
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters.
Diese Woche dreht sich wieder fast alles um einen Shift, den wir schon eine Weile thematisieren: AI wird vom Werkzeug zum echten Assistenten.
Erst schauen wir auf neue Hardware dazu, dann auf spannende AI-Talks und am Ende auf die Frage, wo du selbst gerade stehst - inkl. unseres aktuellen Lieblings-AI-Agent.
Hier die Themen im Detail:
💻 Dein nächster Computer kann AI vollkommen lokal
🎙️ Du gehörst zu den Top 3% (Zwei AI-Vorträge, die du sehen solltest)
🪜 Wo stehst du auf der AI-Leiter? Und unser aktueller Lieblings-AI-Agent
Los geht's!
Diese Ausgabe wird dir präsentiert von:
💻 Dein nächster Computer ist kein Werkzeug mehr, sondern ein Mitarbeiter
Seit Wochen geht es bei uns um dasselbe Thema: AI hört auf, ein Tool zu sein, das du bedienst. Und wird mehr zu einem Mitarbeiter, den du führst.
Diese Woche kam auf der Microsoft Build die Hardware-Seite dazu.
Was passiert ist
Microsoft und NVIDIA haben gemeinsam eine neue Klasse Windows-PCs vorgestellt.
Die Idee: Statt für jede ernsthafte Aufgabe Cloud-Credits zu verbrennen, kann der Rechner lokal übernehmen. Also auf dem Gerät und nicht in der Cloud.
Lokale AI gibt es schon länger, aber wird jetzt langsam richtig mächtig. Damit du ein Gefühl für die Hausnummer bekommst: bis zu 1 Petaflop AI-Leistung, 128 GB Speicher, und damit lokal Modelle mit 120 Milliarden Parametern. Eine Menge Holz für ein Gerät auf deinem Schreibtisch.
Microsofts eigenes Flaggschiff dazu heißt Surface Laptop Ultra. Die Geräte kommen ab Herbst - auch von Dell, HP, Lenovo, ASUS und MSI.
Die aktuelle AI-Slotmachine
Cloud-AI (wie wir es alle aktuell nutzen) funktioniert gerade wie ein Casino.
Du wirfst für jedes Bild, jedes Video, jeden Agent-Task eine Münze nach. Mal zahlst du direkt, mal zahlt deine SaaS-App im Hintergrund. Bezahlt wird aber immer. Casino deshalb, weil es süchtig macht. 😄
Ist alles fein, weil wir bekommen schließlich auch etwas im Gegenzug.
Lokale AI dreht das um. Die Intelligenz läuft auf einem Gerät, das dir gehört.
Den ersten Shift gibt es schon länger: Du fragst, und der PC erledigt - über Cloud AI.
Jetzt der zweite: Du fragst, und der PC erledigt - lokal und "kostenlos".
Die Cloud bleibt wichtig für die ganz großen Denkaufgaben. Aber die alltägliche Arbeit am Rechner wird nach und nach lokaler ausgeführt.
Gerade alle, denen Datenschutz wichtig ist, sollte das freuen.
Was ist sonst noch passiert?
Spannend war auch der Auftritt vom Österreicher Peter Steinberger, dem OpenClaw-Erfinder.
Microsoft und Steinberger sind nämlich mit Hochdruck dran, OpenClaw Agents für den Einsatz im Unternehmen sicher zu machen.
Das finden wir unglaublich spannend. Genau diese Sicherheit ist der Grund, warum sich gerade so viel bewegt. Dazu im letzten Thema noch mehr untenstehend.
Unser Take: Probiere mal ein lokales Modell aus!
Klar, die Geräte kommen erst im Herbst. Und das ist erst der Anfang vom Geräte-Wettlauf. Microsoft und NVIDIA haben vorgelegt, am kommenden Montag legt Apple mit seiner Entwickler-Konferenz WWDC hoffentlich nach.
Warten musst du trotzdem nicht. Lokale Modelle laufen schon heute auf deiner Maschine. Mit Tools wie Ollama hast du in einer halben Stunde ein Modell lokal am Start, komplett ohne Cloud.
Wir haben schon sehr viel drüber geschrieben, gerade letzte Woche - und sonst suche einfach mal in unserem Archiv nach "ollama".
Wir können es kaum erwarten, echt mächtige AI lokal zu nutzen. Das wird definitiv die neue Ära für den PC sein!
Mit unserem Partner HubSpot
🎙️ Du gehörst zu den Top 3% (Zwei AI-Vorträge, die du sehen solltest)
Jedes Jahr findet in Hamburg das mittlerweile riesige OMR-Festival statt.
Eigentlich ein Marketing-Festival, aber natürlich mittlerweile auch stark von AI dominiert. Wir haben es dieses Jahr nicht hingeschafft und sind immer noch dabei, die verschiedenen Inhalte und Themen aufzuarbeiten.
(Klar, ist schon ein paar Tage her - aber uns interessieren eh die Sachen, die nicht sofort wieder an Relevanz verlieren.)
Zwei super spannende Themen vom Festival wollen wir daher heute aufgreifen. Zum einen interessant für uns alle, zum anderen natürlich besonders auch aus der Brille von (B2B-)Marketern.
🎙️ Talk #1: Pip Klöckner, "Beyond the AI Hype"
Pip Klöckner hält wahrscheinlich DEN AI Talk seit drei Jahren jedes Jahr neu auf der OMR.
Eine Stunde, ungefähr 150 Folien. Brutal dicht, dafür aber teilweise auch brutal spannend.
Wir wollen jetzt hier keine Zusammenfassung geben und empfehlen jedem, sich wirklich den Talk einmal anzuschauen.
Zur Einstimmung drei Inhalte daraus, die wir sehr spannend fanden:

1. Tolstois "Krieg & Frieden" generieren? 15 Cent. Eine Minute.
1000 Seiten Roman, an dem Tolstoi sieben Jahre geschrieben hat, kann AI heute in einer Minute für 15 Cent rausrotzen. Alle deutschen Steuergesetze (4000 Seiten)? 70 Cent.
Konsequenz: Im Netz gibt es seit letztem Jahr mehr AI-Text als menschlichen Content. Spotify hat gerade ein Bio-Siegel für menschliche Künstler eingeführt, weil AI-Slop die Plattform überschwemmt.
Pips These dazu: AI-Wasserzeichen funktionieren nicht. Wir müssen menschlichen Content auszeichnen, nicht maschinellen.
Was heißt das für dich? Generischer Content wird immer wertloser. Was zieht, ist Differenzierung mit Substanz dahinter. Eine Marke, ein Standpunkt, ein Face.
2. 71.000 Mal scrapt Claude deine Webseite, bevor du EINEN Besucher zurückbekommst.

Als zweites Highlight sehr interessante Zahlen von Cloudflare: Für jeden einzelnen Menschen, der aus einem Claude Chat zu dir auf die Webseite kommt, hat der Bot die Seite vorher 71.000 Mal abgesaugt!
Bei OpenAI sieht es nur marginal besser aus. AI Overviews bei Google? Maximal 1 Prozent der Nutzer klickt überhaupt noch auf einen Link.
Übersetzung: Klassisches Content-SEO als Top-of-Funnel-Maschine ist tot. Du fütterst damit Modelle, die dir keinen Traffic zurückgeben.
Wir schreiben ja auch viel über AEO. Die Branche boomt und ist ein absoluter Hype. Bei solchen Zahlen fragt man sich dennoch, ob es überhaupt relevant ist, in den Bots referenziert zu werden...
Das einzige, was bleibt, sind Kanäle, die du selber besitzt. Newsletter, Community, Personal Brand, Owned-Channel.
3. Wenn du je was mit AI gebaut oder dafür gezahlt hast, bist du in den Top 3 Prozent der Weltbevölkerung.
Zum Abschluss noch eine schöne Statistik für alle AINAUTEN. Wir alle gehören zu den Top 3% der Menschen, weil wir AI nutzen und schon wirklich täglich anwenden.
Zwei Drittel aller Menschen, die AI ausprobiert haben, sind nach einem Monat wieder weg. 75 Prozent der "Nutzer" machen weniger als zehn Konversationen pro Woche. Heavy User machen zehn am Tag.
Pip empfiehlt explizit: Stellt junge Leute ein, die AI nutzen können. Nicht Boomer-Berater, die euch die "AI-Strategy" verkaufen wollen.
→ Den ganzen Talk findest du hier: Pip Klöckner, "Beyond the AI Hype #2" (OMR 2026)
🎙️ Talk #2: HubSpot, "Sichtbar bleiben, wenn sich die Spielregeln ändern"
Pips Talk ist der Reality-Check: Diese Spielregeln gelten jetzt.
Was er nicht liefert, ist die operative Antwort. Was tust du jetzt konkret, wenn du z.B. im B2B-Marketing arbeitest und Google-Traffic langsam wegbricht?
Genau aus dem Grund haben wir für den zweiten Talk HubSpot ausgewählt. Nicht nur, weil sie unser Partner sind, sondern weil HubSpot dafür bekannt ist, auch immer Strategien auf Probleme auszuprobieren - und dann die Erfahrungen und das Wissen dahinter freizügig zu teilen.
Auf der OMR hatten sie genau dieses Playbook auf der Bühne. Wie umgehen mit den neuen Spielregeln? Und was funktioniert aktuell?
Der Talk ist leider nicht auf YouTube zu finden. Aber wer es verpasst hat, kann es nächste Woche kostenlos live nachholen, inklusive Q&A.
Was du am 10. Juni konkret mitnimmst:
AEO im Alltag: Wie HubSpot selbst Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Gemini gleichzeitig misst und welche Inhalte LLMs überhaupt zitieren
Creator als Verteilkanal: Wie sie Thought Leader Ads, Indie-Newsletter und interne Experten kombinieren, statt drei getrennte Strategien zu fahren
Newsletter als Owned Asset. Genau das, was Pip in Punkt 2 beschreibt: warum HubSpot massiv in eigene Listen investiert und welche Metriken sie dafür nutzen
Neue KPIs. AI Visibility, Share of Voice in KI-Antworten, Creator-Earned. Die KPIs, die in den nächsten 12 Monaten in jedem zweiten Marketing-Board landen
Die Speaker sind keine Bühnen-Profis, sondern Operator aus der Praxis.
Jennifer Lapp baut bei HubSpot die DACH- und LATAM-Pipeline auf.
Justin Pohl arbeitet täglich an Brand, PR, Social und Demand Gen.
Deine Webinar-Details - jetzt vormerken:
📅 Mittwoch, 10. Juni 2026, 10–11 Uhr
🎙️ Jennifer Lapp + Justin Pohl
🎬 Live mit Q&A. Wer nicht live kann: Aufzeichnung wird verschickt.
🪜 Wo stehst du eigentlich? Die AI-Leiter und die nächste Stufe
Zum Schluss eine Frage an dich: Wo stehst du eigentlich mit AI? Und wo steht dein Unternehmen?
Wir arbeiten mit vielen Teams in Unternehmen und stellen oft fest: Die meisten denken sie arbeiten mit AI und nutzen sie - aber die wenigsten haben eine Idee, was möglich ist.
Dazu sind diese Woche über eine richtig spannende Übersicht von Every.to gestolpert.

Es ist eine Art Leiter der AI-Nutzung, von ganz unten bis ganz oben. Acht Stufen, vom simplen Chatbot bis zum Orchestrator, der ganze Agenten-Teams führt.
Acht Stufen finden wir aktuell etwas viel. Für uns sind es eher 3:
AI neben dir. Du fragst, AI antwortet. Im Chat oder direkt im Dokument. Das klassische ChatGPT, Claude, Copilot in Excel. Hier hängen die allermeisten.
AI arbeitet, du prüfst. Du beschreibst eine Aufgabe, die AI erledigt sie Schritt für Schritt, du gibst frei und korrigierst. Genau das Terrain, in das wir dich mit Files-over-Tools und dem AI Mitarbeiter Bootcamp bringen wollen.
AI arbeitet ohne dich. Der Agent läuft proaktiv im Hintergrund, ohne dass du ihn anstößt. Überwacht, erledigt, meldet sich von selbst. Die oberste Etage.
Unsere Erfahrung zeigt: 98% hängen bei Level 1.
Die dritte Ebene, der Agent, der ohne dich arbeitet, war bisher ehrlich gesagt Bastelei. Instabil, was für Techies, ziemlich riskant.
Wir haben viel drüber geschrieben, aber den meisten noch abgeraten.
Genau das ändert sich gerade, wie eingangs schon angerissen.
Lokale Rechenpower plus die neuen Sicherheits-Layer machen solche Dauer-Agents zum ersten Mal bezahlbar und sicher genug.
Wir glauben, die Zeit, dass auch Nicht-Techies hier reinschnuppern können, ist da. Daher werden wir hier in Zukunft auch mehr drüber schreiben.
Das Tool, das uns gerade am meisten Spaß macht
Die Welt redet bei dem Thema vor allem über OpenClaw.
Aber das Tool, das uns gerade am meisten Spaß macht, ist Hermes Agent. Es kommt von Nous Research und ist Open Source.
Das Besondere: Hermes lernt mit. Aus Aufgaben, die der Agent gut gelöst hat, baut er sich selbst kleine Skills. Er merkt sich über Sessions hinweg, woran du arbeitest und wer du bist. Sie nennen es “den Agenten, der mit dir wächst”.

Hermes ist optimiert für lokale LLMs auf deiner Maschine, deine Daten bleiben bei dir, kein Tracking. Und er lebt da, wo du eh unterwegs bist: Telegram, Slack, WhatsApp, Mail.
Bisher war Hermes was fürs Terminal, also eher nicht so für Normalos zugänglich. Diese Woche kam die native Desktop-App raus, in einer ersten Preview für Mac, Windows und Linux. Und damit kann ihn jeder zum ersten Mal einfach ausprobieren!

Wir spielen gerade selbst viel damit - und bald kommen mehr Themen inkl. Deep-Dives dazu.
Unser Take: Es wird Zeit für die nächste Ebene
Frag dich kurz selbst: Auf welcher der drei Ebenen stehst du gerade?
Klebst du auf Ebene eins, ist dein nächster Schritt der Sprung in die Files. Lass die AI mal wirklich mitarbeiten, statt nur zu antworten.
Hol dir Claude Cowork, Codex (kostenlos), mach einen Ordner auf und leg los. (Oder schau dir unser AI Mitarbeiter Bootcamp an.)
Bist du schon auf Ebene zwei, dann ist genau jetzt ein guter Moment, das erste Mal einen Always-On-Assistenten anzutesten.
Probier einfach mal Hermes aus, jetzt ohne Terminal-Gefummel.
Und ACHTUNG: Eine höhere Stufe ist übrigens nicht automatisch besser.
Niemand muss auf Teufel komm raus zum Orchestrator werden. Die Kunst ist es, für die jeweilige Aufgabe die richtige Ebene zu wählen. Aber zu wissen, dass es die obere Etage gibt und dass sie sich gerade öffnet, schadet nicht.
So, das war heute etwas mehr Ausblick als sonst. Bald gibt es wieder mehr Sachen zum Ausprobieren!
Bis am Wochenende.
Reto & Fabian von den AINAUTEN
Die AInauten Journey: So können wir dir helfen!
⭐ AI EXPLORER: Der schnelle Einstieg in die AI-Welt, perfekt zum Reinschnuppern, wenn du noch keine Erfahrung hast. Mehr erfahren »
⭐⭐⭐ AI POWER USER: Werde zum AI-Profi in 30 Tagen. ChatGPT Masterclass, Prompting Pro Bootcamp, 50+ Deep-Dives mit wöchentlichen Updates. Spare 10+ Stunden pro Woche. Kein Abo. Mehr erfahren »
⭐⭐⭐⭐⭐ AI AUTOMATION EXPERT: Die Königsklasse. Alle unsere Trainings aus AI EXPLORER und AI POWER USER! Plus Community mit Support. Baue Systeme, die 24/7 für dich arbeiten - mit Zapier, Make, n8n Trainings, Vibe Coding, 50+ Use Cases und Tool-Rabatte. Mehr erfahren »




