
Hi AInauten,
Heute haben wir eine Monster-Premium-Deep-Dive-Spezialausgabe am Start, die nicht nur an die Premium-Abonnenten rausgeht, sondern an alle Newsletter-Abonnenten. Enjoy - wir wünschen dir spannende Einblicke, die über 08/15-Geplapper hinausgehen 😎.
Also, stell dir vor, OpenAI wirft GPT-5 auf den Markt und niemand applaudiert. Ganz so ist es ja nicht. Aber während Sam Altman von einem PhD-Level-Experten in deiner Hosentasche schwärmt und Microsoft bereits die Integration in alle Produkte feiert, hagelt es auf X und Reddit Kritik der Power User.
Wenn man sich durchs Netz kämpft, ist GPT-5 gleichzeitig extrem beeindruckend und enttäuschend, revolutionär und inkrementell, genial und frustrierend.
Was die meisten nicht wissen: Beim globalen Start von GPT-5 gab es einige technische Probleme, wodurch das Modell viel dümmer wirkte, als es eigentlich ist …

OpenAI-CEO Sam Altman beschreibt die Fortschritte so, als würde man „von einem Gespräch mit einem High-School-Schüler (GPT-3) über einen College-Studenten (GPT-4) nun hin zu einem promovierten Experten (GPT-5)" gelangen.
Doch was stimmt nun? Das haben wir für dich herausgefunden. In den nächsten Minuten zerlegen wir diesen “promovierten Experten” bis ins kleinste Detail.
Wir schauen uns an, was wirklich neu ist,
wo die Stärken und die (manchmal komischen) Schwächen liegen,
welche strategischen Spielchen im Hintergrund ablaufen
und was das für dich als Nutzer, Entwickler oder Unternehmer bedeutet.
Schnall dich an, das hier ist mehr als nur ein Update. Es ist der Startschuss in die nächste Ära der KI. Legen wir los!

Yay, wir können wieder mal aus der vollen Meme-Kiste schöpfen 😁
tl;dr: Simpler, schneller, besser, korrekter - probiere es aus!
Schauen wir uns mal an, was GPT-5 tatsächlich mitbringt, jenseits des Marketing-Blablas: Zusammengefasst ist GPT-5 simpler, schneller, besser, korrekter – und löst alle bisherigen Modelle ab!
GPT-5 für alle: Der Rollout läuft weltweit auf Web, Mobile & Desktop – für alle zahlenden und kostenlosen Accounts (Plus, Pro, Team & Free). Enterprise & Edu folgen bald.
Ein Modell für alles: GPT-5 ersetzt die Modell-Auswahl. Im Hintergrund kommt ein Echtzeit-Router zur intelligenten Aufgabenverteilung zum Zuge, der die Anfrage automatisch an das passende Modell schickt.
Besser in allen Bereichen: Laut OpenAI stellt GPT-5 eine enorme Verbesserung in den Bereichen logisches Denken, kreatives Schreiben, Befolgen von Anweisungen, Verringerung von Halluzinationen, Gesundheitsvorsorge und visuelle Wahrnehmung dar.
Thinking-Modus nutzen: Der Denk-Modus bei GPT-5 soll eine bessere und interessantere Schreibqualität zur Folge haben als GPT-4.5!
Model-Rente in ChatGPT: Bye-bye GPT-4.1, 4.5, 4.1-mini, o4-mini, o4-mini-high, o3, o3-pro - diese Modelle sind bereits Geschichte in ChatGPT, 4o kriegt bald noch einmal temporäres Bleiberecht. Alte Chats werden automatisch auf das passende GPT-5-Äquivalent umgestellt. In der API bleiben sie erstmal weiter verfügbar.
Voice Mode ist besser - und läuft auf GPT-4o: Alle Nutzer haben nun mehr Voice-Kapazitäten zur Verfügung. Paid User können Ton, Tempo & Länge dynamisch anpassen. Und neu funktioniert es auch in CustomGPTs, really cool!
Neue Chat-Personalities: Wähle in den Einstellungen zwischen Default: klar & neutral – Cynic: sarkastisch, trocken, direkt – Robot: präzise, emotionslos, kein Fluff – Listener: warm, laid-back, mit leichter Ironie – Nerd: verspielt, wissbegierig, nerdy Erklärungen.
Farbtuning: Aktiviere Accent Colors für Chat-Bubbles, Voice-Button & Highlights – wählbar in den Settings auf dem Handy.
Und was bedeutet das im größeren Kontext?
GPT-5 ist ab sofort für alle 700 Millionen User verfügbar. Sprich, jeder 10. Mensch weltweit nutzt ChatGPT bereits - und kriegt ein starkes Upgrade!
Für Power User mit Subscription ist es ein guter Schritt vorwärts.
Aber für die meisten Gelegenheitsnutzer der kostenlosen Version ist es ein echter Quantensprung. Ja, genau, der besagte Einstein in der Hosentasche!
Es war einmal …
Fast 2,5 Jahre ist es her, dass GPT-4 vom Stapel lief und uns kollektiv die Kinnladen herunterklappen ließ.
Damals ein Quantensprung, ein Moment, der die Art und Weise, wie wir über künstliche Intelligenz denken, verändert hat. Seitdem dreht sich die KI-Welt schneller und schneller. Ein Modell jagte das nächste, die Benchmarks überschlagen sich, und der Hype-Train wurde ohne Bremsen gebaut.
Doch jetzt ist wieder ein Moment gekommen, um innezuhalten und Bilanz zu ziehen.
Aber etwas ist diesmal anders. Der pure „Wow-Faktor" ist definitiv kleiner. Doch die Auswirkungen auf die gesamte KI-Landschaft und unseren Alltag könnten extremer nicht sein. Warum? Weil GPT-5 eben doch nicht nur ein weiteres, inkrementelles Upgrade ist.
Es ist ein fundamentaler Wandel in der Strategie, im Produktdesign und in der Zugänglichkeit von Spitzen-KI - selbst wenn uns das eine oder andere Meme

Fakt ist: ChatGPT hat mittlerweile 700 Millionen wöchentliche Nutzer. Das ist jeder zehnte Mensch auf diesem Planeten! Täglich werden 3 Milliarden Konversationen geführt.
OpenAI sitzt auf einem Datenschatz, von dem Google nur träumen kann.
Und genau in diese Marktdominanz hinein launcht das Unternehmen GPT-5. Nicht als Revolution, sondern als strategische Konsolidierung. Und das ist der eigentliche Game Changer.
Mehr Nutzer bedeuten mehr Interaktionen. Sprich: mehr Daten, mehr Langzeitgedächtnis, mehr Kontext. Das Modell lernt nicht nur schneller, sondern kann individueller reagieren und wird damit unverzichtbar!
Jeder Chat, jede gespeicherte Präferenz, jeder wiederkehrende Nutzer füttert ein wachsendes Memory-System, das dir relevantere Antworten gibt und dich stärker an die Plattform bindet.
Das Ergebnis: höhere Zufriedenheit, längere Nutzung, mehr zahlende Nutzer. Und für OpenAI ein nahezu perfektes Rezept für Kundenbindung und Umsatzwachstum.
Mit GPT-5 wird aus einer KI, die man „ab und zu mal ausprobiert", ein dauerhafter Begleiter im Arbeits- und Privatleben.
Das Ende des Modell-Karussells: Ein Gehirn für alle(s)
Die vielleicht größte und wichtigste Neuerung von GPT-5 ist die Vereinheitlichung der Modelle. Dieser Schritt macht die fortschrittlichste KI so einfach zugänglich wie nie zuvor.
Du erinnerst dich an das ständige Hin und Her in ChatGPT, schließlich war das ja bis gestern noch der Fall: „Soll ich das schnelle GPT-4o nehmen oder das schlauere, aber langsamere GPT-4? Oder vielleicht ein spezialisiertes Modell?" Diese Qual der Wahl ist Geschichte!

via Web
Im Hintergrund werkelt jedoch ein ausgeklügeltes System, das OpenAI als Echtzeit-Router bezeichnet. Dieser intelligente Dispatcher analysiert deine Anfrage und leitet sie an das am besten geeignete Modell weiter.
Das System besteht im Kern aus zwei Hauptkomponenten:
GPT-5-main: Das ist das Arbeitstier. Es ist auf maximale Geschwindigkeit und Effizienz getrimmt und erledigt die große Mehrheit der alltäglichen Anfragen blitzschnell. Es verbindet die hohe Intelligenz der bisherigen Top-Modelle mit der rasanten Geschwindigkeit der „o"-Varianten.
GPT-5-thinking: Das ist der Grübler, der Experte. Wenn du eine komplexe Frage stellst, die mehrstufige Problemlösungen, tiefere Analysen oder kreative Höchstleistungen erfordert, schaltet der Router automatisch in diesen Modus. Die Antwort dauert dann zwar spürbar länger, aber das Ergebnis ist dafür von einer Tiefe und Genauigkeit, die bisherigen Modellen oft verwehrt blieb.
Für zahlende Nutzer (Plus, Pro, Team) gibt es sogar noch einen drauf: Sie erhalten einen manuellen Schalter, um gezielt den „Thinking"-Modus zu erzwingen.
Pro- und Team-Kunden bekommen mit GPT-5 Thinking Pro eine nochmals potentere Version für hochkomplexe und unternehmenskritische Aufgaben, bei denen absolute Akkuratesse gefragt ist.

via Charlie Hills
GPT-5 „denkt" auch tiefer. Statt nur statistisch das nächste Wort vorherzusagen, zerlegt es komplexe Probleme in logische Schritte. Es plant, kommentiert seine eigenen Gedankengänge und iteriert über Lösungen. Das Ergebnis sind nicht nur korrektere, sondern auch besser nachvollziehbare Antworten.
Für die Gelegenheitsnutzer der kostenlosen Version ist das ein echter Game-Changer. Der sprichwörtliche Einstein in der Hosentasche!
Es gibt auch noch ein paar weitere wichtige Dinge zu den Modellen zu wissen:
Mit dieser Vereinheitlichung schickt OpenAI auch eine ganze Reihe alter Bekannter in Rente, oder besser gesagt: ins Grab.
Bye-bye GPT-4o, 4.1, 4.5, o3 und all die Mini-Varianten. Deine alten Chats werden automatisch auf das passende GPT-5-Äquivalent migriert.
Nur der Voice Mode läuft vorerst weiterhin auf GPT-4o.
Und wer in Nostalgie schwelgen will: Aktuell können nur Pro-User ($200/Monat) auf die alten Modelle zugreifen, sozusagen als kleines Museum der KI-Geschichte.

Nur Pro- und API-User haben noch Zugang zu bisherigen Modellen
Nach dem Backlash hat Sam angekündigt, dass das 4o-Modell für zahlende Plus-User wieder zur Verfügung stehen wird.
Was kann GPT-5 wirklich besser?
Ein einheitliches Modell ist schön und gut, aber für viele AINAUTEN, die ChatGPT regelmäßig nutzen, wirkt das auf den ersten Blick eher wie eine iterative Verbesserung als die versprochene Revolution.
Was ist faktisch also alles besser geworden? Eine ganze Menge!
Die Verbesserungen ziehen sich durch alle Bereiche, von der reinen Intelligenz über die Nutzererfahrung bis hin zu den kreativen Fähigkeiten.
OpenAI behauptet selbstbewusst, GPT-5 sei in fast allen relevanten Benchmarks State of the Art. Ein Blick auf die unabhängige LMSys Chatbot Arena, wo Nutzer Modelle blind bewerten, scheint das zu bestätigen: GPT-5 hat sich dort sofort an die Spitze gesetzt.
Auch in besonders anspruchsvollen Bereichen wie Coding (SWEBench) und Medizin (AIME 2025) zeigt es seine Muskeln.
Die Reduktion von Halluzinationen, also das selbstbewusste Erfinden von Fake-Fakten, wurde adressiert. Aber Achtung, hier musst du genau hinschauen: Die Zuverlässigkeit steigt vor allem dann signifikant, wenn das Modell Web-Zugriff hat und der „Thinking Mode" aktiv ist.
Diese Verbesserung ist ein Segen für Unternehmen, insbesondere in sensiblen Branchen wie Finanzen oder Recht, die bisher aus Angst vor Falschinformationen vor dem breiten Einsatz zurückschreckten.
OpenAI hat GPT-5 gezielt in Bereichen verbessert, die für Nutzer besonders relevant sind. Drei oft genutzte Domänen – Schreiben, Programmieren und Gesundheit – wurden als Schwerpunkte genannt.
Tatsächlich gilt GPT-5 jetzt als stärkstes Coding-Modell von OpenAI. Es meistert anspruchsvolle Programmieraufgaben: vom Generieren komplexer Frontends bis zum Debuggen großer Code-Repositories.
Dabei zeigt es sogar ein Auge für Design und Usability, d.h. es achtet auf saubere Layouts, Abstände und hat Sinn für Ästhetik im UI – etwas, womit frühere Modelle kaum auftrumpften.
Wir wollen jetzt nicht alle einzelnen Benchmarks durchkauen. Wenn dich das interessiert, kannst du es hier nachlesen.
Anekdote aus dem Kindergarten: Sam und Elon teilen aus und schreiben ein neues Kapitel in der Silicon Valley Soap-Opera
Elon hat selbstverständlich schon zurückgekläfft, dass sein Grok-4 Modell im ARC-AGI-Benchmark mit etwa 15,9 % immer noch die Nase vorn hat (OpenAIs GPT-5 High kommt auf 9.9%).
Das dürfte Sam aber irgendwo vorbeigehen, da er mit einem Chatbot-Marktanteil von rund 60 % glänzen kann. Er konnte sich einen Seitenhieb aber nicht verkneifen und merkte im (sehenswerten!) Interview an, dass OpenAI bewusst auf Features wie einen "Sexbot-Avatar" verzichte, obwohl dies die Nutzungszahlen steigern würde.
Eine klare Anspielung auf Elons Grok. Der dümpelt bei etwa 0,6 % herum und zieht vor allem pixelverliebte Keyboard-Casanovas an, die ihre soziale Interaktionskompetenz im Chat mit dem "sexy" 18+ Anime-Avatar Ani aufladen. Und während OpenAI GPT-5 released, gibt uns Grok die Möglichkeit, kostenlos Bilder und Videos mit Grok Imagine zu kreieren …

Bild via ChatGPT
Personalisierung Total: Finde deine KI-Persönlichkeit
Bisher war ChatGPT eher neutral und, wenn wir ehrlich sind, auch ein bisschen langweilig in seiner Tonalität.
Das ändert sich jetzt. Mit den neuen Chat-Personalities kannst du den Charakter deiner KI anpassen. Und wow, der Zyniker delivered - sassy, we like it!

Beispiel der Zyniker Persönlichkeit 🤭
Du hast die Wahl:
Default: Der gewohnte, klare und neutrale Ton.
Cynic: Sarkastisch, trocken und brutal direkt. Für alle, die keine Lust auf Gefasel haben.
Robot: Präzise, emotionslos, Zero Fluff. Daten, Fakten, fertig.
Listener: Warm, verständnisvoll und Laid-Back, mit einer Prise leichter Ironie. Der Kumpeltyp.
Nerd: Verspielt, wissbegierig und voller begeisterter, nerdiger Erklärungen.
Diese Funktion ist mehr als nur ein Gimmick. Sie macht die Interaktion menschlicher und unterhaltsamer.
Dazu kommt ein kleines, aber feines visuelles Upgrade auf dem Handy: Du kannst jetzt die Akzentfarbe der Chat-Bubbles, des Voice-Buttons und von Highlights anpassen, um ChatGPT einen persönlichen Touch zu verleihen.

Accent Colors auf dem Mobile
Voice-Upgrade: Sprich mit GPT-5, als wär's dein Kumpel
Der Voice Mode wird ebenfalls aufgerüstet. Es klingt noch natürlicher, und die Funktion steht nun auch für Custom GPTs zur Verfügung! Das ist ziemlich cool, probiere es aus.

Plus-User bekommen eine praktisch unbegrenzte Voice-Nutzung, während Free-User erweiterte tägliche Stundenkontingente erhalten.
Das Highlight für zahlende Nutzer ist Adaptive Voice. Diese Funktion passt Tonfall, Sprechtempo und sogar die Länge der Antworten dynamisch an deine Anweisungen und deinen eigenen Sprachrhythmus an.
Das Gespräch fühlt sich dadurch noch natürlicher und weniger wie ein Dialog mit einer Maschine an. Stell dir vor, du sagst “Erzähl mir die Geschichte langsamer und mit dramatischem Ton”, und es passiert. Oder auch wer Sprachen lernt, wird das schätzen.
In den Release Notes wird zudem betont, dass Voice für Lernzwecke optimiert ist, z.B. Study Mode für interaktives Lernen mit Socratic-Style-Fragen. Ein echter Mehrwert, zum Beispiel in Meetings.

Tiefe Integration: Connectors für Gmail, Kalender und Co. – plus MCP
Mit GPT-5 können Pro-, Team- und Enterprise-Nutzer ihre Gmail-, Google-Calendar- und Contacts-Daten verknüpfen. Bald reicht ein Klick, damit dein Assistent Termine, wichtige Mails und Kontakte kennt und damit sicher arbeiten kann.
Dank Connectors, die dem Model Context Protocol (MCP) folgen, kann ChatGPT auf Google Drive, Dropbox, SharePoint, Outlook, GitHub, HubSpot oder Teams zugreifen, ganz ohne Tool-Wechsel.
Noch ein Level drüber kommt dann MCP selbst. MCPs sind universelle Adapter, die KI-Systeme über eine Schnittstelle mit internen CRMs, Ticketing-Systemen, Kalendern und eigenen Datenquellen verbindet.
Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber sobald OpenAI offizielle MCP-Connectors unterstützt, werden weitere Hürden fallen und damit neue Workflows möglich!

Kontext Upgrade: Das Gedächtnis erhält ein (limitiertes) Upgrade
Eine der technisch beeindruckendsten Neuerungen ist die Erweiterung des Kontextfensters. Alle API-Modelle von GPT-5 verfügen über ein riesiges Kontextfenster von 400.000 Tokens. Zum Vergleich: GPT-4o musste sich mit 128.000 Tokens begnügen.
Was heißt das praktisch? Du kannst dem Modell jetzt Dokumente mit Hunderten von Seiten zum Analysieren geben. Zum Beispiel komplette Geschäftsberichte, wissenschaftliche Studien oder sogar ganze Codebasen.
GPT-5 kann den gesamten Kontext überblicken und präzise Fragen zu Details beantworten, die weit auseinanderliegen. Dieses Langzeitgedächtnis ist der Schlüssel für wirklich komplexe, agentenartige Arbeitsabläufe.
Aber, und das ist wichtig, GPT-5 bedeutet nicht ChatGPT-5!
Sprich: ChatGPT-5 ist ein spezifischer Einsatz des GPT-5-Modells und hat andere Limits als wenn du das Modell direkt über die API-Programmierschnittstelle ansteuerst.
Sprich: 8k für Gratis-User, 32k für Plus, 128k für Pro – der Rest der 400k-Token-Power von GPT-5 bleibt aktuell hinter der API-Tür.
OpenAI wollte zwar 1 Mio. Token für GPT-5 bringen, wurde aber durch die Rechenkosten und die GPU-Kapazität eingeschränkt.
Für die Builder und Macher: Die API-Revolution
GPT-5 ist extrem stark in den Bereichen Coding & Software Engineering, Medizin, …
Während das User Interface für den Endanwender einfacher wird, bekommen auch Entwickler über die API mehr Kontrolle (Details hier – du kannst es auch im Playground testen, und wenn dich das System Prompt interessiert, here you go!).
Die neue API bietet Zugriff auf verschiedene Modellvarianten:
gpt-5 (mit den Modi auto, thinking und pro)
gpt-5-mini und gpt-5-nano für einfachere Aufgaben, bei denen Kosten und Latenz entscheidend sind.
Und hier zeigt sich die eigentliche strategische Wucht des GPT-5-Launches, denn das wirklich Disruptive ist dabei die Preisgestaltung. Das Flaggschiff-Modell gpt-5 kostet über die API nur $1,25 pro eine Million Input-Tokens und $10,00 pro eine Million Output-Tokens.
Für Entwickler bedeutet das: Mehr Leistung, ein riesiges 400k-Kontextfenster und das alles zu einem Preis, der völlig neue, großflächige Anwendungen ermöglicht. Und das Modell ist für Coder richtig, richtig gut.
Hier ein paar Prompts, die du selbst testen kannst - unsere Tests (und wo wir gescheitert sind) findest du unten im Video.
Der Preiskampf: OpenAI zündet die Bombe
Diese Preisansage ist ein direkter Schuss vor den Bug der Konkurrenz: GPT-5 kostet nur $1.25 pro Million Input-Tokens.
Das ist:
50% günstiger als GPT-4o
Gleich teuer wie Google Gemini 2.5 Pro
10x günstiger als Claude Opus 4.1
Was macht OpenAI da? Sie verbrennen Geld für Marktanteile! Bei geschätzten $8 Milliarden Verlust dieses Jahr ist das eine aggressive Wette auf die Zukunft.
OpenAI verfolgt hier eine klassische Plattformstrategie, die darauf abzielt, ein größeres Stück vom Entwicklermarkt zu erobern und den Zugang zu Spitzen-KI zur Massenware zu machen.
Oder auf Neudeutsch: „Commoditization of the Frontier". Der Plan ist klar: OpenAI soll zum Standard für KI-Intelligenz werden, so wie AWS es für Cloud-Computing wurde.
Für die Konkurrenz? Existenzbedrohend.
Mitbewerber wie Anthropic geraten unter Druck. Sie müssen entweder ihre Preise senken und ihre Geschäftsmodelle riskieren, selbst mit effizienteren Modellen nachlegen oder mit einer nachweislich überlegenen Leistung in Nischenbereichen einen Premium-Preis rechtfertigen. Google hat die Taschen tief genug. Aber kleinere Player? Die haben es schwer.
Und nicht zu vergessen sind auch die vor ein paar Tagen veröffentlichten Open Weight Source Modelle von OpenAI, welche ähnlich gute Benchmark-Ergebnisse aufweisen wie wichtige, kostenpflichtige Modelle von Mitbewerbern.
Damit können auch Unternehmen, die ihre Daten nicht an einen Drittanbieter schicken wollen, starke Modelle einsetzen.
Realitäts-Check: Zwischen Hype, Genie und peinlichen Aussetzern
Bei all dem Lobgesang, den Partner Microsoft, Genspark, Manus, Notion, Rork, OpenRouter, Cursor, Lovable, Bolt, Windsurf, Zoom, … und viele mehr anstimmen, muss man die Füße auf dem Boden halten.
Ist GPT-5 wirklich der fehlerfreie Überflieger? Die Antwort ist ein klares: Jein.
Unser erster Test war die auf den ersten Blick simple Frage "How many r's in blueberry and strawberry". Das Ergebnis war ein peinliches Hin und Her, wo das Modell sichtlich Mühe hatte, die Buchstaben korrekt zu zählen.
ABER, wichtig: offensichtlich lag das an einem Fehler im Router. Wenn man das Modell nämlich denken lässt, kommt auf Anhieb die richtige Antwort.

Das normale GPT-5 ist kein magischer Alleskönner. Aber es ist ein potentes Werkzeug, dessen Leistungsgrenzen deutlich höher liegen.
Wer den Denkmodus einschaltet, kann mit besseren Resultaten rechnen - und wer sich für $200 die Pro-Version holt und heftige Probleme zu knacken hat, der dürfte mit den Resultaten mehr als zufrieden sein!
Generell gilt: Um das Potenzial auszuschöpfen, muss man sich als Nutzer auch etwas ins Zeug legen.
Das bedeutet, die richtigen Anweisungen zu geben, die Tools und Möglichkeiten kennen zu lernen und die Grenzen des Modells zu verstehen - damit man sie clever umgehen kann.
Das AINAUTEN-Playbook: So holst du das Beste aus GPT-5 heraus
Auf Basis unserer ersten Erfahrungen mit GPT-5 und der offiziellen Dokumentation haben wir ein Playbook für dich zusammengestellt.
Die Prompting-Grundlagen gelten weiterhin, aber mit GPT-5 werden neue Techniken wichtig. OpenAI selbst hat dazu einen ausführlichen Prompting Guide für GPT-5 veröffentlicht.
So öffnen neue Tabs automatisch ein ChatGPT-Fenster
Damit du ChatGPT regelmäßig(er) nutzt, empfehlen wir, dass beim Öffnen von neuen Tabs automatisch ChatGPT geöffnet wird.
Nutze dafür eine Browser-Erweiterung wie “Custom New Tab” (Chrome, Edge, …) und füge dort die folgende URL ein. Damit wird direkt ein neuer Chat im Thinking-Modus geöffnet.
https://chatgpt.com/?model=gpt-5-thinking&q=Hier ein paar Tipps zur Arbeit mit GPT-5:
Eine simple, aber effektive Taktik: Wiederhole wichtige Anweisungen sowohl am Anfang als auch am Ende deines Prompts. Das hilft dem Modell, den Fokus zu behalten.
Nutze die neuen Modi gezielt. Sage explizit „Denke Schritt für Schritt darüber nach" oder „Analysiere dieses Problem aus mehreren Perspektiven", um den „Thinking Mode" zu triggern und tiefere Antworten zu erhalten.
Marketer & Content Creator: Nutze die verbesserten Schreibfähigkeiten für hochwertigere Entwürfe von Blogartikeln, Social-Media-Posts und Skripten. Die Prosa ist weniger roboterhaft, der Rhythmus besser.
Agenten-Workflows: Baue kleine Agenten für Recherche-Aufgaben. Gib GPT-5 eine Liste von Fragen und bitte es, das Web zu durchsuchen, die Informationen zusammenzufassen und in einem bestimmten Format (z.B. Briefing-Dokument) aufzubereiten.
Persona-Marketing: Experimentiere mit den neuen Persönlichkeiten. Lass den „Cynic" eine kritische Produktrezension schreiben oder den „Nerd" eine komplexe Technologie für Anfänger erklären.
Vibe Coding wird Realität: Die Schwelle, um aus einer einfachen Idee eine funktionierende App zu machen, ist massiv gesunken. Nutze GPT-5 für schnelles Prototyping von Frontends, zum Schreiben von API-Endpunkten oder zum Erstellen von Datenbank-Schemata.
Robuste Tool-Ketten für Programmierer: Die Fähigkeit von GPT-5, externe Tools und APIs zuverlässig aufzurufen, ist ein Game-Changer. Baue komplexe Workflows, bei denen die KI Daten aus verschiedenen Quellen abruft, verarbeitet und dann Aktionen auslöst.
Integrationsplanung ist alles: Der wahre Wert von GPT-5 liegt nicht im Chatfenster, sondern in der tiefen Integration in deine Geschäftsprozesse. Identifiziere manuelle, repetitive Aufgaben, die durch einen KI-Agenten automatisiert werden können.
Das große Spiel: OpenAI's Strategie, der AGI-Traum und der Druck der Investoren
Nachdem wir die praktischen Aspekte ausführlich beleuchtet haben, wollen wir nun noch etwas rauszoomen.
Auf OpenAI lastet ein enormer wirtschaftlicher Druck. Milliarden werden in Rechenzentren, Strom und den Ankauf von Chips gepumpt.
Schätzungen gehen davon aus, dass die Investitionen in die KI-Infrastruktur bis 2028 auf 3 Billionen US-Dollar anwachsen könnten!
Sam muss diese gigantischen Summen gegenüber seinen Investoren, allen voran Microsoft, rechtfertigen. Das Release ist also auch eine Demonstration der eigenen Stärke gegenüber den Geldgebern.
Die Wette dahinter? The Winner takes it all!
OpenAI will den Markt dominieren, bevor das Geld ausgeht. Indem alle 700 Millionen Nutzer, auch die nicht-zahlenden, in den Genuss von GPT-5 kommen, wird die Marktführerschaft auf Jahre zementiert!
Die Konkurrenz wird gezwungen, sich auf Nischen zu spezialisieren, während OpenAI zur größten Datenkrake der Welt wird, der die Menschheit ihre Geheimnisse, Probleme und Ideen anvertraut.

Die AGI-Frage: Hype vs. Realität
Ist GPT-5 nun die lang ersehnte AGI (Artificial General Intelligence)? Also eine KI, die wirklich alles kann wie ein Mensch?
Wenn es nach den Wettmärkten von Polymarket geht, lautet die Antwort: definitiv nicht.
Auch Sam Altman gibt zu, dass noch „etwas ziemlich Wichtiges fehlt" auf dem Weg dorthin.
Was fehlt denn konkret noch für echte AGI?
Kontinuierliches Lernen (GPT-5 lernt nach dem Training nicht mehr dazu)
Langzeitplanung (kann keine mehrstufigen Pläne verfolgen)
Echtes Weltverständnis (versteht Kontext nur oberflächlich)
Selbstreflexion (weiß nicht, was es nicht weiß)
Sicher ist aber, dass wir Schritt für Schritt in diese Richtung traben. Die Metaculus-Vorhersage sieht AGI bei 2040. Optimisten sagen 5-10 Jahre. Wir werden sehen …

Die Altman Doktrin: Zwischen Hype und Weltuntergang
Die öffentliche Wahrnehmung von GPT-5 wurde bisher maßgeblich von CEO Sam Altman selbst geprägt. Seine Kommunikation ist dabei eine ausgeklügelte Mischung aus fast übertriebenem Hype und zur Schau gestellter Sorge – einige nennen es “die Altman-Doktrin”.
Und die funktioniert so: Einerseits setzte er die Erwartungen ins Unermessliche, als er im Vorfeld sagte, GPT-4 sei „das dümmste Modell, das ihr je wieder benutzen müsst".
Andererseits bedient er sich einer düsteren, aber wirkungsvollen Analogie … Er verglich die Entwicklung von GPT-5 wiederholt mit dem Manhattan Project, dem Bau der ersten Atombombe.
Dabei rutschte ihm raus, wie er sich selbst „nutzlos" fühlte, als die KI ein Problem löste, an dem er scheiterte, und verlautbarte, während der Testphase „sehr nervös" gewesen zu sein.

via ChatGPT
Diese Rhetorik hat einen doppelten Zweck. Sie erzeugt maximale mediale Aufmerksamkeit und rahmt GPT-5 nicht als Produkt-Update, sondern als welthistorisches Ereignis.
Die wichtigen Fragen: Privacy- und Safety
Gleichzeitig treibt OpenAI die Integration der KI in unser Leben immer weiter voran. Bald kommt der Zugriff auf Gmail, Kalender und Kontakte. Aber das ist erst der Anfang.
Heikel kann es bei Gesundheitsanwendungen werden. In der Launch-Präsentation wurde der Fall einer Krebspatientin gezeigt, die GPT für medizinische Analysen und als „Thought Partner" nutzt.
Das ist beeindruckend und hat uns emotional berührt. Es wirft aber auch Fragen zum Datenschutz auf, weil OpenAI unterschwellig die Botschaft broadcastet: „Vertrau uns mit deinem Leben.”
Diese Entwicklung ist umso relevanter, wenn man bedenkt, dass laut Studien schon heute fast 40 % der Amerikaner Chatbots bei medizinischen Fragen vertrauen.
Nächste Baustelle ist das Thema Sicherheit. GPT-5 hat Fortschritte gemacht, aber sowohl Red Teamer Pliny als auch das UK AI Safety Institute haben schnell “model-level jailbreaks” gefunden. GPT-5 kann damit für Angriffe auf Computersysteme genutzt werden.
Und OpenAI's eigene Bewertung? GPT-5 hat eine “high capability” für biologische und chemische Waffen-Assistenz…
Klartext: Das Ding ist mächtig genug, um gefährlich zu sein - aber nicht smart genug, um sich selbst zu stoppen…
Unser Take: Ein gewaltiger Sprung - let the fun begin!
Der Launch von GPT-5 ist ohne Zweifel eine Professionalisierung für zahlende Nutzer, aber auf den ersten Blick nicht revolutionär. Die echte Revolution? Die liegt in der Demokratisierung. Wenn 700 Millionen Menschen Zugang zu PhD-Level-KI haben, verändert das die Welt!
Nicht weil die KI so viel besser ist, sondern weil sie überall ist. OpenAI hat nicht die beste KI gebaut, sondern die zugänglichste. Und in der Tech-Welt gewinnt oft nicht der Beste, sondern der mit der besten Distribution.
Für uns alle bedeutet das: Die Ära des spielerischen Ausprobierens weicht einer neuen Phase. Einer Phase, in der wir lernen müssen, komplexe, agentenartige Systeme zu bauen, zu steuern und ihnen zu vertrauen. Wer heute damit beginnt, baut sich einen unfairen Vorteil auf.
Wer sich hingegen nur auf den Marketing-Glanz verlässt, bekommt schöne Demos, aber im Ernstfall teure Überraschungen. Die Messlatte wurde höher gelegt. Für die Konkurrenz. Und für uns alle.
Die kommenden Monate werden spannend: Nutzerfeedback und weitere Tests werden zeigen, ob GPT-5 OpenAIs Vorsprung sichern kann oder ob z.B. Claude 4.1, Gemini 2.5, deren Nachfolger oder ganz neue Herausforderer das Feld aufmischen.
Wer will, kann sich hier den OpenAI-Launch-Livestream anschauen.
Unser Highlight war Jakub Pachoki, Chief Scientist, der als letzter die Bühne betrat @ 1:15:25.
Er schloss sinngemäß mit folgenden Worten: "Es geht uns darum, Deep Learning-Technologie und ihre Folgen zu verstehen ... damit es sicher und für uns alle nützlich ist.
Das ist Arbeit aus Leidenschaft, und es ist eine Mission … die von einem gemeinsamen Ziel getragen wird: nicht nur einen großartigen Release zu liefern, sondern auch das Verständnis der zugrunde liegenden Technologie selbst voranzubringen.
Vieles von dem, was ihr in diesem Modell seht, sind erste Einblicke in neue Ideen, von denen wir glauben, dass sie noch sehr viel weiter tragen werden. Es gibt noch viel zu verstehen.
Wir blicken auf eine Zukunft, in der KI Wissen über die Welt erschließt und unser Leben spürbar zum Besseren verändert. Wir hoffen, euch gefällt, was wir gebaut haben, und wir machen uns wieder ans Skalieren."

Jakub Pachoki, OpenAIs Chief Scientist
In diesem Sinne: GPT-5 ist vielleicht nicht der Quantensprung zur Alleskönner-KI, den manche erträumten. Aber es ist ein ausgereiftes, mächtiges Werkzeug, das dir in vielen Belangen besser zur Hand gehen wird als seine Vorgänger. Es ist ein weiterer Meilenstein auf der spannenden Reise der KI, die noch lange nicht am Ende ist!
An alle Nicht-Premium-Mitglieder, die bis hierhin gelesen haben. Wow! Und Danke. 🙏
Wir haben noch mehr für dich, wie das untenstehende Video mit unseren Demo-Cases, und natürlich gibt es jede Woche einen neuen Deep-Dive zu relevanten Themen.
Melde dich gerne an, wir freuen uns darauf, dich in unserem Kreis willkommen zu heißen! ↴
🔒 Zugang nur für AInauten Premium Mitglieder
Werde jetzt VIP und hol dir AInauten Premium. Egal ob als Abo für kleines Geld und jederzeit kündbar, oder im Paket mit unseren anderen Kursen. Du wirst es lieben.
👉 Pakete anschauen 》⭐️ Mitglieder erhalten unter anderem ⭐️:
- Wöchentlich neue Tutorials & Praxis-Videos
- Zugang zu Premium Posts & Videos
- Regelmäßige Live Workshops mit Q&A für Mitglieder
- Premium Deep Dive Analysen
- Monatliches Executive Summary
- Optional: Zugang zu allen unseren Trainings (auch zukünftige)




