
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters.
OpenAI hat getestet, wie gut ein neues Modell hacken kann. Dann ist es mal einfach schnell aus der Testumgebung ausgebrochen und hat sich ein wenig durch die Gegend gehackt. Beunruhigend, aber an solche Themen werden wir uns gewöhnen müssen.
Wir fokussieren uns heute aber darauf, was AI Gutes für uns tun kann. Auch diesmal haben wir wieder einiges dabei, plus ein langweiliges Legal-Thema 😉.
Hier die Themen im Detail:
🎥 Record a skill: Zeig es einmal, dann kann deine AI es für immer
🛰️ Magnific: Ein Login statt fünf Tools (und warum AI-Video nicht teuer sein muss)
⚖️ Ab 2. August: Musst du deine AI-Inhalte kennzeichnen?
Los geht's!
🎥 Dein AI Mitarbeiter schaut zu und lernt von selbst
Wir sehen in unserer Community mehr und mehr Leute (Gott sei Dank!) mit Claude Cowork oder ChatGPT Work (aka Codex) arbeiten.
Ein großer Schritt: raus aus dem Chat, hin zu einem echten AI Mitarbeiter.
Trotzdem nutzen immer noch zu wenige die Skill-Funktion für den AI-Agenten.
Dabei sind Skills ein absoluter Gamechanger!
Ein Skill ist nichts anderes als eine Aufgabe, die du deinem AI-Assistenten einmal beibringst, damit er sie danach allein erledigen kann.
Der Report, den du jeden Montag baust. Die Rechnung, die du jedes Mal gleich ablegst. Das Angebot, das immer demselben Muster folgt.
Warum macht das kaum jemand?
Unsere These: Die Menschen nehmen sich nicht die Zeit, ihre Aufgaben zu durchdenken und dann im Detail zu beschreiben, damit ihnen der Bot hilft, einen Skill daraus zu machen.
Denn damit es ein wirklich guter und hilfreicher Skill wird, muss man Arbeit reinstecken. Und das machen viele einfach nicht.
Gott sei Dank gibt es einen viel einfacheren Weg, sodass jetzt niemand mehr Ausreden hat.
Du machst die Aufgabe einmal, deine AI schaut zu
Mittlerweile kannst du den Bildschirm mit der AI teilen und sie kann dir beim Arbeiten zuschauen und zuhören.
OpenAI hat im Juni vorgelegt. In der Codex-App gibt es „Record & Replay”. Du startest die Aufnahme, erledigst eine wiederkehrende Aufgabe auf deinem Rechner, etwa eine Spesenabrechnung, und stoppst.
Aus dieser einen Vorführung baut Codex einen Skill, den es danach mit neuen Daten selbst ausführt (leider noch nicht bei uns verfügbar).
Diese Woche hat Anthropic nachgezogen. In Claude Cowork heißt es „Record a skill”: Du nimmst deinen Bildschirm auf und sprichst dabei laut mit.
Klicks, Eingaben und deine Erklärung wandern gemeinsam in den Skill. Du sagst also nicht nur, was du tust, sondern auch warum und wo die Ausnahmen liegen.
Das laute Mitsprechen ist der eigentliche Trick. Das Tool sieht nicht nur deine Klicks, es versteht die Absicht dahinter.

So gehst du es an
Nimm dir eine Aufgabe, die du wirklich regelmäßig machst und die immer gleich abläuft. Nicht die komplizierteste, sondern die langweiligste.
Bei Cowork unter Anpassen → Skills → Hinzufügen → Bildschirm aufnehmen
Führe die Aufgabe einmal ganz normal aus, während die Aufnahme läuft, und erklär dabei jeden Schritt - so, als würdest du eine neue Kollegin oder einen Kollegen einarbeiten.

Beim nächsten Mal machst du dann nur noch /deinskillname und alles läuft automatisch.
Unser Take: Lass die AI deine Arbeit machen!
Endlich gibt es keine Ausreden mehr. Mach deinen AI Mitarbeiter wirklich autonom und nützlich, indem du ihm endlich alles an repetitiver Arbeit zeigst, die du hast.
Einmal zeigen und Kontext geben und schon ist das für die Zukunft delegiert.
Wie immer gibt es Grenzen im Feature. Alles wirst du nicht delegiert bekommen, aber gerade die langweiligen Sachen auf jeden Fall.
🚀 Nebenbei: Genau das ist der Kern unseres AI-Mitarbeiter Bootcamps
Falls du bei AI Mitarbeiter, Skills, Cowork, Codex noch nicht sattelfest bist: Genau das lernst du in unserem AI Mitarbeiter-Bootcamp.
Dort baust du in vier Wochen einen AI Mitarbeiter, Schritt für Schritt, mit deinen echten Aufgaben aus dem Arbeitsalltag. Kein Vorwissen nötig.
Die Summer Edition ist gerade offen, und es ist die letzte Runde für mindestens 3 Monate. Die Plätze sind bewusst limitiert, damit die Gruppe nicht zu groß wird.
Am 3. August geht es los. Sichere dir jetzt deinen Platz!
🛰️ Ein Login statt fünf Tools (und warum AI-Video nicht teuer sein muss)
Neue Folge unseres AI-Video-Rabbit-Holes. Heute wollen wir dir noch einmal ein Tool vorstellen, das nicht nur dank AI cool ist. Konkret geht es um: Magnific
Freepik heißt inzwischen Magnific.
Die neue Plattform verbindet die frühere Stock-Bibliothek mit dem Magnific-Upscaler und aktuellen AI-Modellen unter einem Dach.

(Dazu noch Unmengen anderer cooler Bild-, Video- und Audio-Werkzeuge)
Warum ist das relevant?
AI-Videos kosten viel und brauchen oft lange. Pro Clip, pro Versuch.
Und oft brauchst du drei, vier Anläufe für ein brauchbares Ergebnis. Zack sind 20 oder 30 Euro weg.
Oft ist es aber so, dass man eigentlich gar nicht unbedingt alles neu generieren muss. Vieles gibt es fertig als echtes Stock-Video.
Das kostet nichts extra und ist sofort da.
Wir sagen unserem AI Mitarbeiter immer: Nimm Stock für alles, was es schon gibt. Generiere nur, was es nicht gibt (dein Produkt, deine exakte Szene).
Magnific ist eine der wenigen Plattformen, die beides an einem Ort verbindet. Und das Beste ist, du musst dich nicht mal im Tool einloggen, dein AI-Agent kann es für dich bedienen.

Wir haben unseren Agenten über den MCP an Magnific gehängt und vier Dinge bauen lassen, ohne uns einzuloggen:
Denselben Astronauten einmal als Stock-Video und einmal per AI generiert. Beide sehen top aus. Der Unterschied: Stock kostet null und ist sofort da, die AI-Version braucht fünf Minuten und Credits.
Ein pixeliges Logo per Magnific hochskaliert, wieder druckreif.
Dasselbe Logo in eine Vektorgrafik (SVG) umgewandelt, unendlich skalierbar.
Ein Stock-Video mit Googles Omni-Modell nachbearbeitet und auf unsere Markenfarbe gebracht.

(Links das Stock-Original, rechts der Omni-Edit in unserer Markenfarbe. Ein Prompt, fertig.)
Zehn Minuten, rund 5.000 Credits aus unserem Kontingent, alles fertig in einem Ordner.
Wer lieber selbst klickt: das Interface von Magnific ist stark, fast eine Canva-Alternative mit Templates, Vektoren und fertigen Workflows.

Wir finden Magnific aus zwei Gründen sehr spannend.
Zum einen sind neue Tools ohne große technische Altlasten häufig konsequent AI-first aufgebaut. Unsere AI-Mitarbeiter können deshalb besonders gut mit ihnen arbeiten.
Zum anderen gibt uns Magnific die Möglichkeit, nicht jedes Asset neu mit AI generieren zu müssen. Stockbilder, Videos, Vektoren und Templates sind sofort verfügbar.
Das spart Tokens und häufig auch Zeit.

P.S. Für alle AI Automation Experts: Der komplette Walkthrough mit allen vier Use Cases live, plus dem Prompt, mit dem der Agent das in zehn Minuten nachbaut, liegt im Classroom unserer Automation-Expert-Community.
⚖️ Ab 2. August: Musst du deine AI-Inhalte kennzeichnen?
Zum Abschluss ein kurzer Ausblick auf ein Thema, das uns gerade umtreibt, weil der Termin näher rückt: die Transparenzpflichten im EU AI Act (Artikel 50).
Vorweg, wie du vielleicht schon weißt: Wir sind keine Anwälte, das hier ist keine Rechtsberatung. Wir mögen das Thema auch nicht sonderlich gerne.

Wir arbeiten uns gerade selbst in das Thema ein und sprechen dazu mit Anwälten und Co.
Verstehe diesen Abschnitt eher als Reminder im Sinne von: „Da kommt eine Frist, das muss ich prüfen“, und nicht als abschließende Rechtsauskunft.
Aber so, wie wir es bislang lesen:
Text ist überraschend entspannt. Eine Kennzeichnungspflicht trifft vor allem Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren.
Und selbst dann entfällt sie, wenn ein Mensch den Text inhaltlich prüft und die Verantwortung dafür übernimmt.
Somit sollten eigentlich schon die meisten Anwendungscases von uns AInauten rausfallen.
Bild, Video und Audio sind der strenge Teil. Wer realistisch wirkende, künstlich erzeugte oder manipulierte Inhalte veröffentlicht, die als Deepfakes gelten, muss grundsätzlich offenlegen, dass sie künstlich erzeugt oder verändert wurden.
Für eindeutig künstlerische, kreative, satirische oder fiktionale Inhalte gelten erleichterte Anforderungen.
Hier gibt es keine „Ich hab es ja geprüft"-Ausnahme. Also ausgerechnet der Bereich vom Thema oben. Wie weit das geht, sind wir auch noch am ausloten.
Interaktion: Wenn du mit Chatbots auf deinen Seiten etc. arbeitest, müssen Menschen erkennen können, dass sie mit einer AI interagieren. Das ist aber bei den meisten Tools eh bereits Standard.
Grundsätzlich halten wir das Thema für nicht so schlimm. Eine kleine Kennzeichnung sollte nicht groß wehtun, weil es bald überall sein wird und die Leute blind dafür werden. Ähnlich dem “Dauerwerbesendung”-Thema auf YouTube.
Trotzdem ist die Abgrenzung spannend: Verändert ein Mensch in Photoshop einen kompletten Körper, entsteht daraus nicht automatisch eine Kennzeichnungspflicht. Erzeugt oder manipuliert AI dagegen einen realistisch wirkenden Inhalt, kann eine Kennzeichnung erforderlich sein.
So, das war's für heute.
Wie immer tausend Dank fürs Lesen und bis zur nächsten Ausgabe.
Reto & Fabian von den AInauten
🚀 So können wir dir helfen:
Wenn du eine Sache aus diesem Newsletter mitnimmst, dann die: Der größte Hebel liegt gerade nicht im nächsten Tool, sondern im Schritt vom Chat-Fenster zum eigenen AI-Mitarbeiter.
Genau dafür haben wir das AI-Mitarbeiter-Bootcamp gebaut. Es ist unser beliebtestes und stärkstes Programm, hunderte AINAUTEN haben es bereits absolviert.
Wenn du noch nicht mit Claude Cowork, Claude Code, Codex und Co. arbeitest: Das Bootcamp ist der schnellste Weg in das neue Zeitalter der Wissensarbeit.
Du richtest deinen ersten AI-Mitarbeiter ein und gibst ihm echte Aufgaben aus deinem Arbeitsalltag. Kein Vorwissen nötig.
Die Summer Edition ist offen, am 3. August geht es los. Es ist die letzte Runde für mindestens 3 Monate, und die Plätze sind limitiert.
