
Moin AInauten,
Willkommen zur neuen Ausgabe deines Lieblingsnewsletters.
Die AI-Welt wird mehr und mehr agentisch, auch für Nicht-Techies. Wir schreiben ja ständig darüber.
Grok Bot, OpenClaw, Lindy, Viktor, Hermes, ChatGPT Work, Claude Cowork ...
Jetzt steigt auch Meta in den Ring, mit einem sehr spannenden Take: persönliche Superintelligenz in der Hosentasche.
Zudem haben wir heute einen coolen Skill dabei, und OpenAI hat neue Versionen des für uns besten Bildmodells veröffentlicht, die du sofort ausprobieren kannst.
Hier die Themen im Detail:
🧞 Meta Muse: der AI-Agent für alle, die nie einen aufsetzen würden
🔁 Mehrere Modelle in einem Claude-Chat (mit Download)
🎨 GPT Image 2.5: wir haben alt gegen neu antreten lassen
Los geht's!
🧞 Meta Muse: der AI-Agent für alle, die nie einen aufsetzen würden
Wir beschäftigen uns ja super viel mit AI-Mitarbeitern. Letzte Woche ging es dann darum, dass diese mehr und mehr mobil werden und einen eigenen Computer bekommen.
So geschehen bei Claude Cowork Cloud, ChatGPT Work und zuletzt Grok Bot - dessen Konzept wir lieben, weil es so unglaublich einfach und intuitiv funktioniert.
Jetzt legt Meta nach. Und wir glauben, das könnte ein Ding sein für alle, die bisher keine Lust hatten, einen eigenen AI-Mitarbeiter zu bauen.
Kurz vorweg: Normalerweise schreiben wir hier nur über Dinge, die du heute nutzen kannst. Muse kannst du noch nicht sofort nutzen, es ist erstmal nur in den USA verfügbar.
Wir finden es trotzdem so spannend, dass du davon gehört haben solltest.
Der Agent heißt wie gesagt Muse.
Mark Zuckerberg nennt das Ziel dahinter "Personal Superintelligence", und Muse ist der erste Schritt: ein Agent, der bewusst nicht für die Arbeit gebaut ist. Sondern für dein Leben.
Kinotickets kaufen. Den Wochenendtrip planen. Die Tennisstunde buchen. Den Zettel für den Schulausflug ausfüllen. Aus dem gespeicherten Rezept-Reel auf Instagram wird die Einkaufsliste.

Ein paar Dinge, die anders, aber spannend sind
Es sieht aus wie ein Messenger. Kein leerer Prompt-Bildschirm, sondern ein Chat mit jemandem, der für dich arbeitet. Ähnlich wie bei Grok Bot.
Und weil WhatsApp Meta gehört, läuft Muse dort auch direkt. Das ist natürlich ziemlich cool.
Es arbeitet weiter, wenn du die App zumachst. Das Konzept ist einen Tick anders als bei anderen. Jeder Nutzer bekommt einen eigenen Computer in Metas Cloud.
Oben im Chat siehst du, was der Agent gerade tut und wo er deine Freigabe braucht.
Es hat Tabs, die die anderen nicht haben.
Ein Feed mit Inhalten nur für dich ("morgens Finanznews, abends Buchtipps"). Du kannst selbst mitkuratieren.
Eine Ideen-Liste, die Muse aus deinen Gesprächen selbst füllt.
Und zum Schluss noch Ziele, für die es Pläne baut und dran bleibt.

Es kann Geld ausgeben. Über Stripe Link mit Einmal-Kartennummern. Deine echte Karte sieht Muse nie. Natürlich fragt es dich vor Käufen.
Was kostet es, und wird der Preis irgendwann der Game Changer?
Aktuell folgt Muse, soweit wir das herausfinden konnten, dem AI-Standardmodell:
Kostenlos für die meisten
20 Dollar für Power-User
100 für ganz viel Compute
Doch bleibt das immer so? (Ab jetzt reine Spekulation von uns)
Gerade Tabs wie der persönliche Newsfeed sind doch eigentlich hervorragend für Werbung geeignet. Damit ließe sich Geld verdienen und das Produkt weitestgehend kostenlos halten, oder?
Das ist Metas gesamtes Geschäftsmodell. Und sie haben die beste Werbemaschine der Welt, die jetzt noch mehr Daten bekommt.
Aber aktuell ist das Statement noch: Keine Werbung in Muse. Und deine Gespräche gehen nicht an Metas Ad-Systeme.
Kann man glauben. Wird auch am Anfang mit Sicherheit so sein. Doch für immer?
In Metas eigenem Sicherheits-Post steht, dass die Trennung heute über Richtlinien läuft, nicht über Technik.
Meta-Mitarbeiter können auf deinen Agenten-Rechner zugreifen. Die verschlüsselte Variante, bei der nur du den Schlüssel hast, kommt "später dieses Jahr".
Nochmal: Wir verurteilen ein Werbemodell überhaupt nicht. Das kann für viele super sein, und als Marketer lieben wir Meta Ads.
Zum Vergleich: OpenAI zeigt seit Februar Anzeigen im kostenlosen ChatGPT. Wir testen das gerade selbst für die AINAUTEN, dazu am Montag mehr.
Unsere Erwartung: Meta holt sich jetzt erst mal Reichweite und Nutzer.
Der Assistent, der dich am besten kennt, ist der Platz, um den gerade alle kämpfen. Monetarisiert wird später.
Und wenn es so weit ist, gibt es wenige auf der Welt, die das so gut können wie Meta.
Unser Take: Simpel, kostenlos und spannend
Always-on-Agenten gibt es auch nicht erst seit dieser Woche. Aber alle bis auf Grok Bot sind nicht ganz trivial aufzusetzen.
Muse ist das Gegenteil. Kein Terminal, kein Key, kein Setup-Video von uns. 😄
So unglaublich simpel.
Und es ist das erste, das nicht auf Arbeit zielt, sondern auf dein Leben. Genau diese Kombination finden wir spannend.
Meta baut coole Consumer-Produkte, ist mit den Meta Glasses extrem spannend positioniert und hat Milliarden Nutzer. Und mit Muse haben sie jetzt auch ein wirklich spannendes AI-Produkt.
Glauben wir zumindest, testen konnten wir es noch nicht im Detail:

Immerhin haben wir für solche USA-first-Releases einen Mann auf der passenden Seite des Atlantiks und geben natürlich ein Update, sobald wir erste Erfahrungen haben.
🔁 Mehrere Modelle in einem Claude-Chat
Kurzer Themenwechsel, zurück zu Dingen, die du heute nutzen kannst.
Kennst du das? Du sitzt in Claude Code oder Cowork an einem Angebot, einem Vertrag, einem Text.
Und mittendrin willst du wissen, was GPT dazu sagt. Oder Gemini. Oder das neue Modell, über das gerade alle reden.
Bisher hieß das: Kontext kopieren, neuen Tab aufmachen, alles noch mal erklären, Antwort zurückkopieren.
Mehr Meinungen bedeutete mehr Tabs, die wiederum keinen Kontext voneinander haben.
Oder stell dir vor, du bist in Claude und OpenAI bringt ein Modell, das angeblich der absolute Überkracher ist. Soll schon mal passieren 😄…
Da will man doch gleich mal probieren, am besten ohne tausend Abos.
Wir haben uns dafür einen kleinen Skill gebaut. Er heißt /ask und macht genau eins: Er fragt ein anderes Modell, ohne dass du deinen Chat verlässt.

Du schreibst zum Beispiel:
/ask gpt Ist dieses Angebot überzeugend?
Was fehlt dem Kunden, was würdest du streichen? Angebot.mdClaude schreibt daraus ein kurzes Briefing (worum es geht, was schon entschieden ist, deine Frage), hängt die Datei an, die du angibst, und schickt alles an ein GPT-Modell.
Die Antwort landet in deinem Claude-Chat.
Und das Coole: Claude ordnet das Resultat ein. Wo GPT recht hat, wo es widerspricht, was beide übersehen haben.
Ein Fenster. Mehrere AI-Modelle. Claude ist weiter der Orchestrator.

Wann wir das nutzen
Zweitmeinung bei Kritischem. Angebot, Vertrag, Zahlen. Das "vertraue der Maschine nie ohne zweite Maschine" aus der Hörbuch-Ausgabe, jetzt als Einzeiler.
Texte. Wir finden, dass GPT manche Texte besser schreibt als Claude. Also lassen wir Ad-Copy oder ein Intro von zwei Modellen schreiben und Claude vergleicht.
Neues Modell testen, ohne das komplette Setup umzuziehen.
Account am Limit. Dann übernimmt für die nächste Stunde eben ein anderes Modell.
Statt gpt geht auch gemini, grok, deepseek oder cheap (DeepSeek Flash, kostet Cent-Beträge). Und jedes andere Modell, das es auf OpenRouter gibt.
Setup in fünf Minuten
Im Hintergrund nutzen wir dafür OpenRouter mit einem einzigen Key für alle Modelle. Kennst du mit Sicherheit schon, weil wir ständig drüber schreiben.
Einfach ein Konto anlegen, 5 Dollar aufladen, Key erstellen und kopieren.

Dann die ZIP laden und in Claude Code diesen Satz einfügen:
Installiere den Skill aus ~/Downloads/ask-skill.zip: entpacken, install.sh ausführen, dann den Status prüfen und mir sagen, was noch fehlt.Claude installiert den Skill und meldet, dass der Key fehlt. Den gibst du im Idealfall nicht direkt in den Chat ein, sondern sagst nur "der Key liegt in der Zwischenablage". Claude holt ihn sich selbst.
Fertig. Hier die komplette Anleitung samt Skill zum Runterladen:
Wie immer: Was du per /ask schickst, geht an einen weiteren Anbieter. Der Skill lässt Secrets und Kundendaten im Briefing weg, aber entscheiden musst natürlich immer du, was du da drüber laufen lässt.
Dein Claude hilft dir dabei.
Für alle in der AInauten-Community
Vor zwei Wochen gab es dazu den Deep-Dive in die andere Richtung: aus ChatGPT Work und Codex heraus Claude holen, plus ein Model Picker mit über 20 Modellen.
Und seit dieser Woche liegt ein neues Praxisvideo in der Community, mit einem zweiten Skill: /codex holt den OpenAI-Agenten in den Ordner, in dem du gerade mit Claude arbeitest.
Der liest selbst, prüft selbst und darf Dateien anfassen. Claude bewertet danach, was er gefunden hat.
Unser Take: Immer schön flexibel bleiben
Die Frage "Welches Modell ist das beste" wird jede Woche neu beantwortet und ist nächste Woche schon wieder veraltet. Kein Modell gewinnt “alles”.
Was wir gemerkt haben: Wer die Modelle nebeneinander im selben Chat hat, lernt schneller, wo welches stark ist, als jeder Benchmark es zeigt.
Nach drei Tagen weißt du, wen du für Texte fragst, wen für Zahlen und wen für die Frage "Was übersehe ich".
Probiere es aus!
🎨 GPT Image 2.5: Wir haben alt gegen neu antreten lassen
Zum Abschluss noch etwas direkt zum Ausprobieren.
Das für uns beste Bildmodell kommt aktuell von OpenAI. Genau dieses hat jetzt ein Update bekommen, und wir haben uns das Ganze einmal angeschaut.
In ChatGPT heißt es einfach Images 2.5 und ist bereits für alle verfügbar.
In der API kommt es in zwei Varianten:
Flare: das Schnelle für den Alltag. Laut OpenAI bessere Qualität als Image 2 bei halber Wartezeit.
Sunburst: das Präzise für Kampagnen und Produktbilder. Dauert länger, soll dafür Edits über viele Runden sauber halten.
Versprochen werden natürlicheres Licht, mehr Textur und Edits, die wirklich nur das ändern, was du sagst.
Also haben wir das getestet. Gleicher Prompt, gleiche Qualitätsstufe, alle drei Modelle über fal.ai.
Foto: Ein Handwerker mit Tablet in seiner Werkstatt, Morgenlicht.

Image 2 liefert ein sauberes Stockfoto. Flare und Sunburst wirken noch einen Tick echter: Sägespäne, Holzmaserung, Hauttextur und ein Licht, das aussieht, als käme es wirklich durchs Fenster.
Flare hat sich sogar eigenständig für den Blick über die Schulter entschieden.
Edit: Um die Edit-Funktion zu testen, haben wir bei Bild 1 oben nur den Text auf dem Tablet ändern lassen. Alles andere soll exakt bleiben.

Alle drei schreiben "Moin AInauten" korrekt aufs Display, Person und Werkstatt bleiben unangetastet. Sunburst ist am genauesten.
Der ursprüngliche Bildschirminhalt bleibt darunter erhalten. Flare baut den Bildschirm neu.
Geschwindigkeit: Bei uns über fal.ai waren Flare und Sunburst 4- bis 6-mal schneller als Image 2 (inklusive Warteschlange).
Kosten pro Bild in hoher Qualität: rund 5 Cent, für beide neuen Modelle gleich.
Sofort ausprobieren
Das neue Modell ist bereits bei allen in der ChatGPT-App verfügbar.
Es gibt zwei neue Sachen in ChatGPT, die du heute testen kannst.
Sketch lässt dich direkt im Chat eine Skizze zeichnen, die als Vorlage dient.
Und du kannst Kommentare direkt aufs Bild setzen: Bereich markieren, "hier das Logo größer" schreiben, fertig.
Unser Take: Starkes Update
Wir lieben das OpenAI-Bildmodell, und die Update-Version ist top.
Aber es ist kein Game Changer, weil das alte schon wirklich gut war. Flare reicht für den Alltag, wird aber zu ungenau, wenn es präzise sein muss. Deshalb sind wir ab sofort All-in bei Sunburst.
So, das war's für heute. Tausend Dank wie immer!
Bis nächste Woche.
Reto & Fabian von den AInauten
So können wir dir helfen:
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