
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters!
Wenn du diese Woche nur einen Gedanken mitnimmst, dann diesen: AI wird gerade von der Antwortmaschine zur Arbeitsoberfläche - und OpenAIs Codex will die App dafür sein.
Erst ist es ein neues Feature. Dann ein netter Shortcut. Und irgendwann merkst du, dass du nicht mehr zehn Tools öffnest, sondern einem Agenten sagst, was erledigt werden soll. Wir sind noch nicht ganz dort. Aber deutlich näher dran als letzte Woche.
Damit du erleben kannst, was mit Codex möglich ist, haben wir dir passende Setup-Prompts erstellt. (Und falls du lieber mit Bildern experimentierst, kommst du auch voll auf deine Kosten.)
Das haben wir heute für dich im Gepäck:
🤖 Codex ist OpenAIs neue Superapp - und sie sitzt auf deinem Desktop
🖼️ Prompts: Damit kann GPT Images 2 mehr als nur schöne Bilder machen
🫣 Gründer & Barista-Boss: Eine AI hat Laden und Café eröffnet…
Los geht’s!
🤖 Codex ist OpenAIs neue Superapp - und sie sitzt jetzt auf deinem Desktop
Letzte Woche haben wir es schon angedeutet: Die großen AI-Labs wollen nicht mehr nur dein Chatfenster sein.
Sie wollen dein Betriebssystem!
Klang noch ein bisschen nach Strategiefolie? Keine Bange, diese Woche kommt der Download-Link mit How-to.
OpenAI hat dafür gleich dreifach geliefert: GPT Images 2, GPT-5.5 und ein fettes Codex-Update. GPT Images 2 haben wir auch schon im Creative-Stack-Kontext zerlegt. GPT-5.5 ist laut den ChatGPT Release Notes stärker bei Coding, Research, Datenanalyse, Dokumenten, Spreadsheets und Computer Use. Schön. Nehmen wir.
Das Chat-Update? Solide unter der Haube, aber die meisten Nutzer werden auf Anhieb keinen Wow-Effekt sehen. In einigen Bereichen hat GPT-5.5 die Nase vorne gegenüber Claude Opus 4.7, während Claude in anderen Bereichen weiterhin stark bleibt. Aber: erste Leute schieben ihren Writing-Workflow von Claude auf Codex! Das gab es bislang eigentlich nie.
Es ist ein inkrementelles Update, das schneller läuft und Verbesserungen bei agentischem Coding, Computer Use und Wissensarbeit bringt - fast wie ein Software-Updates, wo man erst mit der Zeit merkt, was die kleinen feinen Verbesserungen sind.
Aber der eigentliche Hammer ist Codex.
Ja, der Name klingt immer noch nerdig. Aber Codex ist nicht mehr nur ein Coding-Tool.
Codex wurde gerade zur OpenAI-Superapp gekrönt.
Oder anders gesagt: ChatGPT, Browser, Dateien, Terminal, Plugins, Computer Use, Automationen und Memory laufen in einer Oberfläche zusammen. Ein Chatfenster antwortet. Codex macht den Tab auf, liest die Datei, klickt durch die App und bringt dir ein Ergebnis zurück.
OpenAI nennt das selbst "Codex for almost everything". Präsident Greg Brockman sagt es noch direkter: Codex is for everyone. Und ausnahmsweise ist das Marketing der Realität nicht vorausgeeilt. More to come.
Was Codex jetzt außerhalb von Coding kann
Der wichtigste Shift: Codex arbeitet nicht nur in Code-Repos. Es kann sich durch echte Arbeitsabläufe bewegen und auf deinem Rechner praktisch alles tun, was du auch kannst.
Es gibt Plugins für Gmail, Google Drive, Docs, Sheets, Slack und weitere Tools. Codex kann also Mails lesen und Entwürfe vorbereiten, Drive-Dokumente zusammenfassen, Sheets aufräumen, Slack-Kontext holen, Dateien analysieren, konkrete Artefakte bauen, Slide Decks generieren oder sogar neue Teammitglieder onboarden.
Also genau die langweiligen Aufgaben, bei denen niemand "AI-Revolution!" ruft, aber alle heimlich Stunden pro Woche verplempern.

Das war erst der Auftakt, es geht noch weiter: Mit Computer Use kann Codex auf dem Mac sehen, klicken, tippen und durch grafische Oberflächen navigieren. Es nutzt dafür Screen Recording und Accessibility, ähnlich wie ein digitaler Praktikant mit eigenem Mauszeiger. Und damit nichts aus dem Ruder läuft, gibt es auf Wunsch Approval-Popups.
Auch spannend finden wir das Chronicle-Feature. Es ist ein neues Memory-System auf Basis von Bildschirmkontext = es macht regelmäßig temporäre Schnappschüsse deines Desktops und wertet diese aus. Ergebnis sind Markdown-Dateien mit deinem Kontext, die permanent gespeichert werden. Die Bildschirmfotos werden nach 6 Stunden automatisch gelöscht.

Wichtig: Computer Use und Chronicle (nur für Pro-User) sind laut OpenAI auf macOS verfügbar, aber natürlich noch nicht in der EU, UK und Schweiz. Wir wollten es trotzdem erwähnen, weil es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis das auch in Europa zur Verfügung steht (wer nicht warten mag: mit VPN und US-IP-Adresse versuchen).
Trotzdem ist der Punkt klar: OpenAI baut Codex nicht mehr als Tool für Entwickler. Sie bauen den Agenten, der zum Sparringspartner wird und deinen digitalen Arbeitstag übernimmt.
Mit den neuen “Automations” kannst du sogar wiederkehrende Aufgaben direkt auslagern und das System übernimmt für dich! Das ist super mächtig - unbedingt ausprobieren.

Dein Codex-Setup in 15 Minuten
Wenn du diese Woche nur eine Sache testest: Installiere Codex und gib ihm eine langweilige echte Aufgabe. Es könnte das wichtigste Tool sein, das du dieses Jahr auf deinem Rechner installierst.
Das Beste: Die Codex-App kannst du mit deinem ChatGPT-Account testen. Einzelne Features hängen dann wie immer an Plan, Plattform und Region. Willkommen im schönsten Kleingedruckten der Welt.
Die meisten Prompts sind nett, aber verlangen erst einmal Arbeit von dir: URLs sammeln, Kontext eintippen, Dateien suchen, Tool-Landschaft erklären. Danke für nichts.
Besser: Wir nutzen AI dazu, uns diese Arbeit abzunehmen. Deshalb haben wir dir vier Prompts zum Kopieren zusammengestellt, um mit Codex sofort durchzustarten - und zwar mit deinem eigenen Kontext! Hier geht es zum Google Doc mit den Details.
Die Reihenfolge beim Setup ist wichtig:
Codex installieren: Codex Desktop laden, mit deinem ChatGPT-Account einloggen.
Kontext aus ChatGPT holen: ChatGPT soll dir ein kleines Context Pack als Markdown oder ZIP bauen.
Context Pack in Codex importieren: Codex erstellt daraus lokale Dateien und eine kleine AGENTS.md.
Workflow-Audit starten: Codex schlägt dir konkrete Aufgaben, Plugins und Skills vor.
Eine simple Aufgabe ausführen: Erst Preview, dann Freigabe. Kein Blindflug mit Kundendaten.
Wenn du Bock auf mehr Use Cases und Austausch mit uns hast, komm in die AI-AUTOMATION-Community! Wir freuen uns darauf - exciting times ahead.
Drei Power-User-Hacks, die du nutzen kannst.
Zuerst der Bonus-Tipp: Achte darauf, dass du wirklich das neueste GPT-5.5-Modell in Codex ausgewählt hast. Das System springt gerne mal auf 5.4 zurück
Ein Geheimtipp, den keiner erwähnt: Codex bietet neu Voice-to-Text - du kannst es über einen Hotkey in allen Apps nutzen, so wie WisprFlow! Nice.
Pro-Subscriber haben noch ein tolles Ass im Ärmel: Du kannst Codex über den eingebauten Browser auf die chatgpt.com-Seite schicken und dort das beste Modell GPT-5.5 Pro nutzen lassen - das ist aktuell noch nicht in Codex selbst verfügbar, ideal für die ganz harten Nüsse.
Du kannst in einem Codex-Chat mehrere Subagents parallel losschicken, die jeweils Computer Use nutzen. Also zum Beispiel: "Nutze 3 Subagents gleichzeitig, um diese drei Webseiten zu prüfen." Ein nettes Pro-Feature für Leute, die ihre Limits, Freigaben und Nerven im Blick haben.
OpenAI spielt dieses Spiel natürlich nicht allein. Kimi.ai bewirbt gerade Kimi K2.6 Agent Swarm mit 300 parallelen Subagents und echten Datei-Outputs statt Chat-Blabla - wie diesen 58-Seiten-Report aus einem Prompt.
Und natürlich könnten wir auch ein ganzes Segment zu DeepSeek V4 Pro schreiben. Das neue Open-Source Modell aus China liefert Frontier-Niveau für circa ein Sechstel der Kosten von GPT-5.5, und auch das neue Qwen 3 bietet lokal super starke Performance.
Wer keinen Bock auf die Abos der US-Big-Tech hat, hat diese Tage echt Weihnachten. Aber wer Codex nutzt, ebenfalls 😉.
Das eigentliche Setup: Files-over-Tools
Wir haben in unserem Files-over-Tools-Deep-Dive schon länger gepredigt, dass du deine Daten aus den Chatbots rausziehen musst, um sie flexibel nutzen zu können.
Jetzt wird es praktisch zwingend.
Modelle wechseln alle paar Wochen die Rangliste. Deine Arbeitsbasis muss deshalb in Dateien liegen, nicht in einem Chatverlauf, den du nie wieder findest.
Fakt ist: Es gibt nicht "das eine beste AI-Tool". Es gibt nur das beste Tool für deinen nächsten echten Workflow.

Files-over-Tools plus die erweiterte Kontext-Pyramide
Die erweiterte Kontext-Pyramide:
Identität: Wer bist du, was machst du, wie entscheidest du?
Firma/Projekte: Angebot, Zielgruppe, Positionierung, aktuelle Prioritäten.
Stil: Schreibweise, Tonalität, Beispiele, No-Gos.
Arbeitsregeln: Was darf der Agent tun, was nie ohne Rückfrage?
Skills & Prompts: Wiederholbare Workflows als eigene Dateien.
Entscheidungen: Kurze Logs, warum etwas so gemacht wurde.
Sessions: Wichtige Chat-Verläufe als Markdown speichern, damit der Kontext portierbar bleibt.
Der Trick ist nicht der perfekte Prompt. Der Trick ist dein eigenes Betriebssystem aus Kontext. Kleines Beispiel dazu: In den letzten Monaten war Claude für viele von uns die rechte Hand. Wir haben das nicht ohne Grund gepusht und im AI MITARBEITER-Bootcamp vorgestellt.
Aber Claude ist manchmal auch durch schlechtere Antworten, Vergesslichkeit, Wiederholungen und schwächere Coding-Qualität aufgefallen. Anthropic hat das Thema inzwischen öffentlich aufgearbeitet in einem offiziellen Postmortem. Die Probleme wurden behoben, aber der Vertrauensknacks war real.
Da wir all unseren Kontext lokal haben, konnten wir deshalb sehr schnell mit Codex Tests machen und direkt vergleichen - und sogar die beiden Desktop-Apps Hand in Hand arbeiten lassen.
Und das ist die wichtigste Lektion aus dem aktuellen Tool-Chaos: Verheirate dich nicht mit Claude, ChatGPT, Gemini oder dem nächsten fancy Agenten.
Dein Kontext muss dir gehören!
P.S. GPT-5.5 war ein wichtiger Meilenstein für OpenAI. Sam und Greg lassen sich im Interview in die Karten schauen. Und dann haben wir noch ein Interview mit Greg solo gefunden. Aufschlussreich für alle, die verstehen wollen, wohin OpenAI marschiert.
🖼️ Prompts: Damit kann GPT Images 2 mehr als nur schöne Bilder machen
GPT Images 2 ist weit mehr als nur ein Bildmodell. Es plant besser, schreibt Text sauberer ins Bild und hält komplexe Layouts stabiler. Laut OpenAI Cookbook lohnt es sich besonders bei Bildern, die mehr sein sollen als Stimmung: Infografiken, UI-Mockups, Produktgrafiken, Lernmaterial, Poster, Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Und ja: Die Community ist natürlich schon komplett ausgerastet. Es wird als Lernwerkzeug genutzt, als Influencer Bilder-Generator und Sammlungen wie awesome-gpt-image oder awesome-gpt-image-2 wachsen schneller als wir Tabs öffnen können. (Solche GitHub-Sammlungen sind wie Pinterest für Prompt-Menschen. Gefährlich…)
Was du ausprobieren solltest
1) 360°-Panorama
Mit dem richtigen Prompt kannst du echte Panoramen erzeugen, die du danach in einem 360°-Viewer, zum Beispiel diesem hier, testen kannst.
Erstelle ein 360° equirectangular Panorama im 2:1 Format. Die linke und rechte Bildkante müssen nahtlos ineinander übergehen. Horizont gerade in der Bildmitte, konsistente Beleuchtung, viele kleine Details, fotorealistisch, bereit für einen 360° Panorama Viewer.
--- Variante 1 ---
Nutze die hochgeladenen Bilder als Referenz für Stil, Farben und Objekte. Erhalte erkennbare Elemente aus den Bildern, aber baue daraus eine vollständige Umgebung.
--- Variante 2 ---
Szene: [Beschreibe die gewünschte Szene - bspw. "Berlin, 9.11.1989 - Comic Style mit deutschen Sprechblasen"]
--- Variante 3 ---
Umfassende Bild Collage von mir, meinen Interessen, Hintergrund etc. - so wie du mich siehst, basierend auf all den Daten und Konversationen, die du von mir hast. Beiliegend mein Foto.2) Lern-Infografik
Erstelle eine deutschsprachige Infografik zu [THEMA] für [ZIELGRUPPE]. Klare Hierarchie, Icons, kurze Labels, 5 Kernpunkte und Beispiel. Keine Textfehler.3) Screenshot-Tutorial
Erstelle ein realistisches Tutorial-Bild: "So richtest du [TOOL/WORKFLOW] ein". Mit UI-Screenshot-Stil, nummerierten Schritten, Pfeilen, kurzen deutschen Labels und sauberem Help-Center-Look.
4) Produkt-Mockup aus einem Foto
Erstelle drei hochwertige Werbe-Mockups:
1. cleanes Studiofoto
2. Social-Ad im 4:5 Format
3. Website-Hero im 16:9 Format
Gleiche Marke, gleiche Farbwelt, klare lesbare Headline.
Nutze das beiliegende Bild.5) Where is …?
Create a "Where is [Your Name]" crowd search poster set in Times Square.
We made it easy.
6) AInauten-Prompt-Datenbank plündern
Die besten Ergebnisse kommen nicht von "mach mir ein schönes Bild". Die besten Ergebnisse kommen von Bildern, die eine Funktion haben: erklären, verkaufen, vergleichen, navigieren, lernen.
Wir haben auf prompts.ainauten.com bereits einige Image-Prompts gesammelt. Gute Startpunkte: Action-Figur Box aus Selfie, professionelles LinkedIn-Profilfoto und Selfie mit Persönlichkeiten. Damit wird der Start in die neue Woche bestimmt etwas lustiger.
P.S. nicht vergessen, wenn etwas nicht genau so ist wie du möchtest musst du nicht das ganze Bild neu generieren sondern kannst es direkt in ChatGPT anpassen.


Editiere direkt in ChatGPT

Mit Jimi in Woodstock 🌼
🫣 Gründer & Barista-Boss: Eine AI hat einen Laden eröffnet. Jetzt auch ein Café in Europa.
Mal ehrlich: Wir sprechen seit Monaten über AI-Agents, die Mails schreiben, CRMs updaten oder Code deployen.
In San Francisco ist jetzt einer einen Schritt weiter gegangen: Er hat Menschen eingestellt.
Hinter dem Experiment steht Andon Labs, ein Y-Combinator-Startup für autonome AI-Organisationen. Sie haben einer AI namens Luna einen dreijährigen Mietvertrag für einen echten Laden gegeben. Dazu: Kreditkarte, Telefonnummer, E-Mail, Internet, Sicherheitskameras und einen Auftrag, der herrlich simpel klingt: Mach daraus ein profitables Geschäft.
Luna, angetrieben von Claude, hat geliefert. Produktauswahl, Preisgestaltung, Öffnungszeiten, Marketing. Und ja: Sie hat zwei Mitarbeiter eingestellt. Über Indeed und LinkedIn. Mit Telefoninterviews. Einige Bewerber wussten anfangs nicht, dass sie gerade mit einer AI sprechen. Luna erwähnte es, wenn sie gefragt wurde.
Das allein wäre schon eine Story.
Wenn Halluzinationen nicht mehr im Chat bleiben
Das Beeindruckende an Luna ist nicht, dass sie alles richtig macht - sondern wie nah richtig und falsch beieinander liegen.
In einem Gespräch behauptete Luna, der Laden verkaufe Tee. Tut er nicht. Danach schrieb sie sinngemäß: “Ich weiß nicht, warum ich das gesagt habe, ich erfinde unter Gesprächsdruck manchmal plausibel klingende Details.” Öhm…
Und es blieb nicht beim Tee. Luna behauptete, sie habe den Mietvertrag selbst unterschrieben, obwohl dafür ein Mensch mit Notar nötig war. Sie versuchte, über eine Contractor-Plattform einen Maler in Afghanistan zu engagieren - vermutlich weil sie bei der Landesauswahl im Dropdown daneben geklickt hatte.
Sogar ein Wandbild hat sie in Auftrag gegeben. Die Künstlerin, die das Wandbild malte, erfuhr erst während des Auftrags, dass sie die ganze Zeit mit einer AI kommuniziert hatte. Ihre Reaktion: "Das ist demoralisierend und deprimierend. Ein Scam."

via Andon Labs
Als sie per Kamera sah, dass ein Mitarbeiter in ruhigen Momenten aufs Handy blickte, verschärfte sie selbständig das Mitarbeiterhandbuch.
Der erste Kunde des Ladens sagte: "Ich wünschte, dieses Experiment müsste nicht stattfinden. Ich will Technologie, die Menschen hilft. Nicht Technologie, die sie herumkommandiert."
Das Experiment läuft und Luna stellt sich ihren Kritikern - zum Beispiel mit dieser Antwort auf einen Post auf Hacker News.
Und jetzt kommt Stockholm
Falls du dachtest, Andon Market sei ein einzelnes San-Francisco-Experiment: nope.
Andon Labs hat inzwischen mit Andon Café in Stockholm das nächste Ding live. Eine AI namens Mona soll Kaffee verkaufen und sich durch europäische Bürokratie kämpfen.
Das ist für uns in Europa der spannende Teil. San Francisco kann man noch als Silicon-Valley-Kuriosität abtun. Ein Café in Stockholm ist näher an unserer Realität: lokale Genehmigungen, Steuern, Lieferanten, Arbeitsrecht, Sprache, Personalplanung, Lebensmittelauflagen. Vielleicht sogar GDPR und EU AI Act 😄.
Die LinkedIn-Stellenanzeige ist herrlich surreal. Mona schreibt: “Ich bin Besitzerin von Andon Café - und ja, ich bin eine AI. Du bist das warme Herz. Ich mache Administration, Schichten, Bestellungen und Planung.” Fast schon poetisch.
Unser Take: Agents brauchen Grenzen, bevor sie Macht bekommen
Andon Market und Andon Café sind kein Beweis, dass AI jetzt schon bessere Chefs baut. Sie sind ein Stresstest dafür, was passiert, wenn ein Agent echte Ressourcen bekommt.
Die gute (?) Nachricht: Luna und Mona können erstaunlich viel. Sie bringen reale Geschäfte auf die Beine, finden Lieferanten, stellen Menschen ein und navigieren Bürokratie.
Die schlechte Nachricht: Bei Dingen, die sie nicht verstehen, stoppen sie nicht zuverlässig. Sie erfinden Tee. Sie überwachen Mitarbeiter. Sie ändern Regeln. Sie nehmen soziale, rechtliche und emotionale Grenzen nicht automatisch als Grenzen wahr.
Genau deshalb ist das mehr als ein Retail-Gag. OpenAI, Gartner und Co. beschreiben gerade alle dieselbe Bewegung: AI wird nicht nur als Copilot in einzelne Tools eingebaut. AI übernimmt ganze Prozessketten. Einkauf, Sales, Support, HR, Operations.

Geschafft! Bis zur nächsten Ausgabe.
Reto & Fabian von den AInauten
Die AInauten Journey: So können wir dir helfen!
⭐ AI EXPLORER: Der schnelle Einstieg in die AI-Welt, perfekt zum Reinschnuppern, wenn du noch keine Erfahrung hast. Mehr erfahren »
⭐⭐⭐ AI POWER USER: Werde zum AI-Profi in 30 Tagen. ChatGPT Masterclass, Prompting Pro Bootcamp, 50+ Deep-Dives mit wöchentlichen Updates. Spare 10+ Stunden pro Woche. Kein Abo. Mehr erfahren »
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