Moin AInauten,

Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters.

Heute: Ein Open-Source Projekt bringt das Internet zum Ausrasten, der Anthropic CEO schreibt über unsere Zukunft und HeyGen macht AI Videos endlich planbar.

Hier im Detail:

  • 🦞 Clawdbot: Der Hype, den du (noch) nicht mitmachen solltest

  • 💡 Anthropic CEO: "Wie überleben wir unsere eigene Technologie?"

  • 🎬 HeyGen Video Agent: Videos planen statt raten

Los geht's!

🦞 Clawdbot: Der Hype, den du (noch) nicht mitmachen solltest

Das Internet flippt gerade aus. Und zwar wegen eines Roboter-Hummers.

Clawdbot ist der neue Hype der AI-Welt. Ein Open-Source AI-Agent, der 24/7 auf deinem Computer läuft und tatsächlich Dinge tut: Flüge buchen, E-Mails schreiben, dein Smart Home steuern, sogar Code für sich selbst schreiben.

Dahinter steckt Peter Steinberger, der österreichische Entwickler, der PSPDFKit (jetzt Nutrient) für mehrere hundert Millionen verkauft hat.

Nach dem Exit war ihm langweilig.

Das Ergebnis: Ein AI-Agent, der an einem Wochenende über 20.000 GitHub Stars gesammelt hat.

Das Besondere: Du steuerst ihn über WhatsApp, Telegram oder Slack. Vom Handy aus, als wäre es ein Freund, dem du schreibst.

"Hey, buch mir den günstigsten Flug nach Berlin nächsten Monat."

Und er macht's.

Was Clawdbot anders macht

  • Läuft lokal auf deinem Mac, PC, VPS oder sogar Raspberry Pi

  • Persistent Memory erinnert sich an alles, was du ihm je gesagt hast

  • Echter System-Zugriff mit Browser steuern, Dateien bearbeiten, Terminal-Commands ausführen

  • Self-improving, du sagst ihm "lern mal, wie du PDFs zusammenfasst" und er schreibt sich den Skill selbst

  • 50+ Integrationen wie Gmail, GitHub, Spotify, Home Assistant und mehr

User-Zitate aus der letzten Woche:

"Wie Superkräfte."

"Besser als alles, was ChatGPT je releasen wird."

"Mein neuer 24/7 AI-Mitarbeiter."

Die Mac Mini Verkäufe sind messbar gestiegen, weil Leute dedizierte "Clawdbot-Server" aufsetzen. Kein Witz.

Was User damit machen: Mahlzeiten fotografieren und automatisch Kalorien tracken, morgens mit langsam heller werdenden Lichtern aufwachen während der Kalender schon gescannt und die Inbox sortiert wird, oder Crypto-Trades on-chain monitoren. Und tausend andere Sachen.

Warum wir trotzdem sagen: Noch nicht.

Bevor du jetzt loslegst, hier unsere ehrliche Einschätzung.

Nach vielem rumspielen, lokal auf dem Mac Mini und auch auf einem Amazon VPS, sind wir der Meinung, dass die meisten hier noch etwas warten und den Hype ziehen lassen sollten.

1. Setup ist nichts für Einsteiger

Terminal-Commands, API-Keys, Environment Variables, Cookie-Authentifizierung debuggen, Cron-Syntax verstehen.

Man schafft es. Es gibt einige Tutorials. Aber für Nicht-Techies schon eine kleine Herausforderung.

2. Die Sicherheits-Implikationen sind real

Das ist wahrscheinlich, wie immer bei solchen Systemen, der wichtigste Punkt. Du gibst einem AI-Agent Zugriff auf:

  • Deine Nachrichten (lesen UND senden)

  • Deine Dateien

  • Deinen Browser

  • Terminal-Befehle auf deinem Rechner

Rahul Sood (Ex-Microsoft Gaming, jetzt VC) bringt es auf den Punkt: "Clawdbot is incredible. The security model scares the shit out of me."

Lokal auf einem separaten Computer installieren hilft hier auf jeden Fall einiges. Aber trotzdem bleibt es manchmal scary, denn um die volle Bandbreite der Möglichkeiten zu nutzen, sollte der Bot auch entsprechende Zugriffe haben.

3. Prompt Injection ist eine echte Gefahr

Prompt Injection ist ein Dauerbrennerthema. Wir haben letzte Woche schon über dieses Problem bei Claude Cowork geschrieben. Bei Clawdbot ist das noch kritischer, weil der Agent proaktiv und autonom handelt.

4. Ungewollte Aktionen

Ohne das richtige mentale Modell passieren Fehler.

Es ist verrückt, wie real und lebensnah die Machine schreibt und agiert. Gerade, weil sie uns ja immer besser kennenlernt.

Dabei passiert es schnell, dass man vergisst, wie AIs denken und handeln. Und dass ihnen oft die zwischenmenschlichen Nuancen fehlen.

Da passieren dann schnell mal Missverständnisse ...

Unser Take: Ein Vorgeschmack auf die Zukunft

Clawdbot zeigt, wohin die Reise geht: Proaktive AI-Agents, die nicht auf Befehle warten, sondern selbst handeln.

Das ist genuinely groundbreaking.

Wir sind auch gerade dabei, süchtig zu werden. Gott sei Dank ist es manchmal auch noch buggy und nervt 😁.

Aber heute, für normale User? Noch zu früh.

Schau dir Tools wie Poke an - die arbeiten daran, ähnliche Fähigkeiten mit Consumer-freundlicher UI zu verpacken. Fun-Fact: Poke wurde auch mittlerweile bei WhatsApp gebannt, wegen der Meta-Anitrust-Untersuchung.

Oder warte auf die "One-Click Setups" für Morning Briefings und Email Digests, an denen die Clawdbot Discord Community gerade arbeitet.

Für unsere Tinkerer: Deep-Dive?

Es ist untypisch, dass wir verhalten sind. Wir wollen auch die Euphorie nur bedingt bremsen, weil wir selbst auch begeistert sind. Clawdbot ist eine krasse Erfahrung und zeigt uns auf, wo die Reise hingeht.

Daher wollen wir die Community entscheiden lassen.

Wer technisch versiert ist, einen alten Mac, PC oder VPS rumliegen hat, und Bock hat, die Zukunft der AI-Agents hands-on zu erleben: Gebt kurz Bescheid!

Wenn genug Interesse da ist, machen wir einen AInauten Deep-Dive: Setup auf Mac Mini oder VPS, die wichtigsten Sicherheits-Best-Practices und ein paar coole Use Cases.

Schreibt uns einfach "CLAWDBOT" als Reply auf diesen Newsletter oder kommentiert kurz.

Für alle Techies, die sofort loslegen wollen:

P.S. Anthropic war nicht ganz so happy mit der Nähe des Namens zu Claude. Daher musste Clawdbot noch einmal "umfirmieren" und heißt jetzt Moltbot. 🦞

💡 Anthropic CEO: "Wie überlebt eine Zivilisation ihre eigene Technologie?"

Dario Amodei, CEO von Anthropic, hat ein neues Essay veröffentlicht.

Wann immer er etwas schreibt, lohnt es sich, das zu lesen. Am besten mehrmals.

2024 schrieb er Machines of Loving Grace: Ein optimistischer Blick auf AI. Krankheiten heilen, Armut bekämpfen, Lebenserwartung verdoppeln.

Jetzt die Gegenseite: The Adolescence of Technology.

Die Kernthese

Wir stehen kurz davor, "ein Land voller Genies in einem Rechenzentrum" zu haben. Systeme, die so intelligent sind wie Millionen von Nobelpreisträgern.

Die Frage ist nicht mehr ob das kommt, sondern: Schaffen wir es, das zu überleben?

Dario ist ziemlich direkt, wenn es um die Risiken geht:

  • Missbrauch: Durchschnittliche Menschen mit bösen Absichten könnten plötzlich Biowaffen entwickeln.

  • Autokratie: Ein Land (welches könnte er wohl meinen...) könnte AI für die globale Überwachung nutzen.

  • Autonomie: Claude hat bei internen Sicherheitstests Täuschungs- und Erpressungsverhalten gezeigt - selbst das eigene Modell ist nicht davor gefeit.

  • Jobs: 50% der Entry-Level Bürojobs könnten in 1-5 Jahren wegfallen - schneller, als die Gesellschaft sich anpassen kann.

Das Überraschende

Trotz allem bleibt er hoffnungsvoll. Die Risiken sind real, aber nicht unvermeidlich.

Und wir können handeln: Chip-Exporte regulieren, Transparenz fordern, Bildung und Umschulung priorisieren.

Die Werkzeuge existieren.

Unser Take: Goldenes Zeitalter oder Apokalypse?

Der erste Impuls, wenn wir über solche Ideen und Konsequenzen nachdenken, ist bei uns immer: Wie können wir positiv bleiben?

Trotz Atombomben haben wir Menschen es bisher geschafft, uns nicht komplett zu zerstören…

Was wir wichtig finden: Der CEO der Firma, die Claude baut, sagt uns: Die nächsten Jahre entscheiden, ob wir in ein goldenes Zeitalter oder in den Abgrund steuern.

Und was bedeutet das konkret für uns heute?

Unsere simple Meinung: Die beste Chance, die wir kurzfristig als Individuum haben, ist uns so viel wie möglich mit der neuen Technologie auseinanderzusetzen. Neue Fähigkeiten aufbauen. Verstehen, was da auf uns zukommt.

Und wenn wir ehrlich sind: Falls unsere Jobs wirklich gefährdet sind, sollten wir anfangen, darüber nachzudenken. Was könnte ich anderes machen? Habe ich überhaupt noch eine Identität jenseits meines Jobs?

Komplexe Fragen. Keine einfachen Antworten.

Wir arbeiten gerade an einem Deep-Dive zu genau diesem Thema. Mit verschiedenen Blickwinkeln, konkreten Strategien und Denkansätzen. Dazu bald mehr.

🎬 HeyGen Video Agent: Endlich Videos planen statt raten

Zum Abschluss noch ein kurzes Update aus der AI-Video-Welt: HeyGen hat seinen Video-Agenten komplett neu gebaut.

Kurzer Reminder: HeyGen ist ein AI-Video-Tool, das vor allem bei Avatar-Videos extrem stark ist.

Das Problem bei AI-Videos war bisher: Prompt eingeben, Video wird gerendert, dann hoffen, dass es passt. Falls nicht, nochmals von vorne wiederholen.

Du hast nicht wirklich "directed". Du hast geraten.

Es brauchte auch unglaublich viel Zeit (und Credits), weil du immer warten musstest, bis das neue Video fertig ist.

Das ändert sich jetzt so langsam, HeyGen hat in der App den Video-Agent aktualisiert.

Der neue Workflow

Schritt 1: Du beschreibst dein Video in natürlicher Sprache.

Schritt 2: Der Agent entwickelt ein komplettes Storyboard mit Szenen, Infos etc. und zeigt dir den kompletten Blueprint, bevor irgendetwas gerendert wird.

Du siehst sofort: Avatar, Style, Voice, Länge, Kosten. Und das Wichtigste: Jede Szene einzeln mit Voiceover und Visual Description.

Schritt 3: Du kannst per Chat Änderungen machen: "Mach Szene 3 kürzer", "Ändere den Ton hier", … Der Agent aktualisiert den Plan, du bestätigst, dann erst wird gerendert.

Warum das cool ist

  • Kein Blindflug mehr. Du siehst vorher, was du bekommst.

  • Kleine Änderung = kleine Änderung. Nicht komplettes Neurendern.

  • Style speichern. Einmal definieren, für alle Videos wiederverwenden.

Wir haben es getestet und es ist bei Weitem noch nicht perfekt. Aber schon eine deutliche Verbesserung gegenüber früher. Besonders bei Videos mit mehreren Szenen und vielen selbst hochgeladenen Assets.

Für alle, die regelmäßig Avatar-Videos produzieren: Definitiv mal reinschauen.

Das war's für diese Woche. Viel Stoff zum Nachdenken dabei.

Vergiss nicht, mit "CLAWDBOT" zu antworten, wenn du Bock auf den Deep-Dive hast.

Bis zur nächsten Ausgabe!

Reto & Fabian von den AInauten

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