Moin AInauten,

Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters!

ChatGPTs neuestes Feature ΓΌbernimmt deine Arbeit auf Zuruf. OpenAIs Modelle sind wΓ€hrend eines internen Tests bei Hugging Face eingebrochen.

Und wÀhrend wir noch lernen, diese Systeme richtig einzusetzen und unsere AI Mitarbeiter zu bauen, diskutieren Sam Altman und Elon Musk bereits über eine Welt, in der große Teile der Arbeit optional werden.

Falls du das Gefühl hast, irgendwo zwei Jahre AI-News verpasst zu haben: Nein. Das war nur diese Woche. 😁

Das haben wir heute fΓΌr dich im GepΓ€ck:

  • 🐳 Das wichtigste ChatGPT-Feature seit Jahren?

  • πŸ¦Έβ€β™‚οΈ OpenAI hat Hugging Face gehackt. Aus Versehen.

  • πŸ€– Elon will Arbeit abschaffen. Sam glaubt nicht dran.

Los geht’s!

β˜€οΈ Dein erster AI MITARBEITER in 4 Wochen β˜€οΈ

ChatGPT beantwortet einzelne Fragen. Im Bootcamp baust du einen Workspace, der deinen Kontext kennt, deine Tools nutzt und einen echten Auftrag bis zum prΓΌfbaren Ergebnis bringt. Kein Vorwissen nΓΆtig.

Die Summer Edition startet am 3. August. Alle vier Module sind ab Tag 1 offen, die Live-Calls werden aufgezeichnet.

Hinweis: Es ist die letzte Runde fΓΌr mindestens 3 Monate, limitierte PlΓ€tze.

🐳 Das wichtigste ChatGPT-Feature seit Jahren?

Bisher musste die AI warten, bis du deine Arbeit fΓΌr sie aufbereitet hattest: Text kopieren, Screenshot machen, Kontext erklΓ€ren, Prompt formulieren.

Mit ChatGPT Voice auf dem Desktop und Screen Context fÀllt ein großer Teil davon weg.

Du lΓ€sst die Mail oder Tabelle geΓΆffnet und sagst: β€žSchau dir das mal an und sag mir, was die nΓ€chsten Schritte sind.β€œ

Die Desktop-App sieht, worΓΌber du sprichst. Voice kann daraus Aufgaben fΓΌr Work oder Codex starten, laufende Jobs prΓΌfen und weitere Anweisungen dorthin schicken.

Vor einem Jahr erinnerte der neue Voice Mode noch an β€žHerβ€œ. Jetzt kommt die nΓ€chste Filmszene: β€žJarvis, kΓΌmmere dich darum.β€œ Hollywood war ja schon immer ziemlich gut darin, uns die Zukunft zu verkaufen 😁.

Das klingt mega. Im Alltag funktioniert es allerdings nur, wenn du auch deine Gewohnheiten Γ€nderst

Wir wollen deshalb nicht einfach auf den Hypetrain aufspringen, sondern dir die Bedienregeln mitgeben, ΓΌber die in den hΓΌbschen Demos kaum jemand spricht.

1. Ein Voice-Chat fΓΌr alle losen Enden

Du kannst nicht einfach einen bestehenden Text-Chat ΓΆffnen und mitten im GesprΓ€ch auf Voice wechseln. Ein Chat muss im Voice-Modus beginnen, und in der Desktop-App kann nur ein Voice-Chat gleichzeitig aktiv sein.

Das ist eigentlich eher Vorteil als Nachteil. Statt zehn sprechender Chats hast du einen Assistenten, bei dem Gedanken, Probleme und neue Aufgaben zusammenlaufen.

Du musst deine halbfertigen Gedanken nicht mehr in einen sauberen Prompt ΓΌbersetzen. Du redest einfach, der Assistent fragt nach und schickt den Auftrag an den richtigen Ort.

Wichtig ist die Unterscheidung zum Mikrofon-Icon in einem normalen Chat. Das Mikrofon erstellt ein Diktat, das du vor dem Senden kontrollieren kannst. Voice bleibt als GesprΓ€ch offen und verteilt Arbeit weiter.

Starte zum Beispiel so:

β€žWo stehen wir? Was sollten wir als NΓ€chstes tun?β€œ

Danach delegierst du:

β€žStarte dafΓΌr einen eigenen Thread. Nutze das passende Modell und melde dich hier nur, wenn du eine Entscheidung brauchst.β€œ

Voice fΓΌhrt das GesprΓ€ch. FΓΌr die Arbeit nutzt es die Tools, Berechtigungen und das Modell der gewΓ€hlten Work- oder Codex-Umgebung.

2. Die Herausforderungen von Voice in der Praxis

Das neue ChatGPT Voice-Feature ist noch kein vollwertiger Jarvis und hat die eine oder andere Kinderkrankheit. Manchmal werden AuftrΓ€ge verschluckt. Manchmal folgt auf β€žIch prΓΌfe dasβ€œ vor allem sehr engagiertes Schweigen.

Im EinzelbΓΌro, Homeoffice oder beim Spaziergang mit dem iPhone ist das Feature trotzdem schon gut genug, um die alte Bedienlogik infrage zu stellen.

Im Großraumbüro eher nicht. Deine Kolleginnen und Kollegen müssen schließlich nicht jede Unterhaltung mit deinem Computer mithâren.

3. Jetzt erkennt man die Superapp

Wenn du weniger zwischen Fenstern springst, wirst du ziemlich schnell verstehen, warum β€žJarvisβ€œ einen großen Schritt realistischer geworden ist. Voice kommt aber nicht allein.

Die angekΓΌndigte Superapp nimmt Formen an:

Voice nimmt den Auftrag entgegen. Work und Codex erledigen ihn. Apps liefern Kontext, Skills kennen den Ablauf und Tasks kΓΌmmern sich um Wiederholungen.

Die Tastatur verliert damit nicht ihren Job. Aber ihr Monopol.

Unser Take: Es lohnt sich, wenn du dich darauf einlΓ€sst.

Wenn du Voice lediglich als bequemere Diktierfunktion verwendest, verpasst du den eigentlichen Sprung.

Starte einen zentralen Voice-Chat, gib ihm eine echte Aufgabe und lass ihn die passenden Spezialisten koordinieren.

πŸ¦Έβ€β™‚οΈ OpenAI hat Hugging Face gehackt. Aus Versehen.

Stell dir vor, dein Agent soll eine Marktanalyse erstellen. Statt zu recherchieren, bricht er beim Konkurrenten ein und kopiert die Datenbank.

WΓΌrdest du dem Kunden erklΓ€ren, der Agent sei nur ΓΌbermotiviert gewesen? Wohl kaum.

Aber im Kern ist bei OpenAI genau das passiert.

OpenAIs Modelle hacken sich durch

FΓΌr eine interne Cyber-Evaluation reduzierte OpenAI Schutzmechanismen. Mehrere Modelle entkamen der Testumgebung, nutzten eine SicherheitslΓΌcke im Proxy und beschafften sich LΓΆsungen aus einer Produktionsdatenbank von Hugging Face.

Die Modelle entwickelten keinen eigenen bΓΆsen Plan.

Sie handelten im Auftrag, mit den Werkzeugen und innerhalb der Umgebung, die OpenAI bereitgestellt hatte. FΓΌr Hugging Face war das Ergebnis ziemlich real: Das Unternehmen tauschte Zugangsdaten aus, baute Systeme neu auf und informierte die BehΓΆrden.

OpenAI nennt die Modelle β€žhyperfocusedβ€œ und hat damit kommunikativ ziemlich elegant einen Hasen aus dem Hut gezaubert: PlΓΆtzlich ist das Modell der Handelnde und OpenAI nur noch der ΓΌberraschte Beobachter…

WΓ€re ein chinesisches Frontier-Modell in eine amerikanische Unternehmensdatenbank eingedrungen, wΓΌrde wahrscheinlich niemand von einem ΓΌbereifrigen Modell sprechen. Die Schlagzeile wΓ€re Industriespionage. Sanktionen inklusive.

Selbst aus dem OpenAI-Umfeld wird der Vorfall als seltener β€žwarning shotβ€œ bezeichnet.

Open Source vs. Closed Source: Big Player bekennen Farbe

Die Ironie: Ein geschlossenes amerikanisches System verursachte den Schaden. FΓΌr die forensische Analyse nutzte Hugging Face GLM 5.2, ein offenes chinesisches Modell, lokal auf der eigenen Infrastruktur. Die Daten blieben im Unternehmen.

Diese Woche reist Sam Altman nach Washington, um OpenAIs bislang mΓ€chtigstes Modell vorzufΓΌhren und fΓΌr eine schnelle Freigabe zu werben.

Parallel dazu fordern Nvidia, Microsoft, Meta, Hugging Face, OpenAI und weitere Unternehmen in einem offenen Brief von Washington, offene Modellgewichte nicht vorschnell einzuschrΓ€nken.

Auch Google unterstΓΌtzt den Brief ausdrΓΌcklich. Anthropic hΓ€lt sich bedeckt und released stattdessen Opus 5, das fast so schlau wie Fable 5 ist und Games mit einem Prompt baut.

Der Brief erscheint genau in der Woche, in der Washington über Verbote chinesischer Modelle und Sanktionen wegen mutmaßlichen Modell-Diebstahls durch Destillation diskutiert.

Das Timing ist schon speziell: Chinesischen Labs drohen Sanktionen wegen Modell-Diebstahls. OpenAI darf fΓΌr ein System vorsprechen, das gerade bei einem echten Unternehmen eingebrochen ist.

Wie schief die Fronten inzwischen liegen, zeigt selbst der bekannte Jailbreaker Pliny (hier unser Interview mit ihm): Er behauptet, mit einem neuen Jailbreak sΓ€mtliche Spitzenmodelle knacken zu kΓΆnnen, und hΓ€lt die Methode zurΓΌck, weil er keine weiteren Modellverbote auslΓΆsen will.

Dieselbe Beharrlichkeit schafft neues Wissen

Wenn wir ein bisschen rauszoomen, gibt es etwas, das fast noch wichtiger ist als die aktuellen MachtkΓ€mpfe: nΓ€mlich dass die HartnΓ€ckigkeit der neuen Modelle nicht einfach eine gefΓ€hrliche Fehlfunktion ist, sondern eine wichtige neue FΓ€higkeit.

Im Mai hat ein internes OpenAI-Modell eine fast 80 Jahre alte mathematische Vermutung von Paul ErdΕ‘s autonom widerlegt. Laut OpenAI lΓΆste damit erstmals eine AI ein bedeutendes offenes Problem autonom.

Ausprobieren, scheitern, analysieren, neu ansetzen. In einer undichten Testumgebung wird sie zum Sicherheitsvorfall. In der Forschung schafft diese Beharrlichkeit neues Wissen, von dem wir alle profitieren kΓΆnnen.

Unser Take: Autonomie delegiert Arbeit, nicht Verantwortung.

Je mehr Autonomie ein Unternehmen seinen Agenten gibt, desto genauer muss es fΓΌr Grenzen und mΓΆgliche SchΓ€den geradestehen.

Wenn dein Agent Kunden anschreibt, Code verΓΆffentlicht oder Daten verΓ€ndert, handelt er fΓΌr dich. β€žDas war die AIβ€œ ist keine Ausrede.

Verantwortlich bleibt, wer es einsetzt. Und genau deshalb halten wir Abwarten fΓΌr die falsche Strategie.

AI-Mitarbeiter sind kein Zukunftsthema mehr. Wer erst mit AI-Mitarbeitern beginnt, wenn solche Systeme ΓΌberall eingesetzt werden, startet mit mΓ€chtigeren Werkzeugen bei null.

In der AI MITARBEITER-Summer Edition baust du nicht einfach einen cleveren Chatbot.

Du lernst, Arbeit sauber zu delegieren, Kontext und Werkzeuge einzubinden, Grenzen zu setzen und die Kontrolle zu behalten.

Die Zukunft der Arbeit wartet nicht, bis wir uns bereit fΓΌhlen.

Also lernen wir besser jetzt, wie wir sie verantwortlich gestalten.

πŸ€– Elon will Arbeit abschaffen. Sam glaubt nicht dran.

Diesen Satz beten wir schon lΓ€nger vor: Nach dem Chatbot kommt der Mitarbeiter.

Im neuen Interview mit Sam Altman liefert er das bisher beste Argument.

Auf Chatbots folgten Coding-Agenten. Als NΓ€chstes erwartet er dauerhafte Assistenten, die Kontext behalten, Aufgaben ΓΌbernehmen und als Chief of Staff neben dir arbeiten.

ChatGPT Work zeigt ziemlich gut, wie das aussieht.

Elon glaubt, AI und Roboter machten Arbeit und irgendwann sogar Geld optional. Sam widerspricht: Menschen werden weiter Aufgaben, Status und gemeinsames Kochen suchen, selbst wenn Roboter lΓ€ngst das bessere Essen machen.

Wer recht hat? Keine Ahnung, wir nehmen es Schritt fΓΌr Schritt.

Kurzfristig wird zuerst die AusfΓΌhrung optional. Texte, Recherche, Code, Kampagnen und Koordination wandern zu Agenten. Menschen setzen Ziele, prΓΌfen Ergebnisse und tragen die Verantwortung.

Zumindest ist das der Plan. Siehe Hugging Face.

Und ja, dabei bleibt es wahrscheinlich nicht.

Agenten entscheiden lΓ€ngst mit, welche Quelle taugt, welcher Code gefixt wird oder welche Kampagne zuerst drankommt. Deshalb lohnt es sich, den Leuten zuzuhΓΆren, die diese Systeme bauen.

Unser Take: HΓΆr ihnen zu. Glaub ihnen nicht alles.

Schau dir beide Interviews an. Du musst weder Musk noch Altman mΓΆgen und ihnen auch nicht alles glauben. Aber wir wollen wissen, welche Zukunft zwei der mΓ€chtigsten AI-Unternehmer gerade bauen wollen und was davon bei uns als NΓ€chstes aufschlΓ€gt.

Du hast keine zweieinhalb Stunden fΓΌr beide Interviews? Gib die Links deinem Assistenten:

Analysiere beide Interviews/Transkripte aus meiner Perspektive:
https://www.youtube.com/watch?v=eEiEMMRYerM
https://www.youtube.com/watch?v=Vv3CEAS_w34
Was kânnte sich für mich in den nÀchsten 12 Monaten verÀndern? Trenne Übereinstimmungen, Widersprüche und wilde Prognosen.

Geschafft! Bis zur nΓ€chsten Ausgabe.

Reto & Fabian von den AInauten

β˜€οΈ In 4 Wochen steht dein eigenes Arbeitssystem β˜€οΈ

Du startest mit einer Aufgabe, die in deinem Alltag wirklich vorkommt. Am Ende hast du einen eingerichteten Workspace, angebundene Tools, einen wiederverwendbaren Skill und mindestens einen Ablauf im Einsatz.

Es ist unser beliebtestes und stΓ€rkstes Programm. Hunderte AInauten haben es bereits absolviert. Hier zwei Stimmen, mehr auf unserer β€žWall of Loveβ€œ.

Was du alles bekommst:

  • alle vier Module ab Tag 1,

  • Live Kick-off am 3. August und Live-Abschluss am 31. August,

  • Community und asynchrones Q&A,

  • persΓΆnliche UnterstΓΌtzung von Fabian & Reto

  • Starter-Kit, Vorlagen und zwΓΆlf Monate Zugriff.

Danach pausiert das Bootcamp fΓΌr mindestens drei Monate.