
Hi AInauten,
Willkommen zum Deep-Dive für diese Woche.
Diesmal geht es um die AI-Assistenten, die dir nicht antworten, sondern für dich weitermachen: Dots von OpenAI, Muse von Meta, Instinct und ihre Verwandten.
So ist der Post aufgebaut:
Und bei all den Sachen, die uns diese Personal Agents erlauben und möglich machen: Vieles im Leben lässt sich nicht automatisieren. Und manches geht zwar, sollte aber trotzdem von dir selbst kommen. Welche Dinge das bei dir sind, entscheidest du am besten, bevor du dem Assistenten Zugriff gibst.
Ready? Dann legen wir los, mit einem konkreten Praxisbeispiel - die Video-Walkthroughs findest du weiter unten.
Ein Kürbisfest, ein Kalendereintrag und die Frage, wer hier eigentlich arbeitet
Wir hatten den Instinct-Assistenten gebeten, das Pumpkin Festival auf Governors Island im Blick zu behalten. Einen Termin gab es damals noch nicht, Instinct fand auch keinen.

Unser Auftrag an Instinct: Das Datum ist noch offen, der Assistent soll dranbleiben.
Zwei Tage später kam trotzdem eine Nachricht: Das Datum war inzwischen kommuniziert und der Eintrag dazu direkt im Kalender erfasst.

Die spätere Rückmeldung: Instinct nennt die veröffentlichten Termine und meldet die Kalendereinträge. Screenshots aus unserem Praxistest vom 21. September.
Das mag vielleicht nach einer Kleinigkeit klingen.
Aber für uns wurde in dem Moment klar, worum es im Consumer-AI-Markt gerade geht!
Ein Chatbot hätte uns gesagt, dass es noch keinen Termin gibt, und damit wäre die Sache für ihn erledigt gewesen.
Instinct hingegen hat sich die Frage gemerkt und zwei Tage später von selbst geantwortet.
Um genau diese Fähigkeit geht es im Markt gerade: Wer behält deine offenen Sachen im Blick, während du etwas anderes machst?
Diese Assistenten, oder auch “persönliche Agenten” genannt, laufen dauerhaft, erhalten Zugriff auf deine Konten (=Kontext und Tools) und verfolgen Aufgaben über Stunden oder Tage - auch wenn du die App längst zugemacht hast.
Ein Chatbot wie ChatGPT, Claude oder Gemini antwortet, wenn du fragst. Ein persönlicher Agent hingegen soll sich melden, wenn es etwas zu melden gibt.
Entscheidend ist deshalb nicht, welche Demo am eindrucksvollsten aussieht.
Entscheidend ist, welcher Assistent über Tage zuverlässig erledigt, was du ihm anvertraust, und wie viel Zugriff du ihm dafür geben musst.
Was diese Assistenten heute wirklich erledigen
Wir konnten Instinct und Meta Muse in den vergangenen Wochen im echten Alltag nutzen und haben auch einen ersten Eindruck von ChatGPT Dots gewonnen.
Unser handfester Fall: Instinct hat unsere Mobilkosten um 360 US-Dollar pro Jahr gesenkt und die Kosten für den Internetzugang um 130 US-Dollar pro Jahr. Das macht zusammen 490 Dollar, not bad. Außerdem hat Instinct Amazon-Bestellungen auf fehlende Erstattungen geprüft und nachgefasst.
Der Auftrag lautete übrigens bewusst nur: Hilf uns, Geld zu sparen.
Hier ist unser Instinct Walkthrough, damit du dir einen ersten Eindruck verschaffen kannst.

