Moin AInauten,

Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters!

Heute sind wir wieder vollgepackt mit praktischen Dingen, die du sofort umsetzen kannst und solltest, News sowie zum Abschluss auch etwas Philosophie zum Nachdenken.

Das haben wir für dich im Gepäck:

  • 🔍 AEO: So wirst du in ChatGPT & Co. sichtbar

  • 💡 So bereitest du dich auf die neue AI-Ära vor

  • 🧠 Die eine Fähigkeit, die AI nicht ersetzen kann

Los geht’s!

Diese Ausgabe wird dir präsentiert von:

🔍 AEO: So wirst du in ChatGPT & Co. sichtbar

Steigen wir ein mit einem Dauerbrennerthema: Wie deine Angebote besser in Chatbots empfohlen werden.

Es ist schon wieder eine Weile her, dass wir dazu geschrieben haben. Es gibt auch bereits ein halbfertiges Training, wir haben mittlerweile vier Deep-Dives für alle Premium-Mitglieder und mit dem AI-Widget auch ein kleines Tool für Websites gebaut.

Weil unser Training aber nicht so schnell fertig wird, wie wir wollen, gibt es heute wieder einmal praktischen Input für deine AEO-Strategie direkt im Newsletter.

Über 60% aller Suchanfragen enden heute ohne Klick. Google zeigt AI-Zusammenfassungen, ChatGPT & Co. liefern Antworten direkt.

Und nur Marken, die Answer Engines als relevant einstufen, tauchen überhaupt noch auf.

Das Thema heißt AEO – Answer Engine Optimization. Und es ist mittlerweile mindestens genauso wichtig wie klassisches SEO.

Unser Partner HubSpot ist dafür eine großartige Case-Study, von der wir alle sehr viel lernen können.

HubSpot hat früh auf AEO gesetzt und ist jetzt das sichtbarste CRM in Answer Engines. Citations sind um 433% gestiegen, Demand um fast 2.000%.

Hier sind ein paar Taktiken, die du sofort umsetzen kannst.

1. Schluss mit "Ultimate Guides"

AI hat breiten Educational Content komplett commodified. "Der ultimative Guide zu Content Marketing" bringt dir keine Sichtbarkeit mehr.

Stattdessen: Anstelle eines “ultimativen Guides” bringen 10 laser-fokussierte Artikel mehr, die jeweils eine spezifische Frage beantworten.

Warum? Answer Engines nutzen “Query Fan-out”. Sie zerlegen jede Frage in Sub-Fragen und suchen für jede einzelne die beste Antwort. Wer die spezifischste Antwort hat, gewinnt.

2. Das 3x4-Grid für deine Content Strategie

Erstelle für jedes Produkt ein 3×4-Grid:

  • Oben: Deine Buyer Personas (so spezifisch wie möglich – nicht "Marketing Manager", sondern "Marketing Manager bei einem 200-Personen Logistikunternehmen")

  • Links: Die Phasen der Buyer Journey (Awareness → Consideration → Evaluation → Decision)

  • In jeder Zelle: Die konkreten Fragen, die diese Persona in dieser Phase stellt

Wo findest du diese Fragen?

  1. Keyword-Tools – Ahrefs, Semrush und Co. als Proxy für AI-Prompts

  2. Social Listening – Reddit, Quora, YouTube-Kommentare. Deine Buyer stellen dort schon Fragen im Frageformat

  3. Dein CRM – Sales Calls, Support-Tickets, Chat-Transkripte, da findest du deine High-Intent-Fragen

3. Seiten für Answer Engines strukturieren

Die wichtigsten Regeln:

  • Antwort zuerst. Der erste Satz beantwortet die Frage komplett. Kein Intro-Gelaber.

  • Dann tiefer gehen. 2-3 Absätze mit Kontext, Methodik, Einordnung.

  • Originale Daten einbauen. Answer Engines lieben neue Insights – aus deinem CRM, von deinen Teams. Keine teuren Studien nötig.

  • FAQ am Ende. Jede Sub-Frage mit eigenem H3-Heading. Perfekt für Fan-out Queries.

  • Jeder Abschnitt muss alleine stehen. AI liest in Passagen ("Chunking"), nicht die ganze Seite. Wenn ein Absatz nur mit Kontext davor Sinn ergibt, wird er nicht zitiert.

Answer Engines interessieren sich nicht für Backlinks. Sie interessieren sich für Mentions. Wird deine Marke positiv auf Reddit, LinkedIn, G2 oder in Fachartikeln erwähnt?

Gastbeiträge, Reviews, Erwähnungen in Newslettern und YouTube-Videos – das ist dein neues Link-Building. Dabei ist egal, ob der Link klickbar ist. Was zählt: Wie wird dein Produkt beschrieben?

Du willst tiefer einsteigen? Kostenlose HubSpot Masterclass

Das waren nur vier kurze, generelle Tipps. Wichtig ist, dass man sich mit dem Thema beschäftigt und anfängt, es umzusetzen.

HubSpot hat wie gesagt eine der erfolgreichsten AEO-Strategien überhaupt aufgebaut.

Am 3. März um 10:00 Uhr zeigen sie in einer kostenlosen Masterclass, wie auch du AEO als strategischen Wachstumshebel nutzen kannst.

Mit konkreten Frameworks, den neuen KPIs (AI-Visibility, Share of Voice, Citations) und Quick Wins, die du sofort umsetzen kannst.

60 Minuten. Keine Vorkenntnisse nötig. Aufzeichnung gibt's auch.

💡 So bereitest du dich auf die neue AI-Ära vor

In den letzten Wochen haben wir viel über AI-Agents geschrieben. Über OpenClaw (ehemals Clawdbot), über Sicherheitsrisiken, über die Frage, ob man jetzt schon einsteigen sollte.

Auch diese Woche ist wieder einiges passiert, das zeigt: OpenClaw ist nach ChatGPT das viralste AI-Tool und hat die neue Ära in Sachen AI eingeläutet.

AI, die nicht nur antwortet, sondern auch umsetzt. Autonom.

Was gerade passiert

OpenClaw Gründer geht zu OpenAI

Peter Steinberger, der österreichische Entwickler hinter dem am schnellsten wachsenden GitHub-Projekt aller Zeiten (175.000+ Stars), arbeitet jetzt für Sam Altman.

Seine Mission: Persönliche AI Agents für alle.

Das Lustige an der Geschichte: Anthropic hat ihm damals den Namen "Clawdbot" verboten (zu nah an Claude). Er hat den Namen Moltbot und dann auf OpenClaw geändert.

Anthropic schickt Liebesbriefe von den Anwälten, OpenAI bietet ihm einen Job an. Hier ein interessantes Interview im ORF mit Pete.

Wichtig: OpenClaw bleibt Open Source und wird jetzt von einer unabhängigen Foundation getragen, mit OpenAI als Sponsor.

Meta kontert mit Manus Agents

Nachdem Meta im Rennen um OpenClaw verloren hat (auch Zuck hat persönlich mit Steinberger gechattet), haben sie jetzt Manus Agents vorgestellt.

Gleicher Ansatz: AI-Agents, die du per Telegram, WhatsApp & Co. steuerst. Long-term Memory, Tool-Integrationen, Videos und Präsentationen per Nachricht erstellen lassen.

Die großen Player gehen also All-in auf Agents. OpenAI, Meta, Google – alle bauen daran.

Trotzdem: Viele zögern noch. Und das ist gut so.

Wir hören aus der Community, dass viele noch nicht eingestiegen sind. Das verstehen wir.

Der Setup der Tools ist aktuell noch etwas technisch. Sicherheitsfragen sind nicht gelöst. Produktiv einsetzen sollte es noch nicht jeder.

Aber: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis OpenAI, Anthropic und Co. sichere, einfache Versionen bringen. Es ist die neue Ära von AI. Claude Cowork gibt dir einen Vorgeschmack.

Und du kannst dich jetzt bereits darauf vorbereiten.

Was du JETZT schon tun kannst: "Files over Tools"

Wir predigen es schon eine Weile (ziemlich genau seit zwei Jahren, als man noch GPTs gebaut hat), wobei es nun noch deutlich weiter geht.

Wir nennen es "Files over Tools".

(Wir haben vergessen, ob es uns selbst eingefallen ist oder ob wir es irgendwo gelesen haben ...)

Die Idee ist simpel:

Organisiere dein Wissen, deine Dokumente und deine Prozesse in Ordnerstrukturen und Textdateien.

Warum?

Weil es egal ist, welches AI-Tool oder welcher Agent am Ende das Rennen macht.

Ob OpenClaw, Manus, ChatGPT Agents oder etwas, das noch gar nicht existiert: Sie alle können sofort mit gut organisierten Dateien arbeiten.

Konkret:

  1. Wichtige Dokumente raus aus Silos. Nicht alles in Notion, Google Docs, Confluence und 5 anderen Tools verstreut lassen. Konsolidieren.

  2. Text-basierte Formate bevorzugen. Markdown, Plain Text, PDFs. AI-Agents können damit sofort arbeiten. Proprietäre Formate machen es schwerer.

  3. Ordnerstrukturen, die Sinn ergeben. Projekte, Kunden, Wissensgebiete. So wie du es einem neuen Mitarbeiter erklären würdest. Denn genau das tust du – nur ist der neue Mitarbeiter eine AI.

  4. Prozesse dokumentieren. Wie läuft Onboarding? Wie erstellst du Angebote? Wie sieht dein Content-Workflow aus? Schreib es auf. Ein Agent kann einen dokumentierten Prozess sofort ausführen.

Der Vorteil: Du baust dir eine AI-ready Infrastruktur, die mit jedem Tool funktioniert. Kein Vendor Lock-in. Keine Abhängigkeit von einer Plattform.

Unser Take: Organisiere deine Themen in Text-Dateien

Die Agent-Ära kommt. Die Frage ist nicht ob, sondern wann sie bei dir ankommt.

Du musst heute noch keinen Agent produktiv einsetzen. Aber du kannst heute damit anfangen, deine digitale Welt so aufzuräumen, damit ein Agent morgen sofort loslegen kann.

Files over Tools. Das ist der einfachste erste Schritt.

Für alle AI POWER USER: Bald kommt ein Deep-Dive zu “Files over Tools”. Mit konkreten Ordnerstrukturen, Templates und Best Practices.

Für alle AI AUTOMATION EXPERTS: Wir haben ja schon einige Videos zum Thema und werden jetzt laufend neue produzieren. Es ist die neue AI-Ära und jeder sollte mit dabei sein.

Falls du noch nicht mit dabei bist: hier geht es zum AI POWER USER und hier zum AI AUTOMATION EXPERT.

🧠 Die eine Fähigkeit, die AI (noch) nicht ersetzen kann

Kommen wir zum Abschluss noch kurz zu einem philosophischen Thema.

Wir sind über ein Essay aus 2002 gestolpert, über das wir seit dem sehr viel nachdenken.

Es geht wieder einmal darum, welche Fähigkeiten für uns Menschen noch Sinn machen oder wichtig sind in einem Zeitalter, in dem die AI alles für uns machen kann.

Warum Taste einer der wichtigsten Skills der AI-Ära wird

Der Post und das Essay kommen von Paul Graham. Er ist der Gründer von Y Combinator und einer der einflussreichsten Denker im Tech-Bereich.

Wenn AI für jeden Texte schreiben, Bilder generieren, Code produzieren und Videos erstellen kann und Ärzte, Strategen, Anwälte, Marketer usw. ersetzt, was bleibt dann noch als Differenzierungsmerkmal?

Antwort: Die Fähigkeit zu entscheiden, was gut ist.

Nicht die Ausführung. Die Auswahl. Die Richtung. Das Urteil.

Es geht also um Taste. Oder auf deutsch: Geschmack!

Geschmack ist nicht subjektiv

Graham hat schon lange bevor AI ein Thema war, in 2002, dazu ein ganzes Essay geschrieben, das es in sich hat.

Sein wichtigster Punkt: Taste ist keine angeborene Eigenschaft und keine reine Geschmackssache. Man kann ihn entwickeln.

Sein Rezept: "Very exacting taste, plus the ability to gratify it."

Übersetzt: Ein extrem hoher Anspruch an Qualität und die Fähigkeit, diesen Anspruch auch umzusetzen.

Und genau hier kommt AI ins Spiel. AI ist das "gratify it". Du lieferst den Taste, AI liefert die Ausführung.

Ein Beispiel für massiven Erfolg nur durch Geschmack

Bevor wir dazu kommen, wie du Geschmack entwickeln kannst, hier noch ein Beispiel von einem Menschen, der ohne die Kernfähigkeiten der Branche zu besitzen maximal erfolgreich geworden ist.

Rick Rubin hat mit Künstlern wie Johnny Cash, Jay-Z, Adele und den Red Hot Chili Peppers gearbeitet. Er hat mehr Hit-Alben produziert als fast jeder andere Mensch auf der Welt.

Hier das ABER: Er spielt kein Instrument. Er kann nicht singen. Er kennt sich nicht mit Tontechnik aus.

Was er kann: Er weiß genau, was er gut findet und was nicht. Und er kann exakt artikulieren, warum.

In einem 60 Minutes Interview sagt er sinngemäß: Die Künstler kommen zu ihm nicht für technische Hilfe. Sie kommen, weil er ihnen sagen kann, ob etwas fertig ist. Ob es echt klingt. Ob da noch mehr drin steckt.

Wie du deinen Taste entwickelst

Graham beschreibt den Weg so: Du musst ein Feld erst tief verstehen, bevor du spürst, was darin falsch läuft. Erst dann hörst du die kleinen Stimmen, die sagen: "Das geht besser."

Konkret für dich:

  1. Werde Experte in deinem Bereich. Nicht oberflächlich. Tief genug, dass du Mittelmäßigkeit sofort erkennst. Wenn du genug Websites gesehen hast, weißt du in 3 Sekunden, ob eine gut ist.

  2. Mach deinen Taste explizit. Schreib auf, was du gut findest und warum. Genau das macht Rick Rubin. Er kann präzise benennen, was fehlt. Das ist auch der Schlüssel zu besseren AI-Ergebnissen: Je klarer du artikulieren kannst, was du willst bzw. vor allem, was du NICHT willst, desto besser wird dein Output.

  3. Konsumiere bewusst. Hör auf, alles zu akzeptieren. Frag dich aktiv: Was gefällt mir daran? Was nicht? Warum? Das trainiert deinen Taste wie ein Muskel.

  4. Nutze AI zum Iterieren. Taste zeigt sich im Redesign. Graham schreibt: "It's rare to get things right the first time." AI macht Iterationen fast kostenlos. Lass dir 10 Versionen geben und wähle die beste. Dann erkläre, warum sie die beste ist, und lass weiter verfeinern.

Unser Take: Mittelmaß hat ausgedient

In einer Welt, in der jeder mit AI alles produzieren kann, wird nicht der gewinnen, der die besten Prompts schreibt.

Sondern der, der weiß, was gut ist. Der Mittelmäßigkeit nicht akzeptiert. Der sagen kann: "Das ist noch nicht fertig."

Taste ist Arbeit. Taste ist Leidenschaft. Taste ist Scheitern.

Aber das Schöne ist: Du kannst deinen Geschmack trainieren. Mit AI kannst du ihn sogar noch viel schneller trainieren.

Die Zukunft gehört denen, die entscheiden, was gemacht werden sollte!

Geschafft! Bis zur nächsten Ausgabe.

Reto & Fabian von den AInauten

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