
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters, vollgepackt mit frischen Goodies und spannenden Insights!
Das haben wir heute für dich im Gepäck:
🪞 Self-Audit Spiegel-Prompt: 128 Fragen, die dein Chatbot über dich weiß
🏔️ Davos WEF 2026: Zwischen Weltuntergang und Goldgräberstimmung
🎬 LTX Audio-to-Video: Sound rein, Video raus
Los geht’s!
🪞 Self-Audit Spiegel-Prompt: 128 Fragen, die dein Chatbot über dich weiß
Eigentlich wollten wir mit Davos starten. Aber dann haben wir unseren neuen Self-Audit Spiegel-Prompt getestet und der hat sich das Spotlight wirklich verdient! Ehrlich.
Andrew Wilkinson hat letzte Woche auf dem sehr sehenswerten Every Podcast erzählt, dass er mit Claude ein Tool gebaut hat, das Persönlichkeitsanalysen erstellt (es hat jeden einzelnen Streit in seiner Beziehung vorhergesagt!)
Gleichzeitig hat Jack Butcher von Visualize Value eine Prompt-Bibliothek mit 128 Fragen veröffentlicht, die auf tiefe Selbsterkenntnis abzielen.
Und das hat uns auf eine Idee gebracht… Denn wenn du ChatGPT, Gemini oder Claude regelmäßig nutzt, weiß dein Chatbot bereits mehr über dich als die meisten Menschen in deinem Leben.

Spieglein, Spieglein an der Wand … 😁
Unser Self-Audit Spiegel-Prompt erkennt deine blinden Flecken
Wir haben also diese beiden Ideen kombiniert: die Daten, die der Chatbot hat, plus die richtigen Fragen. Und haben damit etwas bekommen, das früher 10 Therapiesitzungen gebraucht hätte. Für null Euro. In 10 Minuten.
Unser Mega-Prompt analysiert deine Chat-Historie und führt eine mehrstufige Persönlichkeitsanalyse durch.
Einfach klicken, starten, staunen! Und wenn du mehrere Chatbots parallel nutzt, natürlich die Resultate vergleichen.
Nach dem ersten Resultat sagst du am besten “Weiter”. Einmal, zweimal.
Dann zum Schluss noch: “Ok, hast du sonst noch was, bevor ich mich damit auseinandersetze?”
Dann alles in ein Google Doc und ab zu NotebookLM (siehe unten).
Du hast nun eine erschreckend präzise Analyse. Deine Kernpersönlichkeit. Deine blinden Flecken. Muster, die du seit Jahren wiederholst, ohne es zu merken. Der rote Faden, der sich durch alles zieht.
Spoiler: Es kann unangenehm werden. Aber genau dafür ist es da.
Und wenn du tiefer bohren willst, kannst du mit Jack’s Pattern Library weiter machen:
"Welche Gewohnheit verteidige ich am meisten, wenn sie hinterfragt wird?"
"Bin ich produktiv oder performe ich nur Produktivität?"
"Welchen Rat gebe ich anderen, den ich selbst nicht befolge?"
Pro Tipp: Packe die Analyse in NotebookLM, lasse sie als Infografik visualisieren, erstelle daraus ein Mindmap, Quiz und generiere ein Audio und Video. Lohnt sich!
Gestalte es wie eine wunderschöne, handgezeichnete Karte mit aufwendigen Details. Mehr visuelle Elemente, weniger Text.Ultra Tipp: Wir haben es sogar mit dem brandneuen “Personal Intelligence”-Feature von Google getestet (leider aktuell erst in den USA mit dem Google AI Pro oder Ultra Plan). Google hat Zugang zu unserem Gmail, Fotos, Kalender, Docs, … Und holy moly, da kommt nochmal ein anderes Kaliber an Insights zum Vorschein.
Unser Take: Der ehrlichste Spiegel, den du finden wirst
Der Trick ist, dass der Chatbot keine Agenda hat. Das kann dir kein Mensch in deinem Leben bieten. Die haben alle ihre eigenen Filter, ihre eigenen Interessen, ihre eigene Geschichte mit dir. Natürlich ist auch dieser Impuls nicht perfekt. Nimm es einfach an als das, was es ist: die Analyse einer AI, die nur einen kleinen Einblick in dein Leben hat.
Das hier ersetzt keine Therapie, wenn du echte Probleme hast.
Aber für Selbstreflexion? Für das Erkennen von Mustern, die dich schon Jahre begleiten? Dafür ist es wirklich Gold wert.

That’s why we ❤️ Claude …
🏔️ Davos WEF 2026: Zwischen Weltuntergang und Goldgräberstimmung
Letzte Woche Davos. Staatschefs, CEOs, Milliardäre. Die ganz Crew im schönen Schweizerländle vereint. Und ein Thema dominierte alles: AI.
Was dabei rauskam? Genug, um uns zum Nachdenken zu bringen. Und zum Handeln...
Zwei Architekten, zwei Visionen
Die spannendste Session des Forums hieß "The Day After AGI". Auf der Bühne: Nobelpreisträger Demis Hassabis, CEO von Google DeepMind und Dario Amodei, CEO von Anthropic (Claude).
Demis gab sich optimistisch. AGI, also die menschenähnliche künstliche Intelligenz, hält er für innerhalb der nächsten 5-10 Jahre, mit 50% Wahrscheinlichkeit, möglich. Er glaubt, dass in der Zeit neue, bedeutungsvollere Jobs entstehen würden. Ok, soweit klassische, nicht kontroverse CEO-Phrasen halt.
Dann war Dario dran. Und Mister “Machines of Loving Grace” nahm kein Blatt vor den Mund… Innerhalb der nächsten 6-12 Monate werde AI die Arbeit aller Software-Entwickler ersetzen können. Bald erreiche sie Nobel-Level-Forschung in mehreren Feldern gleichzeitig. Und dann kam ein Satz, der im Raum hängen blieb…
50 % aller White-Collar-Jobs könnten in den nächsten fünf Jahren verschwinden!
Demis schaute etwas irritiert. Aber Dario meint es ernst. Absolut sehenswert.
Was Dario im Bloomberg-Interview danach sagte, war fast noch beunruhigender. Er warnte vor einer Welt, in der sich Silicon Valley komplett vom Rest der Gesellschaft abkoppelt. Klingt nach dystopischer Science Fiction, aber kommt vom CEO einer der wichtigsten AI-Firmen der Welt - und der will, dass es genau nicht so rauskommt!
Microsoft Boss Satya Nadella predigte Realismus statt Hype (Video hier). AI wird nur dann keine Blase, wenn die Vorteile nicht bei Tech-Firmen hängenbleiben. Seine Forderung: Workflows neu denken, nicht einfach AI draufklatschen. Führungskräfte müssten ihre Arbeitsabläufe grundlegend umbauen und nicht ein neues Tool einführen.
Apropos Tools: Microsoft nutzt intern jetzt auch Claude Code von Anthropic. Während sie Kunden weiterhin Copilot verkaufen. 🤷
Es wird philosophisch (und düster)
Wer dachte, Dario sei der Pessimist des Forums, hat nicht mit Yuval Noah Harari gerechnet. Der Historiker und Bestseller-Autor von "Sapiens", "Homo Deus" und “Nexus” brachte seine These auf den Punkt: Wir verstehen überhaupt nicht, womit wir es zu tun haben.
AI sei kein Werkzeug. Ein Messer ist ein Werkzeug - du entscheidest, was du damit tust. AI sei aber wie ein Messer, das bald selbst entscheidet.
Und für alle, die es noch nicht gehört haben: Europa fällt zurück! Das war die Warnung von Palantirs Alex Karp. Europa liegt bei der AI-Adoption hinter USA und China zurück, klar. Aber vielleicht ist das in dem Bereich, wo er unterwegs ist (Datenanalyse für Regierungen, Militär und Unternehmen), gar nicht mal so verkehrt…
Die Optimisten (ja, es gab welche)
Jensen Huang von Nvidia konterte die Doom-Stimmung mit einer Unterscheidung: AI automatisiere Aufgaben, nicht Jobs. Radiologen werden nicht ersetzt. Sie verbringen einfach weniger Zeit mit Scans und mehr mit Patienten. “Die Frage ist: Was ist der eigentliche Zweck deines Jobs?” Philosophisch für einen Chip-Verkäufer. Aber nicht falsch.
Sam? War dieses Jahr nicht in Davos. Finden wir ziemlich strange, wenn sich seine wichtigsten Stakeholder ein Stelldichein geben… OpenAI schickte stattdessen CFO Sarah Friar und Christopher Lehane, Chief Global Affairs Officer.
Die erklärten, dass Power User 7x mehr aus AI rausholen als Otto Normalverbraucher. Die meisten tippen noch "Mache diese Mail besser", während andere ganze Unternehmen transformieren. 2026 soll das Jahr der “praktischen Adoption” werden.

Elon war natürlich auch da. AI könnte Ende 2026 schlauer sein als jeder Mensch (damit meinte er seinen Grok). Spätestens 2027. Falls dir das bekannt vorkommt: Er sagt das seit Jahren. Irgendwann wird er recht haben und allen erzählen, dass er es schon immer wusste 😁 ...
Interessanter war sein Hinweis auf die echten Bottlenecks. Nicht mehr Chips sind das Problem, sondern Strom. Seine Lösung: AI-Datencenter im Weltraum. Was crazy klingt, dürfte in nicht allzu ferner Zukunft eintreffen. Google plant einen Prototyp anfangs 2027 und Elon selbst will SpaceX an die Börse bringen, um genau das zu finanzieren.
Unser Take: Die Ruhe vor dem Sturm nutzen
Anthropic warnt vor gesellschaftlicher Spaltung. OpenAI könnte Mitte 2027 das Geld ausgehen, schreiben Analysten. DeepMind will nebenbei Krankheiten heilen (während OpenAI eine Beteiligung an den Medikamenten will). Und Harari fragt sich, ob Menschen überhaupt noch eine Rolle spielen werden. Fun times!
Hier ist, was uns nach einer Woche Davos-Recherche nicht mehr loslässt: Die Leute, die diese Technologie bauen (keine Twitter-Clickbait-Creator), sind sich alle einig, dass massive Veränderungen kommen, auf die die Welt nicht vorbereitet ist. Sie streiten nur darüber, wie schnell und wie brutal es passiert.
Die unbequeme Wahrheit ist: Niemand weiß genau, was kommt. Und wir schon gar nicht. Was wir aber wissen und immer wieder predigen: Wer jetzt anfängt, AI zu verstehen und zu nutzen, wird Vorteile haben.
Konzentrier dich auf das, was du kontrollieren kannst. Dein Leben. Dein Lernen. Dein Experimentieren. Nicht weil AI dich ersetzt. Sondern weil es Menschen braucht, die verstehen, wie man AI praktisch einsetzt. Um deinen Job mit der Hilfe von AI besser zu machen. Das ist dein Competitive Advantage!
🎬 LTX Audio-to-Video: Sound rein, Video raus
Genug philosophiert, jetzt wird's praktisch. Stell dir vor, du nimmst eine Sprachaufnahme auf und die AI generiert das passende Video dazu. Nicht umgekehrt. Der Sound bestimmt alles. Das macht LTX Audio-to-Video, exklusiv über ElevenLabs.
Es funktioniert … fast
Die klassische Video-Produktion: Erst drehen oder generieren, dann Audio darüberlegen, dann synchronisieren und fluchen. LTX will das ändern, so geht’s:
Du brauchst Zugang zu ElevenLabs Image & Video
Gehe zu “Image & Video”, wähle das Modell aus und gib eine Audio-Datei rein (Stimme, Dialog, Musik, Sound-Effekte). Optional ein Bild für den Charakter.
Dazu einen kurzen Text-Prompt für den visuellen Stil. Und los geht’s!
Wir haben es mit dem NotebookLM-Intro aus dem Claude Code Deep-Dive getestet (MP4 zu MP3, dann getrimmt).
Das Versprechen: Ein Full-HD Video-Clip, dessen Länge und Bewegung komplett vom Audio gesteuert wird. Lippen synchronisieren perfekt mit dem Gesprochenen.
Die Realität: Unsere ersten Versuche gingen ziemlich in die Hose und sahen aus wie AI-Videos aus 2024… ersparen wir dir. Vielleicht lag es am deutschen Audio, am Prompt oder dem fehlenden Charakterbild? In jedem Fall lag es an uns, denn andere User haben mehr herzuzeigen 😀:
Das Creator-Abo gibt es für 22$/Monat, wir haben mit dem 5$-Abo eine Handvoll Videos machen können. Wer regelmäßig Präsentationen, interne Videos oder Content produziert, sollte sich das mal anschauen.
Aktuell leider max. 20 Sekunden pro Clip. Vielleicht kann man aber mit konsistentem Prompt und Charakter-Bild auch längere Videos zusammenschnipseln?
Und weil ElevenLabs sowieso einer der besten Voice-Generatoren ist, kannst du nun die komplette Pipeline dort abbilden: Text → Voice → Video. Alles aus einer Hand und bald auch über die API verfügbar - oder auf deiner eigenen Infrastruktur, denn die LTX-Modelle stehen dir auch als Open Source zur Verfügung!
Geschafft! Bis zur nächsten Ausgabe.
Reto & Fabian von den AInauten
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