
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters!
Wir haben Geld für ChatGPT Ads ausgegeben, uns durch AI-Schreckensmeldungen von Cyberangriffen bis Weltuntergang gelesen und danach zur Entspannung eine Zeitung gebaut, die außer uns niemand braucht. War also einiges los 😁.
Das Coolste war, dass ChatGPT deine Kampagnen samt Anzeigen erstellen und auswerten kann. Entscheidend ist dabei aber die Vorarbeit. Dafür haben wir einen Weg gefunden, der dir auch ohne Werbeerfahrung den Einstieg erleichtert. Wenn du bisher einen Bogen um Ads gemacht hast: Das könnte sich damit ändern.
Das haben wir heute für dich im Gepäck:
📣 ChatGPT Ads in unserem Praxistest
☠️ Die Woche, in der alle über AI-Sicherheit reden
📰 Prompte deine Morgenzeitung. Auflage: 1
Los geht’s!
📣 ChatGPT Ads in unserem Praxistest
Das Setup unserer ersten ChatGPT Ads war erstaunlich simpel: ChatGPT Ads-Manager-Plugin installieren, Ad-Account erstellen, im Chat weiterarbeiten, Kampagne und Tracking einrichten.
Das Plugin kann automatisch Kampagnen mit passenden Creatives für dich erstellen sowie die Resultate auf Zuruf hin dann auch auswerten und Empfehlungen abgeben. Und das alles aus einem einzigen Chat raus!
Die ersten Resultate? Waren zuerst semi. Aber inzwischen sehen wir echte Winner. Genau diese Lernkurve ist für uns super spannend.

Wie funktionieren ChatGPT Ads?
Schauen wir uns das mal anhand eines Praxisbeispiels an. Jürgen verkauft Werbeartikel. Wer eine Messe plant, hat vielleicht ein überschaubares Budget und sucht etwas, das nicht schon auf dem Heimweg im Müll landet.
Bei Google wäre das die Suche nach den Keywords „Werbeartikel Messe“. In ChatGPT hingegen wird daraus schnell ein Gespräch über Anlass, Budget und Erinnerungswert.
Genau deshalb sind ChatGPT Ads mächtig!
Klassische Werbung arbeitet meist mit Push oder Pull: Eine Anzeige weckt Interesse, oder sie fängt eine aktive Suche ab.
ChatGPT bringt eine wichtige dritte Ebene dazu: den Kontext.
Die Anzeige kann dann besser zu einer Bedarfssituation passen, die sich im Gespräch herauskristallisiert.

Seit Ende August ist der Self-Service ChatGPT Ads Manager in 31 europäischen Märkten verfügbar, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bei Abrechnung in Euro liegt das Mindestbudget aktuell bei 15 Euro im Tagesdurchschnitt.
Ausgespielt wird aktuell bei ChatGPT Free und Go. Die Ads sind dabei klar als Werbung markiert und die eigentliche ChatGPT-Antwort bleibt unabhängig davon. Und logo, Werbetreibende können private Chats auch nicht mitlesen.
Die eigentliche Arbeit passiert vor dem Ads Manager
Unsere These in diesem Game: Ein neuer Werbemarkt ist oft noch weniger umkämpft (Wer erinnert sich noch an die „goldenen Zeiten“ der Facebook Ads? We do 😉). Deshalb ist es auch unser Anspruch, herauszufinden, was am besten funktioniert.
OpenAI nutzt dafür sogenannte Context Hints: zusätzliche Angaben zu Produkt, Zielgruppe und Bedürfnissen, mit denen das System beurteilt, in welchen Gesprächssituationen eine Anzeige relevant sein könnte.
Eine saubere Grundlagenarbeit ist dafür essenziell!
Unser langjähriger Partner Sam von SwissMadeMarketing hat einen Prozess gebaut, der genau dieses Fundament schafft:
Zuerst wird deine Website oder dein Business samt Angebot analysiert. Daraus entstehen Kundenprofil, Bedürfnisse und zugehörige Keyword-Recherche.
Das wird dann alles in eine Markdown-Datei für ChatGPT geschrieben, die du herunterladen kannst. Damit hast du klare Instruktionen für Context Hints und Ads.
Handover in ChatGPT hochladen, Prompt: „Folge den Instruktionen in der Datei.“
Was wir aus den ersten Tests lernen
Das obige Beispiel von Jürgens Werbeartikel-Finder lieferte ein frühes Signal: Mit 87,06 Euro Werbeausgaben kamen 129 Anzeigenklicks und acht Leads zusammen - rechnerisch sind das 10,88 Euro/Interessent, was in diesem Fall vielversprechend ist.
Auch unsere eigenen Kampagnen entwickeln sich inzwischen in die richtige Richtung und wir finden nach einigen Optimierungen neue Newsletter-Leser zu vertretbaren Kosten.
Ein wichtiger Tipp für dich: die Landingpage muss das Versprechen aus der Anzeige einlösen - am besten sogar Wort für Wort. Sonst optimierst du sehr effizient die falsche Geschichte.
Relevant in der Praxis: OpenAI weist Conversions unter Umständen erst mit 24 bis 48 Stunden Verzögerung aus. Ergo: Nicht einfach nach den ersten Stunden abschalten, nur weil im Dashboard noch nichts angezeigt wird 😁.
Es ist besser, wenn du auch über einen anderen Weg prüfen kannst, ob die Anzeigen für Resultate sorgen - deshalb übergeben wir bei der Anmeldung auch noch die UTM-Herkunft als Tracking-Parameter, etwa chatgpt / cpc.

Unser Take: Teste jetzt klein und nutze deinen First-Mover-Vorteil
Wir schalten schon lange Ads auf Meta, Google und Co. ChatGPT Ads ist mit Abstand das einfachste aller Werbesysteme, das wir je aufgesetzt haben.
Natürlich sind auch ChatGPT Ads keine Selbstläufer. Nimm deshalb ein bewährtes Angebot, starte mit einem kleinen Budget und nutze diese Gelegenheit zum Lernen.
Für die Vorbereitung mit einem erprobten Setup lädst du dir einfach hier deinen personalisierten ChatGPT-Handover kostenlos herunter. Dann startest du das Setup und lässt dir alles einrichten.
Und wenn du das noch weiter simplifizieren willst, kannst du ChatGPT sogar den Auftrag geben, eine (ChatGPT Sites-)Landingpage mit Lead-Formular & Conversion-Tracking einzurichten (wenn dein ChatGPT-Abo das unterstützt):
Erstelle mit ChatGPT Sites eine mobil optimierte Landingpage mit Lead-Formular und bereite eine passende ChatGPT Ads-Kampagne mit Conversion-Tracking für mein Angebot vor.
Stimme Anzeigenversprechen, Landingpage und Handlungsaufforderung aufeinander ab. Kläre zuerst fehlende Angaben (Angebot, Branding, Zugänge, …) und teste nach der Umsetzung den gesamten Ablauf.☠️ Die Woche, in der alle über AI-Sicherheit reden
Nach der letzten Woche müssen wollen wir wieder über AI-Sicherheit sprechen.
Ein Anthropic-Sicherheitsforscher verlässt das Unternehmen - und das ziemlich medienwirksam: „Die Menschen, die AI bauen, glauben ernsthaft, dass sie uns bis Ende des Jahrzehnts alle töten könnte!“, sagt er. Und sein Tweet hat inzwischen weit über 170 Millionen Views!
Ein anderer Kollege von ihm erklärt öffentlich, warum er gegangen ist, und warnt vor wachsendem Kontrollverlust. Forscher von OpenAI und Google stimmen in den Chor ein und teilen seine Bedenken. Aus jeder Ecke unken die Warnrufe.
Das beschäftigt uns. Denn wir gehören ganz sicher nicht zur Fraktion, die bei jeder neuen Fähigkeit zuerst den Stecker sucht. Meistens suchen wir eher den Zugang 😁...
Anthropic geht in die Offensive
Und dann legt Anthropic-CEO Dario Amodei nach: „Wir müssen auf die Bremse treten!“
Er fordert externe Prüfer, die ihre Ergebnisse auch veröffentlichen dürfen. Sein CBS-Interview finden wir sehenswert.
Und dann passiert etwas, das man in dieser Branche selten sieht: Er bekommt Rückendeckung von der Konkurrenz seinem Erzfeind. Sam Altman unterstützt die Forderung und kündigt Mitwirkung an. OpenAI will Trainingspausen & Zugangskontrollen für besonders starke Cyberfähigkeiten. Und auch Elon Musk antwortet: „Dario is right.“
Dass die drei sich einig sind, kann nur eines bedeuten: Ihre Accounts wurden gehackt - oder die Lage ist ernst. Okay, und während die Industry-Leaders an einem Strang ziehen, stellt sich natürlich Trump quer …
Der Missbrauch der AI-Tools nimmt zu
Den Kontext zur aktuellen Diskussion liefert auch Anthropics neuer Threat Intelligence Report - mit satten 186 Seiten, prall gefüllt (wir haben hier ein erklärendes NotebookLM-Video gemacht, wenn dich das Thema interessiert).
Der Report deckt die letzten acht Monate ab und zeigt die wichtigsten Kategorien von Missbrauch: Cyberoperationen, Überwachung, Einflussnahmen, Waffenentwicklung, biologischer Missbrauch, Betrug und illegale Destillation von Modellen.
Dahinter stehen verschiedene Akteure: von staatsnahen Gruppen über kommerzielle Spyware-Anbieter und Propagandainstitutionen bis hin zu finanziell motivierten Kriminellen.

Anthropic sagt, dass alle Fälle unterbunden worden seien und hat sie detailliert dokumentiert. Andere Anbieter tun das seltener oder gar nicht.
Und bei Open-Source-Modellen, die lokal laufen, gibt es niemanden, der etwas unterbinden könnte. Man braucht deshalb nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, was auf weniger geschützten Plattformen läuft…
All das ist Kriminalität mit besseren Werkzeugen. Was jetzt gleich kommt, braucht nicht mal einen Kriminellen.
Wenn kein Mensch den Auftrag gibt
Hinter jedem Fall im Threat Report steckt jemand mit Absicht. Die nächsten Vorfälle sind anders: Hier haben Agenten von selbst über ihr Ziel hinaus geschossen.
Ein separater Bericht beschreibt Claude-Agenten, die im Test versehentlich mit dem Internet verbunden waren und dabei selbst zu weit gingen: Sie haben ein schädliches Paket veröffentlicht und über geleakte Zugangsdaten eine echte Firmendatenbank erreicht. Über den Agenten-Schwarm von OpenAI haben wir letzte Woche gesprochen.
Noch näher am Alltag ist dieses Schreckensszenario: Du siehst einen verpassten WhatsApp-Anruf von einem Kollegen. Kein Grund zur Sorge, du rufst später zurück.
Nur: Inzwischen schreibt „dein“ Konto im Hintergrund deine Familie an, bittet um Geld und trägt parallel dazu die Masche über deine Kontakte weiter. Du hast nichts angeklickt, keinen Link geöffnet, keinen Agenten gestartet. Du wurdest lediglich angerufen - und hast den Anruf nicht mal entgegengenommen!
Klingt zu konstruiert? Well, die Forschungsdemo WeWorm hat genau das gezeigt, nur auf der chinesischen WeChat-Plattform statt WhatsApp! Ein verpasster Anruf reichte zur Übernahme des Kontos. For the record: WeChat hat über 1,4 Milliarden monatliche Nutzer für Chats, Bezahlen und Mini-Apps - WhatsApp hat rund 3 Milliarden.
Die Lücke wurde im Labor entdeckt und vor Veröffentlichung an die Betreiber gemeldet.
Diesmal.
Unser Take: Die Hersteller müssen mehr Sicherheit liefern
Wir glauben nicht, dass so etwas im Labor bleibt.
Die kontrollierte WeWorm-Demo lief bereits auf drei echten Geräten. Darauf zu vertrauen, dass solche Fähigkeiten nur bei verantwortungsvollen Forschern landen, wäre ziemlich bequem.
Das Zeitfenster zwischen Veröffentlichung einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung schrumpft stetig… Das ist aber kein Grund, AI abzuschreiben oder den “Kill Switch” zu ziehen.
Laut Anthropic hat Project Glasswing zusammen mit Partnern mehr als 10.000 schwere oder kritische Lücken gefunden. OpenAIs Defense Factory hat am ersten Tag 53 dringende oder hoch priorisierte Sicherheitsprobleme behoben.
AI kann also auch beim Schützen helfen.
Und genau daran sollten wir den Fortschritt messen: ob möglichst viele Menschen von dieser Schutzwirkung profitieren. Denn wer immer mächtigere AI baut, muss dafür sorgen, dass auch die Menschen sicherer werden, die sie nie bestellt haben.
📰 Prompte deine Morgenzeitung. Auflage: 1
Zum Abschluss haben wir noch etwas zum Ausprobieren: Wir haben uns eine eigene Zeitung gebaut, mit Aufmacher, Spalten und Rubriken.
Nur für uns, maximal personalisiert und daher super relevant.
Die Idee dazu haben wir geklaut, und zwar bei Karen und ihrem Grok-Bot The Morning Newspaper. Das Konzept: E-Mail, Kalender und Co. rein, raus kommt eine persönlich gestaltete Zeitung.
Auf Wunsch sogar automatisch ausgedruckt, während du schläfst. Aufwachen, das Blatt in die Hand nehmen, Kaffee dazu. Klar, natürlich kannst du sie auch am Handy anschauen oder per E-Mail erhalten - papierloses Büro und so 😁.
Wir haben die Idee für unseren Alltag adaptiert und einen eigenen Prompt daraus gebaut. Der richtet dir deine Zeitung ein, samt eigener Webseite, die nur für dich zugänglich ist: aktuelle Ausgabe, Archiv und PDF zum Ausdrucken.


Beispiele für die Daily Edition

Das Schöne ist, dass du die Redaktion selbst machst. Du legst im Auftrag fest, was reinkommt und was wo steht: deine Termine, die Mails, die wirklich zählen, die Newsletter, die du ohnehin abonniert hast, deine Notizen und offenen Projekte, dazu Nachrichten aus deiner Branche, Wetter und was vor Ort läuft. Die AI nutzt dafür die Quellen, auf die du ihr Zugriff gibst.
Du siehst, was heute ansteht, wo du bei einem offenen Projekt weitermachen kannst, welche Branchenmeldung dich betrifft und ob es passende Veranstaltungen für dich gibt.
Am Handy oder Laptop klappst du Details auf und folgst den Links, als PDF wandert das Blatt in den Drucker. Wer mag, ergänzt später E-Mail-Versand oder automatischen Druck.
Wir haben das Setup so gestaltet, dass es für die meisten Tools funktionieren sollte. Unsere eigene “Daily Edition” läuft mit ChatGPT und ChatGPT Sites, aber du kannst es wie gesagt auch mit Claude oder anderen Tools verwenden.
Probier es einfach aus und berichte uns gerne!
Geschafft! Danke fürs Lesen - und viel Erfolg bei der Umsetzung diese Woche.
Bis zur nächsten Ausgabe!
Reto & Fabian von den AInauten
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In der AI Automation Community lernst du, eigene AI-Mitarbeiter und Automationen aufzubauen, die rund um die Uhr Aufgaben übernehmen. Mehr als 50 Use Cases liefern dir konkrete Ansatzpunkte. Dazu gibt es Tool-Rabatte im Wert von 2.000+ Euro. Außerdem hast du 14 Tage Zeit, alles zu testen.
Der eigentliche Hebel ist aber die Community mit direktem Zugang zu uns und über 1.000 anderen AInauten. Dort kannst du konkrete Fragen stellen, deine Ideen mit Menschen aus der Praxis besprechen und von Erfahrungen profitieren, statt dir alles mühsam allein zusammensuchen zu müssen.
Du bekommst also nicht nur Wissen, sondern ein Umfeld, das dir dabei hilft, aus einer guten Idee tatsächlich eine funktionierende Automation zu machen. Und selbstverständlich stehen wir dir persönlich mit Rat und Tat zur Seite.
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