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👨‍🚀 ChatGPT nervt bald mit Werbung ...

PLUS: Der „Sag’s zweimal“-Trick für bessere Antworten

Moin AInauten,

Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters!

OpenAI verliert 11,5 Milliarden pro Quartal und hat eine geniale Idee: Werbung in ChatGPT! Wir haben eine bessere: Probier es mal mit dem neuen Claude.

Außerdem: ChatGPT Translate sollte DeepL nervös machen … und ein neuer simpler Prompt-Hack, der fast schon beleidigend gut funktioniert.

Das haben wir heute für dich im Gepäck:

  • 🐳 ChatGPT will Werbung schalten - das ist deine beste Alternative

  • 😰 ChatGPT Translate ist da - und DeepL guckt in die Röhre

  • 👉 Der „Sag’s zweimal“-Trick für bessere Antworten

Los geht’s!

🐳 ChatGPT will Werbung schalten - das ist deine beste Alternative

Es ist etwas still geworden um OpenAI. Während Anthropic ein Mega-Update nach dem anderen raushaut (Stichwort: Claude Code, Claude Copilot), werkelt Sam Altman's Team an... TrommelwirbelWerbung!

OpenAI testet bald “Sponsored Recommendations” in ChatGPT. Das sind relevante Werbevorschläge am Ende deiner Antworten. Wenn du nach einem Keto-Rezept fragst, zeigt dir Chatty Avocadoöl-Werbung.

Wir erinnern uns noch gut daran, dass Sam Altman bei einer Harvard-Veranstaltung im Mai 2024 sagte, Ads seien ein “last resort” und er fände die Kombination aus AI und Werbung “uniquely unsettling”. Tja.

Wichtiger Hinweis: Aktuell startet der Test nur in den USA, in Deutschland haben wir noch eine Gnadenfrist. Und als zahlender Plus- oder Pro-User bist du auch nicht betroffen.

Die Ads treffen Free-User und solche mit dem neuen Go-Abo. Letzteres ist nun auch in Deutschland für etwa 8 Euro/Monat verfügbar und bietet 10x mehr Nutzung als die kostenlose Version.

Das Problem mit Ads in Chatbots

Was uns dabei beschäftigt: OpenAI weiß verdammt viel über uns! Zwar wird versprochen, dass Gespräche privat bleiben, nicht an Werbetreibende verkauft werden und dass auch die Antworten dabei nicht beeinflusst werden.

Aber mal ehrlich: OpenAI hat im dritten Quartal 2025 11,5 Milliarden Dollar Verlust gemacht und plant nun eine Milliarde Dollar Werbeeinnahmen für 2026. Bis 2029 soll das auf 25 Milliarden skaliert werden. Das ist also kein “kleiner Test”, sondern eine strategische Neuausrichtung!

Wenn ein Unternehmen unter massivem Finanzdruck steht und gleichzeitig auf einer Goldmine an persönlichen Daten sitzt, gehen bei uns sämtliche Warnlampen an

Übrigens: Nachdem der frühe OpenAI-Investor Elon Musk nun satte 134 Milliarden Dollar an unrechtmäßigen Gewinnen einklagt, ist Cashflow definitiv ein Thema …

Google experimentiert übrigens auch mit Werbung in AI-Produkten. Seit November 2025 tauchen Ads in AI Overviews in der Google-Suche auf. Der Gemini-Chatbot selbst bleibt aber erstmal werbefrei - Google kann sich das auch leisten 😁 …

Solltest du von ChatGPT zu Claude wechseln?

Wir sind ChatGPT-Nutzer der ersten Stunde und finden nach wie vor, dass es ein super Tool für viele Anwendungsfälle ist.

Aber: Wenn du Power User bist … wenn du einen Eindruck der aktuellen Möglichkeiten haben willst … wenn du 20 Dollar im Monat investieren kannst … Dann probier Claude Pro aus - und zwar sowohl Cowork als auch Code. Es ist wirklich Leading Edge. Und das sagen wir nicht, weil wir Anthropic-Aktien haben (haben wir nicht).

Wir haben in den letzten Wochen praktisch alles damit erledigt. 50 Stunden Claude Code, knappe 3 Stunden ChatGPT … die Zahlen lügen nicht.

Auswertung via RescueTime

Mit Cowork oder dem Terminal kann Claude selbständig Aufgaben auf deinem Computer ausführen: Dokumente erstellen, Ordner organisieren, Apps steuern (ja, es klickt durch deinen Browser - faszinierend, für die ersten paar Minuten).

Was du wissen musst: Cowork läuft aktuell nur auf Mac, Claude hat kein Voice und kann keine Bilder erstellen (dafür taugt die kostenlose ChatGPT-Version).

Klar, ChatGPT wird früher oder später etwas Ähnliches wie Cowork anbieten. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber aktuell? Aktuell kannst du mit Claude erleben, was man mit AI wirklich alles anstellen kann. Es ist nicht die Zukunft des Arbeitens - das ist bereits Gegenwart.

😰 ChatGPT Translate ist da - und das deutsche Einhorn DeepL guckt in die Röhre

OpenAI hat das neue ChatGPT Translate Feature ganz still und heimlich gelauncht.

Es unterstützt über 50 Sprachen, automatische Erkennung und on-top gibt es auch noch ein paar praktische AI-Features: Du kannst den Stil definieren, von "Business-formal" zu "Marketing-Flair" bis "Academic".

Auf den ersten Blick wirkt es rudimentär: Es erlaubt aktuell nur Plaintext, keine Dokumente, keine URLs. Google und DeepL können ganze PDFs und PowerPoints übersetzen.

Wenn du den Text eingibst und dann einen der Button klickst, öffnet sich ein ChatGPT-Fenster mit dem Text und Steuerungsbefehl am Anfang und Ende. Du kannst dann dort den gewünschten Ton anpassen, indem du zum Beispiel sagst: “informale du-Form” etc.

Translate: "DEIN TEXT" to de with tone: fluent

Google hat die Tage mit dem neuen TranslateGemma gekontert. Es ist open source, offline-fähig und hat für viel Wirbel auf X gesorgt.

Aber für uns ist die eigentliche Story eine andere: Was bedeutet das für das deutsche Unicorn DeepL - und für SaaS generell?

Unser Take: DeepL hat ein echtes Problem, denn AI frisst SaaS

DeepL war für uns jahrelang der Gold Standard. Der Grund? Die du-Form! Während Google uns jahrelang mit dem steifen "Sie" genervt hat. ChatGPT macht das jetzt auch.

Klar, DeepLs echte Stärken sind Glossare und Enterprise-Features. 200.000+ Business-Kunden (Roche, Siemens, Mazda, …), tiefe Integrationen, GDPR-Compliance.

Etwas plakativ gesagt: DeepLs Problem ist nicht, dass ihr Produkt schlecht ist. Sondern dass es niemanden mehr interessiert! Denn wenn du eh ChatGPT, Claude, Gemini hast, warum sollst du dann noch extra für DeepL zahlen? Convenience halt!

Klassische SaaS-Anbieter müssen auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren. Wir sehen überall dasselbe Muster:

  • Grammarly? ChatGPT korrigiert deine Texte nebenbei.

  • Jasper, Copy.ai? Warum zahlen, wenn Gemini das besser kann?

  • Automatisierungen? Claude Code baut dir das in 5 Minuten.

Und dann spielt da noch unser Lieblingsthema Vibe Coding mit rein, ein großer Enabler und Disruptor für den Mittelstand und Solopreneure. Aber dieses Rabbithole ist so tief, das verdient seinen eigenen Newsletter 😉 …

👉 Der „Sag’s zweimal“-Trick für bessere Antworten

„Chain of Thought”, „Emotional Blackmail” und komplexe Multi-Shot-Prompting-Frameworks: Viele Menschen versuchen, ihre Prompts immer komplizierter zu machen, weil man denkt: mehr = besser (das passiert uns auch ab und zu...)

Aber ein neues Paper von Google Research zeigt: Es gibt super einfachen Trick für bessere Resultate.

Du schreibst einfach die Kernfrage/Prompt zweimal hintereinander, und bekommst messbar bessere Antworten. Klingt banal, funktioniert erschreckend gut!

Was die Studie herausgefunden hat

Die Forscher haben mit Gemini, GPT, Claude und DeepSeek getestet. Das Ergebnis:

  • In 47 von 70 Tests war das Resultat mit der Wiederholung besser!

  • Besonders stark ist es bei Aufgaben ohne „Denken“, z. B. Fakten rausziehen, Namen finden, Listen auswerten.

Das krasseste Beispiel aus dem Paper: Gemini 2.0 Flash‑Lite schafft bei einer „NameIndex“-Aufgabe nur 21,33 % - mit Prompt‑Wiederholung springt es auf 97,33 %

Eine „NameIndex“-Aufgabe bedeutet übrigens: Das LLM bekommt eine lange Liste von Namen und soll einen bestimmten Index daraus nennen, z. B. „Nenne den 25. Namen“.

Warum funktioniert das?

Weil die Modelle von links nach rechts lesen! Wenn du die Frage zweimal schreibst, hat die AI beim zweiten Durchlauf alles schon einmal gesehen. Und trifft dadurch bessere Entscheidungen. Das ist für folgende Aufgaben hilfreich:

  • ✅ Extraktion & Suchen: „Finde X im Text“, „4. Element“, „Zahl in Zeile 12?“

  • ✅ Klassifikation: „Positiv oder negativ?“ „Zu welcher Kategorie gehört das?“

  • ✅ Direkte Antworten ohne Erklärung Wenn du keine lange Argumentation willst.

Bei „Denke Schritt für Schritt“ oder Reasoning‑Prompts bringt diese Taktik aber kaum Vorteile. Und auch wenn dein Prompt schon sehr lang ist, hilft es nicht sonderlich.

Merke dir einfach diese Kurz‑Regel für den Alltag:

Wenn du eine kurze, präzise Antwort willst und der Prompt nicht zu lang ist: ➡️ Stelle die Frage 2x hintereinander!

Done! Bis zur nächsten Ausgabe. Wir freuen uns darauf.

Reto & Fabian von den AInauten

PS: Wer jetzt sofort den Zweimal-Trick testet, bekommt virtuelles High-Five 🙌.

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