
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters. Heute ein Mix an Themen, wie wir ihn mΓΆgen!
Ein paar News, die positiv fΓΌr Europa aussehen. Eine etwas fortgeschrittenere Praxis-Geschichte samt Tool, die unser eigenes Marketing verΓ€ndert. Und zum Abschluss ein kleiner Style-Hack, den alle anwenden kΓΆnnen, die mit AI Texte schreiben.
Hier die Themen im Detail:
πͺπΊ Die nΓ€chste AI-Welle wird gerade in Europa gebaut
π Wir haben unsere komplette Meta-Werbung mit Claude umgebaut
βοΈ Daran erkennst du sofort, dass jemand AI benutzt
Los geht's!
πͺπΊ Die nΓ€chste AI-Welle wird gerade in Europa gebaut
Ok, die Γberschrift ist vielleicht etwas zu sehr Clickbait. Sorry.
Aber gerade passiert in Sachen AI und Technologie etwas ganz Spannendes.
Drei der Top-Researcher der Welt (zwei aus Google DeepMind, einer von Meta) haben ihre Konzerne verlassen und bauen mit insgesamt mehr als 2,6 Milliarden Dollar Startkapital eigene AI-Labs.
Alle drei in Europa. Alle drei mit derselben These: Sprachmodelle wie GPT, Claude oder Gemini sind eine Sackgasse.
In Tech-Kreisen wird das laut diskutiert. Im Mainstream hΓΆrt man kaum was. Deshalb hier kurz, was passiert.

Die drei Bets gegen das LLM-Paradigma
Die heutige AI lernt aus menschlichen Daten. Texte, Bilder, Code, die Menschen mal produziert haben. Oder mittlerweile natΓΌrlich auch aus synthetischen Daten. Also Daten, die eine AI selbst erzeugt hat β basierend auf dem, was sie zuvor von Menschen gelernt hat.
Genau das halten unsere drei Protagonisten fΓΌr das eigentliche Problem.
Yann LeCun (Ex-Meta-Chefforscher, Turing-Award-Gewinner) hat im Januar AMI Labs in Paris gegrΓΌndet.
Seedkapital: 1,03 Milliarden Dollar.
Sein Ansatz: World Models. Eine AI, die wie ein Kind die echte Welt durch Beobachtung versteht. Nicht durch Texte.
Tim RocktΓ€schel & Richard Socher (Ex-DeepMind, Ex-Salesforce) haben Recursive Superintelligence in London hochgezogen.
Seedkapital: 500 Millionen Dollar.
Ihre Idee: AI, die sich selbst weitertrainiert, ohne dass Menschen noch eingreifen mΓΌssen.
David Silver (Ex-DeepMind, der Mann hinter AlphaGo und AlphaZero) hat letzte Woche Ineffable Intelligence vorgestellt, ebenfalls in London.
Seed: 1,1 Milliarden Dollar. Das ist der grΓΆΓte Seed-Round in Europas Geschichte!
Sein Modell lernt durch eigene Erfahrung, nicht durch Trainingsdaten.

Silver bringt es selbst auf den Punkt:
"Menschliche Daten sind eine Art fossiler Brennstoff. Wir brauchen einen erneuerbaren. Ein Modell, das einfach lernen und lernen und lernen kann. FΓΌr immer."
Γbersetzt: Statt eine AI mit Milliarden Texten zu fΓΌttern und zu hoffen, dass dabei Intelligenz rauskommt, lΓ€sst man sie wie einen Menschen aufwachsen. Durch Versuch, Irrtum, eigene SchlΓΌsse.
Warum das auch fΓΌr uns Nicht-Researcher spannend ist
Zwei Dinge fallen auf.
Erstens: Es passiert in Europa. Nicht in San Francisco. Nicht in Peking.
Sondern in Paris und London. Beide UK-Labs sitzen rund um das University College London (Silver und RocktΓ€schel sind dort beide Profs). Die britische Regierung hat in Ineffable mitinvestiert.
Frankreich hat LeCun den roten Teppich ausgerollt.
Zweitens: Es ist ein Bruch mit dem Mainstream. Diese Leute haben jahrelang die grΓΆΓten LLMs der Welt mitgebaut.
Wenn ausgerechnet sie jetzt ihre Konzerne verlassen, ordentlich Geld einsammeln und sagen: "Ihr macht es falsch", dann sollte man mal hinhΓΆren.
Vielleicht haben sie unrecht. Aber wenn nicht, dann sieht die AI-Welt vielleicht bald anders aus.
Wir finden es immer spannend, wenn auch News aus Europa kommen. Sonst findet ja alles in USA oder China statt.
Fun-Fact dazu: China hat diese Woche Metas 2-Milliarden-Γbernahme von Manus AI gestoppt.
Manus ist eines der spannendsten chinesischen AI-Startups, das schon nach Singapur umgezogen war. Peking hat den Deal nun komplett blockiert.
Botschaft an die Welt: Wer in China baut, baut fΓΌr China!
Vielleicht ist das eine Nische fΓΌr Europa. Wir haben weniger Energie, weniger Geld, aber hier kannst du frei aufbauen, verkaufen und expandieren. π
Und wer das Ganze live erleben will: Auf der Rise of AI in Berlin treffen bereits nΓ€chste Woche genau die KΓΆpfe zusammen, die gerade an Europas AI-Zukunft arbeiten.
Wenn du Lust hast, dabei zu sein, bekommst du ΓΌber unser AINAUTEN-Kontingent 20% Rabatt auf eines der allerletzten Tickets.
Falls du es nicht live schaffst, kannst du dich hier fΓΌr den kostenlosen Stream registrieren (lohnt sich auf jeden Fall!):
π Wir haben unsere komplette Meta-Werbung mit Claude umgebaut
Kommen wir zu einem operativen, vielleicht etwas anspruchsvolleren Thema.
FΓΌr uns ist es ein Game-Changer und wir glauben, dass es das auch fΓΌr viele der AINAUTEN ist.
Konkret: Du kannst mittlerweile deine Meta Werbekampagnen komplett mit AI automatisieren!

Wir machen das schon lΓ€nger direkt per API, aber heute wollen wir dir ein Tool vorstellen, das viel vom heady-lifting bereits erledigt.
Performance Marketer kennen das GefΓΌhl. Du sitzt im Meta Ads Manager, klickst dich durch 30 Tabs fΓΌr ein einziges Audit, exportierst CSVs, vergleichst Spalten in Excel, screenshootest die Top-Performer.
Nach 4 Stunden hast du ein halbgares "Der Loss-Aversion-Hook performt besser als der Achievement-Hook" aus dem Datenwust herausgekitzelt.
Wir haben das gestern in 10 Minuten gemacht. FΓΌr einen unserer AInauten-Accounts. 35 Kampagnen, knapp 300 Ads. Komplette YTD-Analyse, Top-Performer-Identifikation, Creative-Patterns extrahiert.
Plus, und das ist eigentlich der spannende Teil:
Wir haben direkt im Anschluss an die Analyse eine Test-Kampagne mit neuer Landing Page erstellt, ein Custom-Creative gebaut, Server-Side-Tracking integriert und sofort live geschaltet.
Ohne einmal in den Meta Ads Manager zu klicken (fast).
Das war keine Magic. Das geht simpel mit einem Tool: Pipeboard! Plus Claude. Und ein paar Stunden Setup.
Was Pipeboard ist (in 60 Sekunden)
Pipeboard ist ein MCP-Server (der Standard, ΓΌber den Claude und andere AIs externe Tools ansprechen).
Er verbindet u.a. Meta Ads mit Claude und lΓ€sst die AI lesend UND schreibend auf alle deine Ad-Daten zugreifen.
Ein paar Beispiele, was du damit machen kannst:
Granulare Performance-Insights ziehen (Account, Campaign, Adset, Ad)
Creative Details auslesen (Body Copy, Headlines, CTAs, Image-Hashes)
Audiences erstellen, Lookalikes bauen
Kampagnen, Adsets und Ads anlegen, Γ€ndern, pausen, duplizieren
Conversion API-Events feuern (Server-Side Tracking)
Pricing: Im Free Tier hast du 30 Weekly AI-Tool-Executions. Das reicht fΓΌr ein vollstΓ€ndiges Audit pro Woche oder ein bis zwei kleine Kampagnen-Setups. Pro ($29.90/Monat) hat 500 Executions, mehr gibtβs bei Premium ($99) und Enterprise ($199) fΓΌr Agenturen.
Wie funktioniert das Setup
Es ist wirklich super simpel. Wir haben es einmal am Beispiel mit Claude gemacht.
Alles, was du brauchst, ist einen Account bei Pipeboard. Diesen verknΓΌpfst du dann einmal mit deinem Meta Ads Account.
In Claude selbst legst du einen Custom Connector an:

Und schon bist du verbunden und kannst mit deinem Meta Ads Konto sprechen bzw. Claude kann dort Dinge auslesen, bearbeiten, hochladen etc. etc.
Was wir konkret gemacht haben

In einer Session haben wir vier Dinge umgesetzt:
VollstΓ€ndiges YTD-Audit des EUR-Accounts. Identifiziert: 3 Ads tragen 99% der Performance. Loss-Aversion-Hook ("Wenn du dich heute nicht mit AI beschΓ€ftigst, wirst du abgehΓ€ngt") schlΓ€gt Achievement-Hook ("Werde smarter mit AI") beim CPL (Cost-per-Lead) um 16%.
Stale Social Proof entdeckt. Unsere laufende Lead-Ad sagt noch "75.000+ Leser". Wir sind real bei 85.000+. Direkter Quick Win, der seit Wochen Geld liegen lΓ€sst.
Creatives basierend auf Winnern gebaut. Alles ΓΌber API direkt in Claude Code.
Neue Test-Kampagne live mit dem winning Hook plus neuer Landing Page plus sauberem CAPI-Tracking.

Warum ist das relevant?
Performance Marketing war 15 Jahre lang eine der hΓΆchsten Lernkurven im digitalen Marketing. Pixel-Setup, Conversion-API, Lookalike-Logik, Bid-Strategien, Creative-Testing, Audience-Architektur.
Spezialisten haben gut verdient, weil der Aufbau dieses Wissens nicht nebenbei ging.
Diese Lernkurve ist gerade dabei zu kollabieren - bzw. war es nie einfacher, Spezialist in diesem Bereich zu werden.
Du brauchst nur noch klare Ziele und gute Hypothesen. Den Rest macht Claude.
Was das konkret heiΓt: Wenn du im Marketing arbeitest, geht die Klick-Arbeit gerade weg.
Was bleibt: Strategie und Hypothesen. Wer Hypothesen baut und die AusfΓΌhrung an Claude delegiert, wird 5β10x produktiver.
Wenn du eine Agentur hast: Eine Solo-Operation mit 30 Kunden ist plΓΆtzlich realistisch. Agenturen kΓΆnnen nun mehr Kunden betreuen mit weniger Leuten.
Brands kΓΆnnen mehr Inhouse machen, mΓΌssen weniger abgeben, sparen Geld.
Wir haben in unserer AI AUTOMATION-Community ein detailliertes Video samt Deep-Dive zum Thema verΓΆffentlicht.
Unser Ziel: WΓ€hrend der 12 Monate Community Membership fΓΌr jedes einzelne Mitglied mindestens ein Content Piece zu produzieren, das 10x mehr Impact hat, als unsere Community kostet. Wir glauben, dass dieses Thema fΓΌr viele genau ein solches ist!
βοΈ Daran erkennst du sofort, dass jemand AI benutzt
Zum Abschluss ein kleiner Schreib-Hack, der uns immer wieder beschΓ€ftigt.
Es gibt ein Muster, das AI stΓ€ndig benutzt:
βEs geht nicht um X, es geht um Y.β
Oder die deutsche Variante:
βNicht X, sondern Y.β
Klingt erstmal smart. Ist aber inzwischen einer der zuverlΓ€ssigsten AI-FingerabdrΓΌcke.
Man nennt das Muster βNegative Parallelismβ. Wenn man das Muster einmal sieht, sieht man es ΓΌberall.
βEs geht nicht um Tools, es geht um Prozesse.β
βEs geht nicht nur um Effizienz, sondern um echte VerΓ€nderung.β
βWeniger Output, mehr Wirkung.β
βAI ersetzt dich nicht, Menschen mit AI ersetzen dich.β
Kann man mal machen. Klar.
Aber AI macht es dauernd. Und genau deshalb riecht es inzwischen nach Maschine.
Im Deutschen kommt noch ein zweites Problem dazu
AI liebt lange Gedankenstriche.
Also diese Dinger:
βAI spart Zeit β wenn der Kontext stimmt.β
Das sieht im Englischen oft normal aus. Im Deutschen wirkt es schnell kΓΌnstlich. Vor allem, wenn in jedem zweiten Absatz so ein dramatischer Einschub auftaucht.
Unser Tipp: Raus damit.
Nimm Punkt, Komma, Doppelpunkt oder mach einen neuen Satz.
Der Text klingt sofort weniger nach ChatGPT.
Der Copy-Paste-Prompt
Wenn du heute nur einen Hack mitnimmst, nimm diesen β nicht den anderen π:
Γberarbeite den folgenden Text so, dass er weniger nach AI klingt.
Regeln:
1. Entferne alle kΓΌnstlichen Reframes wie βnicht X, sondern Yβ, βes geht nicht um Xβ, βweniger X, mehr Yβ.
2. Wenn du so ein Muster findest, lΓΆsche die abgelehnte HΓ€lfte und formuliere den positiven Claim direkt.
3. Entferne lange Gedankenstriche und ersetze sie durch Punkt, Komma, Doppelpunkt oder einen neuen Satz.
4. Streiche generische AI-Floskeln wie βin der heutigen Zeitβ, βentscheidendβ, βbahnbrechendβ, βwertvollβ, βnahtlosβ, βtransformativβ, wenn sie nicht konkret belegt sind.
5. Ersetze abstrakte Aussagen durch konkrete Beispiele, Zahlen oder klare Beobachtungen.
6. Keine Meta-SΓ€tze wie βin diesem Artikelβ, βlass uns eintauchenβ, βabschlieΓend lΓ€sst sich sagenβ.
7. Schreib direkt, deutsch und natΓΌrlich. Nicht wie LinkedIn. Nicht wie eine Agentur. Nicht wie ein Unternehmensberater.
Text:
[TEXT EINFΓGEN]Beispiel

Das ist die ganze Idee: weniger groΓe WΓΆrter, mehr klare Aussage.
Das Ganze noch ausbauen
Wir haben z.B. mehrere sehr umfangreiche Anti-AI-Writing-Schreibstildateien, die noch viel mehr FΓ€lle abdecken.
Du kannst sie auch bauen, indem du immer wieder Sachen, die dir nicht gefallen, sammelst und daraus eine groΓe Anti-AI-Schreibstildatei formst:
anti-ai-writing-style-DE.md
Keine komplette Tone-of-Voice-Datei. Eher ein Filter, den man nach dem Schreiben ΓΌber AI-Texte legt.
Der Filter sucht typische AI-Muster (auf Wikipedia gibt es eine lange Liste mit solchen Mustern):
kΓΌnstliche Reframes
lange Gedankenstriche
Buzzwords ohne Beleg
leere ΓbergΓ€nge
LinkedIn-Coach-SΓ€tze
Agentur-Deutsch
generische Claims
Wenn das spannend fΓΌr dich ist, kΓΆnnen wir das Thema auch gerne noch einmal in einem Deep-Dive aufgreifen. Zum Start reicht dieser Prompt auf jeden Fall - der macht viele AI-Texte schon deutlich weniger peinlich.
Das war's fΓΌr heute. Vielen Dank fΓΌrs Lesen.
Antworten auf die Mail gehen wie immer direkt zu uns. Wir lesen mit.
Bis die Tage!
Reto & Fabian von den AInauten
Die AInauten Journey: So kΓΆnnen wir dir helfen!
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