewünschte Sollzustand ist.

Genau da ist ein Agent stark: Er erspart dir die Suche nach der richtigen App, Einstellung oder Verbindung – und zwar bevor du Stunden in Support-Foren versenkt hast.

🤖 Agents sind bereit. Wir oft noch nicht.

Die Modelle sind stark. ChatGPT Work und Claude Code können stundenlang arbeiten. Überall entstehen Agentenplattformen.

Diese Woche hingen im selben New Yorker Subway-Wagen drei Anzeigen von drei verschiedenen Firmen. Alle drei warben mit Agents.

Das Thema ist im Mainstream angekommen. Quizfrage: Warum läßt der große Durchbruch im Arbeitsalltag trotzdem auf sich warten?

Wir finden das wenig überraschend.

Wir waren selbst lange bequem im Chat-Hamsterrad unterwegs. Aufgabe rein, Entwurf raus, Korrekturen hinterher. Das funktioniert erstaunlich gut, weil wir Menschen den fehlenden Kontext festhalten und jede falsche Abbiegung sofort reparieren.

Bei einem Agenten klappt das schlechter. Er arbeitet länger allein, benutzt Tools und trifft mehr kleine Entscheidungen. Damit wird aus Prompting plötzlich Arbeitsorganisation.

Der wichtigste Grund, warum Agents trotz reifer Technik noch nicht breit angekommen sind, ist ziemlich unsexy und keine technische Schwäche:

Agenten zu führen ähnelt dem Delegieren an Mitarbeiter. Und ziemlich viele Menschen sind darin so semi.

Microsofts Work Trend Index 2026 unterscheidet vier Arten der Zusammenarbeit mit AI: Fragen, Erkunden, gemeinsames Arbeiten und Delegieren. Fortgeschrittene Nutzer wissen, welcher Modus zu welcher Aufgabe passt.

In Microsofts Auswertung hängen Unternehmenskultur, Unterstützung durch Manager und passende Arbeitsweisen mehr als doppelt so stark mit dem berichteten AI-Nutzen zusammen wie individuelle Faktoren.

Gute Agents brauchen also nicht nur gute Prompts. Sie brauchen eine Umgebung, in der Ziel, Rechte und Qualitätsmaßstab geklärt sind.

Gleichzeitig bekommen Agents immer mehr Handlungsmacht.

In Australien sollte ein Agent seinen Nutzer auf der Warteliste eines Gym-Kurses weiter nach vorne bringen. Dafür fand er eine Lücke im Buchungssystem und stornierte die Reservierung einer anderen Person. ABC News hat den Fall rekonstruiert.

Der Agent war nicht böse. Er verfolgte sein Ziel erfinderisch und nahm eine Abkürzung, die für einen Menschen offensichtlich tabu gewesen wäre.

Wie viel automatisierter Traffic längst unterwegs ist, zeigt Cloudflare: Inzwischen sind mehr als 50 Prozent des von seinen Systemen beobachteten Internet-Traffics nichtmenschlich.

Nicht jeder Bot ist ein Agent. Sobald Software selbst handelt, reicht ein Ziel allein trotzdem nicht mehr.

Die Maschine verlässt den Chat. Genau deshalb reicht Prompting allein nicht mehr.

Unser Take: Gute Agents brauchen gute Auftraggeber

Wir können noch zehn Modellgenerationen abwarten. Ein schwammiger Auftrag bleibt ein schwammiger Auftrag.

Der große Agenten-Hebel liegt deshalb bei uns: klare Richtung, brauchbarer Kontext und eine Messlatte für „fertig“.

Mehr Autonomie ist dabei gerade die falsche Forderung. Ein Agent mit einem unklaren Ziel produziert nicht plötzlich bessere Arbeit. Er läuft nur selbstständiger in die falsche Richtung.

Geschafft! Bis zur nächsten Ausgabe.

Reto & Fabian von den AInauten

⭐⭐⭐⭐⭐

Die AInauten Journey: So können wir dir helfen!

Dein Ziel ist ein AI-Mitarbeiter, der für dich arbeitet – nicht noch ein Tool, das du bedienst. Der AI Automation Expert ist die Königsklasse bei den AInauten.

Viele bleiben beim Prompten stehen.

Wer wirklich Zeit zurückbekommt, baut sich einen digitalen Mitarbeiter auf: einen Kontext, der dein Unternehmen kennt, einen Workflow, der deine Routinearbeit übernimmt, und Agents, die Aufgaben selbstständig erledigen, während du dich um das Wichtige kümmerst.

Du lernst, deinen eigenen AI-Mitarbeiter aufzubauen und zu delegieren: Agents, die selbstständig recherchieren, Inhalte vorbereiten, E-Mails entwerfen und Systeme steuern – immer mit klarer Freigabe durch dich.

Dazu Vibe Coding, um dir eigene kleine Tools zu bauen, über 50 Use Cases aus echten Projekten zum Nachbauen, eine Community mit direktem Support, wenn du hängst, und Tool-Rabatte, die sich bei schnell rechnen. Und bei Fragen kriegst du immer Feedback und Lösungen aus der Praxis.

Der Unterschied zu einem normalen Kurs: Hier entsteht kein Wissen, das liegen bleibt, sondern ein Setup, das dir schon in den ersten Wochen Arbeit abnimmt – und mit dir wächst.